Cherry Picking

© Zoch Verlag

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„Mit dem ist nicht gut Kirschen essen!“. Dieses alte Sprichwort lässt sich auch auf das neue Spiel „Cherry Picking“ von Zoch anwenden und das in mehrfacher Hinsicht.

„Cherry Picking“ ist ein kleines Kartenspiel. Ziel des Spieles ist es, durch möglichst geschicktes Ausspielen von Handkarten möglichst viele Punkte zu holen. Von den Handkarten gibt es grundsätzlich vier Arten: Es gibt Leitern, Joker, Obstsorten und Obstkörbe.
Zunächst werden sechs Obstbäume, bzw. Obstpflanzen in die Mitte des Tisches gelegt. Das reicht vom namensgebenden Kirschbaum bis zur Ananasstaude. Der große Handkartenstapel wird gemischt und jedem Obstgewächs zufällig eine Karte zugeordnet. Die restlichen Karten werden gleichmäßig unter den Mitspielern verteilt. Alle Spieler wählen geheim eine dieser Handkarten aus und legen sie verdeckt vor sich ab. Alle Spieler drehen gleichzeitig die jeweils gewählte Karte um. Nun dürfen die Spieler sich in einer genau festgelegten Reihenfolge an den Obstgewächsen bedienen. Wer eine Leiter gewählt hat, darf zuerst frei wählen, welche Karte er nehmen will. Für diese muss er dann seine Leiter an die entsprechende Stelle legen. Die geerntete Karte legt der Spieler verdeckt vor sich als Erntestapel ab. Haben jedoch zwei oder mehr Spieler eine Leiter gelegt, ernten sie gar nicht, sondern legen ihre Leiter gleich auf den Erntestapel. Das gilt auch für die Joker, die als nächstes am Zug sind. Danach kommen die Spieler an die Reihe, die Obstkarten gelegt haben. Sie dürfen sich aber nur an dem Obstgewächs bedienen, das ihrer Obstkarte entspricht. Zum Schluss sind die Spieler mit Obstkörben dran. Sind alle Handkarten gespielt, wird abgerechnet. Jetzt bringen die Obstkarten und Obstkörbe zunächst den Wert, der auf ihnen abgedruckt ist. Gleichzeitig wird das Sammeln möglichst vieler Karten einer Obstsorte und das Sammeln möglichst aller verschiedenen Obstsorten belohnt. Hier helfen dann die Joker, die als beliebige Obstsorte eingesetzt werden können. Die Leitern bringen wenig, es sei denn, man konnte sehr viele Leitern sammeln, dann nämlich potenziert sich ihr Wert.

„Cherry Picking“ ist ein kleines und recht einfaches Kartenspiel. Die Regeln sind klar; so kann schnell losgespielt werden. Auch die Spieldauer insgesamt ist überschaubar. Doch so recht versteht „Cherry Picking“ nicht zu zünden. Zu unberechenbar ist, was da auf dem Tisch passiert. Es ist ganz schwer eine bestimmte Strategie zu fahren. Da ist zu viel Zufall im Spiel. Das führt zur Frustration. Wem es nichts ausmacht, dass er keine Strategie verfolgen kann und taktische Überlegungen regelmäßig schief gehen, der findet an „Cherry Picking“ sicher seine Freude. Denn unterhaltsam ist das Spiel allemal und so als sommerliche Kurzweil am Strand sicher geeignet.

Vorstellung des Spiels im ERF Plus


Autor: Jeroen Geenen
Verlag: Zoch
Für 2 – 6 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: ca. 12 Euro

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