Elysium

© Asmodee

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Griechenland hat es zur Zeit nicht leicht. Immerhin können die Griechen trotz aller Schwierigkeiten aber immer noch auf ihre große Vergangenheit zurückblicken. Zu der zählt auch die sagenhafte Götterwelt der Griechen. Da regierten Zeus, Hera und Hades die Welt und Unterwelt. In diese Zeit nimmt das Spiel „Elysium“ des französischen Verlags Space Cowboys mit.

Wie funktioniert es?
„Elysium“ ist ein Kartenspiel, bei dem es darum geht möglichst gewinnbringende Kartenkombinationen zu sammeln. Gespielt wird über fünf Epochen (Runden). Jede Epoche hat wiederum vier Phasen. In der ersten Phase wird die zentrale Auslage zufällig neu bestückt. In Phase zwei müssen die Spieler insgesamt vier Käufe tätigen. In der dritten Phase werden gekaufte Karten verschoben und in der vierten Phase wird die nächste Runde vorbereitet. Den Kern des Spiels bildet die zentrale Auslage. Hier liegen – abhängig von der Spieleranzahl – sieben bis dreizehn Karten aus. Die Karten gehören zu fünf Familien, die bei jeder Partie im Spiel sind. Insgesamt gibt es bei Elysium acht verschiedene Familien (darunter Zeus, Hera, Hades, Poseidon). Vor der Partie wird ausgewählt mit welchen fünf Familien gespielt wird. Jede Familie hat eine eigene Farbe und Karten im Wert von 1 bis 3. Aus diesen Karten müssen die Kombinationen zusammengestellt werden, die am Ende Punkte einbringen. Das sind die Zahlen 1 bis 3 von derselben Familie und fünf Mal dieselbe Zahl von verschiedenen Familien. Zum Kauf der Karten stehen den Spielern zu Beginn jeder Runde vier verschiedenfarbige Säulen zur Verfügung. Damit sind also vier Käufe möglich. Gekaufte Karten werden von den Spielern zunächst in einen Bereich oberhalb des eigenen Spielertableaus gelegt (Sphäre). Dort können die Karten dann ihre Effekte entfalten. Es gibt Soforteffekte, Einmaleffekte, Dauereffekte, wiederholbare Effekte und Effekte, die erst am Spielende wirken. Punkte bringen die Karten aber erst, wenn sie unterhalb des Spielertableaus im „Elysium“ liegen und Teil einer der oben erwähnten Kombinationen sind. In Phase drei jeder Runde können die Spieler deshalb Karten aus der Sphäre ins „Elysium“ verschieben. Das kostet Geld. Also müssen die Spieler nicht nur darauf achten, welche Karten in ihre Kombinationen passen und gleichzeitig starke Effekte haben, sondern auch, dass zum Verschieben genug Geld vorhanden ist. Auch können nicht beliebig viele Karten verschoben werden. Sogenannte „Aufgabenplättchen“, die in Phase zwei erworben werden, legen fest, wie viele Karten maximal verschoben werden dürfen. Nach fünf Runden wird abgerechnet, wer die besten Kombinationen und stärksten Effekte hat, der gewinnt.

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Einschätzung
„Elysium“ hat eine erstklassige Grafik. Die Spielregel ist wirklich vorbildlich. Jede Karte wird noch einmal ausführlich erklärt. Das hilft enorm. Bei „Elysium“ muss sehr viel bedacht werden und in der Regel wollen die Spieler zu viel. Es sind nicht alle Kombinationen mit den idealen Karten zu erreichen. Also heißt es Entscheidungen zu treffen: Welche Karten kaufe ich und welche lasse ich wann ins „Elysium“ übergehen? Damit ist „Elysium“ absolut ein Spiel für Vielspieler und auch die müssen sich erst einmal ins Spiel reinfinden. Der wirkliche Spielwert der unterschiedlichen Karten und ihre Wirkweise erschließen sich erst von Partie zu Partie. Wer das Spiel kennt ist also im Vorteil. Generell macht Elysium aber ja länger je mehr Spaß. Das heißt auch, man sollte sich von der ersten zähen Partie nicht abschrecken lassen. Dass es „Elysium“ auf die Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres geschafft hat spricht für sich.

„Elysium“
Autor: Matthew Dunstan, Gilbert Brett J.
Verlag: Space Cowboys / Vertrieb: Asmodee
Für 2 – 4 Spieler
Ab 14 Jahren
Dauer: 60 Minuten
Preis: ca. 40 Euro

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