Drachenhort

© Ravensburger

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Spätestens seit dem „Hobbit“ von J.R.R. Tolkien weiß es jeder interessierte Leser: Drachen lieben Goldschätze! Aber sie mögen es gar nicht, wenn ihnen jemand etwas von diesem Schatz stehlen will. Genau diese Erfahrung können die Spieler auch bei „Drachenhort“ machen, dem neuen Spiel von Reiner Knizia, das bei Ravensburger erschienen ist.

Wie funktioniert es?
Vor den bis zu sieben Mitspielern breitet sich ein unterirdisches Verlies mit mehreren Räumen aus. Die meisten dieser Räume haben ein helle und eine dunkle Seite. In der Mitte befindet sich der Goldschatz des Drachen, der von eben diesem bewacht wird. Sieben Abenteurerfiguren in verschiedenen Farben stehen auf einem Startfeld neben der Drachenkammer. Von dort aus müssen sie so schnell wie möglich durch zahlreiche Räume weg vom Drachen und aus dem Verlies bewegt werden. Dazu haben die Spieler einen Würfel zur Hand. Wurde eine Figur bewegt, muss sie in den dunklen Bereich des Raumes gestellt werden, in dem sie landet. In manchen Räumen finden sich noch Juwelen, die zusätzliche Punkte einbringen. Bereits besetzte Räume werden dabei übersprungen. Befinden sich alle Figuren in dunklen Bereichen, zieht der Drache den Abenteurern hinterher. Wer dann nicht weit genug gekommen ist, wird von dem Ungeheuer gefangen genommen und scheidet für diese Runde aus. Je früher das geschieht, desto weniger Siegpunkte bringt der Abenteurer am Ende ein. Danach werden alle Abenteurer wieder in den hellen Bereich des Raums gestellt, in dem sie sich gerade befinden. Sollte ein Abenteurer das Verlies verlassen, endet die Runde. Die verbliebenen Figuren bekommen – abhängig von der Position, die sie gerade inne haben – entsprechend Punkte. Der Kniff des Spiels: Jeder Spieler darf mit allen sieben Abenteurerfiguren ziehen. Doch nur drei Figuren bringen mir als Spieler am Ende Punkte für den Sieg. Welche Figuren das sind, entscheidet sich zu Beginn durch zufällig gezogene Karten. Zu wem welche Abenteurer gehören, behält jeder Spieler für sich, bis es am Ende zur finalen Punktewertung kommt. Wer dann die meisten Punkte einheimsen konnte, gewinnt.

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Einschätzung
„Drachenhort“ ist nur vordergründig ein reines Würfelspiel, bei dem man Glück hat oder eben nicht. Sicher ist das Würfelglück keine unerhebliche Komponente, aber eben nicht die einzige. Vielmehr kommt es auch darauf an, wie gut ich meine Absichten gegenüber meinen Mitspielern verschleiern kann. Also: wie bewege ich die Abenteurer, die mir Punkte bringen, nach vorne, ohne dass meine Mitspieler gleich mitbekommen, dass ich einen Vorteil davon habe gerade diese Figuren zu bewegen. Allerdings gehört eine Figur in der Regeln nie einem Spieler alleine. Es gibt Überschneidungen bei den Karten, die zu Beginn gezogen werden. Das gibt dem Spiel einen zusätzlichen Reiz, der steigt, je mehr Spieler beteiligt sind. Insgesamt ist „Drachenhort“ ein sehr unterhaltsames Spiel für die gesamte Familie und am besten werden noch Freunde eingeladen. Dann kommt richtig Laune auf!

„Drachenhort“
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Ravensburger
Für 2 – 7 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 – 60 Minuten
Preis: ca. 27 Euro

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