Asterix und Obelix – Mission Zaubertrank

© Pegasus Spiele

Die Abenteuer der beiden Gallier Asterix und Obelix sind weltberühmt. In 112 Sprachen und Dialekte wurden die inzwischen 37 Bände übersetzt. Dabei haben die Comics eine Gesamtauflage von weltweit rund 350 Millionen Exemplaren erreicht. Der letzte Band „Asterix in Italien“ erschien im Oktober. Passend dazu ist bei Pegasus Spiele ein neues Spiel zu Asterix und Obelix herausgekommen: „Asterix und Obelix – Mission Zaubertrank“.

Wie funktioniert es?
„Asterix und Obelix – Mission Zaubertrank“ ist ein kooperatives Brett- und Kartenspiel. Die Grundidee besteht darin, dass alle Spieler gemeinsam versuchen möglichst viele Aufgaben in einer begrenzten Zeit zu lösen. Die Aufgaben bestehen darin, bestimmte Kombinationen aus verschiedenen Gegenständen aus dem berühmten gallischen Dorf zusammenzutragen. Die Anzahl der Aufgaben, die man als Gruppe lösen will, können die Spieler vorher selbst festlegen und am Ende dann messen, wie gut sie dieses selbst gesteckte Ziel erreicht haben. Jeder Spieler übernimmt dabei die Rolle einer der bekannten Figuren aus den Asterix-Geschichten. Zur Verfügung stehen Asterix, Obelix, Miraculix und Idefix. Jede Figur hat ihre eigene Sonderfähigkeit und einen eigenen Kartensatz, der hilft, die Aufgaben zu bewältigen. Im Gallischen Dorf gibt es sechs Ortskarten, die im Kreis angeordnet werden. Jeder Ort hat eine eigene Aktion, die vom jeweils aktiven Spieler genutzt werden kann. So können bei der Hütte des Fischverkäufers Verleihnix natürlich Fische besorgt werden. In der Mitte zwischen den Orten liegt die zu erfüllende Aufgabenkarte. Sie fordert immer eine bestimmte Anzahl an Fischen, Erdbeeren und/oder Misteln. Während die Spieler mit ihren Figuren also von Hütte zu Hütte eilen, um die gewünschten Gegenstände einzusammeln, marschiert ein römischer Soldat einmal ums Dorf herum. Hat er seine Runde vollendet, endet auch das Spiel. Der Zug eines Spielers ist in drei Schritte unterteilt. Zuerst darf er zwei Aktionen ausführen, dann die Römerfigur bewegen und zuletzt einen Unheilmarker aus einem Beutel ziehen. Ist ein Spieler am Zug, stehen also zunächst zwei Aktionen an. Als mögliche Aktion steht unter anderem zur Wahl einen Ort zu nutzen, einen Teil der aktuellen Aufgabe zu erfüllen, zwei Karten zu spielen oder auch Karten bzw. Gegenstände an einen Mitspieler weiterzugeben. Gerade dieses Weitergeben von Gegenständen muss gut überlegt und abgesprochen werden. Wann kann ein Spieler wirklich einen bestimmten Gegenstand brauchen?

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Nach den zwei Aktionen, bewegt der aktive Spieler den Römer ein Feld weiter, so rückt das Spielende unweigerlich näher. Zuletzt wird noch ein Unheilmarker aus einem Beutel gezogen. Die Unheilmarker sind keinesfalls zu unterschätzen, sondern sind von großem Übel. Nicht umsonst heißen sie Unheilmarker. Es gibt vier verschiedene Symbole auf den Unheilmarkern. Auf jedem Ort ist Platz für maximal zwei Unheilmarker mit bestimmten Symbolen. Zieht ein Spieler einen Unheilmarker, so müssen alle Spieler gemeinsam entscheiden, auf welches passende freie Feld an einem Ort der Marker gelegt werden soll. Es darf kein Marker an den Ort gelegt werden, an dem sich der römische Soldat gerade befindet. Liegen tatsächlich zwei Marker auf einem Ort, so kann dieser von den Spielern nicht mehr verwendet werden. Kann der gezogene Marker nicht regelkonform an einen Ort gelegt werden, dann wird der römische Soldat zwei Felder weit nach vorne gezogen. Immerhin gibt es Möglichkeiten Unheilmarker auch wieder zu entfernen. Trotzdem kann das Spielende viel schneller kommen als gedacht. Und dann wird geschaut, wie viele Aufgaben die Spieler geschafft haben.

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Einschätzung
„Asterix und Obelix – Mission Zaubertrank“ ist ein herausforderndes Spiel. Immer wieder müssen taktische Entscheidungen getroffen werden. Und manchmal kann man eben auch daneben liegen. Manche Aufgaben sind schwer zu lösen. Gewinnen kann man nur, wenn alle Mitspieler ihre Züge und Aktionen, gut überlegen und sinnvoll miteinander absprechen. Und das ist auch die absolute Stärke dieses Spiels: Kooperation ist von entscheidender Bedeutung. Nicht zu unterschätzen ist der Einsatz der Hilfskarten, die jedem Charakter zur Verfügung stehen. Hier heißt es nicht kleckern, sondern klotzen. Und die Unheilmarker müssen konsequent beseitigt werden, sonst hat man keine Chance! Ansonsten ist „Asterix und Obelix – Mission Zaubertrank“ was die Regeln betrifft, überschaubar und sehr einfach. Das Glücksmoment ist durch das zufällige Ziehen der Unheilmarker relativ hoch. Hat man Glück kommt die Gruppe besser durch, sonst wird es echt schwierig. Jedenfalls ist es sinnvoll, sich das Ziel am Anfang nicht zu hoch zu setzen, sonst kann schnell Frust entstehen. Nach ein paar Partien kann das Limit dann hochgesetzt werden. Für mich ist „Asterix und Obelix – Mission Zaubertrank“ ein sehr gelungenes und spannendes Kooperationsspiel, das super zur Thematik passt.

„Asterix und Obelix – Mission Zaubertrank“
Autor: Michael Palm und Lukas Zach
Verlag: Pegasus Spiele
Für 2 – 4 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 20 – 40 Minuten
Preis: ca. 15 Euro

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