Crazy Race

© Ravensburger

Was machen die Tiere im Zoo eigentlich, wenn die Besucher weg sind? Also nachts, wenn alles ruhig ist und sie keiner sieht! Die Antwort liefert das neue Spiel „Crazy Race“, das jetzt bei Ravensburger erschienen ist. Ganz einfach: Die Löwen veranstalten ein Wettrennen mit den Wagen der Wärter und lassen sich dabei von anderen Tieren ziehen.

Wie funktioniert es?
Bei „Crazy Race“ übernimmt jeder Spieler einen Löwen in seinem Rennwagen. Zu Beginn bekommt jeder Löwe einen Esel vor den Wagen gespannt. Und dann geht die wilde Fahrt los. Die Spieler müssen mit ihren Löwen in mehreren Etappen einen Rundkurs auf den Wegen durch den Zoo bewältigen. Die Streckenabschnitte werden dabei flexibel aufgebaut, so dass bei jeder neuen Partie auch ein neuer Kurs entstehen kann. Der Kurs entlang der Wege besteht aus vielen einzelnen Feldern in fünf verschiedenen Farben. Zu jeder Farbe gibt es mehrere Würfel. Ist ein Spieler am Zug, muss er sich überlegen, wie weit er mit seinem Wagen kommen will. Für jedes Feld, das er schaffen will, nimmt er sich einen Würfel in der entsprechenden Farbe. Die Würfel haben nicht nur verschiedene Farben, sie sind auch entsprechend der Farbe unterschiedlich groß und die Verteilung der Augenzahl ist von Würfelfarbe zu Würfelfarbe verschieden. Die kleinen beigen Würfel haben als höchste Augenzahl eine Zwei. Die großen braunen Würfel zeigen maximal eine Sechs. Die anderen Würfel liegen dazwischen. Wie viele Würfel sich ein Spieler nimmt, muss er selbst entscheiden. Er sollte aber auf das Limit seines Zugtieres achten. Denn nach dem Würfelwurf darf die Summe der Augenzahlen das Limit des Zugtieres nicht überschreiten. Gelingt das, so darf der Spieler seinen Wagen entsprechend viele Felder vorziehen. Misslingt der Wurf jedoch, dann geht es nur ein Feld nach vorne. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Gespielt wird im Uhrzeigersinn.

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Natürlich werden die Zugtiere irgendwann müde. Also werden die Tiere während des Rennens mehrfach gewechselt. Immer, wenn der erste Spieler an einer Palme vorbeikommt, die das Ende einer Etappe markiert, kommt es zum Zugtierwechsel. Die neuen Tiere werden von einem verdeckten Nachziehstapel aufgedeckt. Es kommen so viele neue Tiere ins Spiel, wie Spieler teilnehmen. Diese neuen Tiere haben nicht nur verschiedene Limits, sie besitzen oft auch spezielle Fähigkeiten, die der Spieler für sich nutzen kann. Der Spieler, der an letzter Position liegt, darf sich sein neues Zugtier zuerst auswählen. Dann kommt der Spieler vor ihm. Ganz am Schluss, nimmt sich der Spieler, der die führende Position hat, das noch verbliebene Tier. Die alten Zugtiere legen die Spieler in einem kleinen verdeckten Stapel neben sich ab. Sie haben für das Spielende noch eine Bedeutung. Und weiter geht das Rennen. Startspieler einer Etappe ist immer der Spieler, der vorne liegt. Das Rennen geht so lange, bis der erste Spieler die Ziellinie überquert. Doch gewonnen hat er dann noch lange nicht. Denn jedes Tier hat neben einem Zuglimit auch noch mehr oder weniger Bonuspunkte. Sie kommen jetzt zum Tragen. Jeder Spieler darf seinen Wagen entsprechend der Summe der Bonuspunkte seiner gesammelten Zugtiere nach vorne rücken. Der Elefant, der das geringe Zuglimit von nur vier besitzt, bringt am Spielende aber acht Bonuspunkte ein. Der Gepard, der mit einem Zuglimit von zwölf davonprescht, hat gar keine Bonuspunkte. Nachdem alle Spieler also auch die Bonuspunkte verwendet haben, wird geschaut, wer jetzt führt. Dieser Spieler hat das „Crazy Race“ für sich entschieden.

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Einschätzung
„Crazy Race“ macht richtig Laune. Dabei ist es nicht nur das wilde Rennen, das für Stimmung und Unterhaltung sorgt. Besonders witzig sind die verschiedenen Zugtiere gestaltet! Michael Menzel hat sich als Illustrator wieder voll ins Zeug gelegt. Der flexible Aufbau der Rennstrecke macht immer wieder neue Rennen möglich. So wird es auch nach mehreren Partien nicht langweilig. Außerdem gibt es eine große Vielfalt unterschiedlichster Zugtiere, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Die Bandbreite der Tiere ist aber sehr ausgewogen. Die vorbildlich aufgebauten Regeln lassen keine Fragen offen. Dennoch kann es zu Beginn der ersten Rennens noch mal verwirrend sein, wie weit ich nun ziehen kann. (Nein, nicht die Augenzahl, sondern die Anzahl der Würfel nach vorne ziehen) Natürlich hat „Crazy Race“ als Würfelspiel einen sehr hohen Glücksfaktor. Dennoch ist ein wenig Taktik schon möglich und ich muss als Spieler auch abschätzen, wie viel ich mit meinem Zugtier wagen kann. Dabei kann die Wahl des richtigen Zugtieres (so man sie noch hat) schon wichtig sein. Hier wirkt es sehr ausgleichend, dass die Spieler, die hinten liegen, zuerst ihr Zugtier wählen können. Dadurch haben sie eine Chance, wieder nach vorne zu kommen. Sehr schön finde ich auch die Idee der Bonuspunkte am Spielende. Tatsächlich können sie die Reihenfolge noch mal deutlich verändern, so bleibt das Spiel bis zum letzten Augenblick spannend. Insgesamt macht „Crazy Race“ einfach viel Spaß und ist besonders für Familien sehr gut geeignet!

„Crazy Race“
Autor: Alessandro Zucchini
Verlag: Ravensburger
Für 2 – 5 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 – 60 Minuten
Preis: ca. 35 Euro

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