Five Tribes

© Asmodee

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Es ist eine Reise ins Reich von 1001 Nacht; genau genommen ins sagenumwobene Sultanat von Naqala. Der Alte Sultan ist nicht mehr und nun wird ein Nachfolger gesucht. Der muss die fünf Sippen des Sultanats lenken und so Macht und Einfluss gewinnen. Das ist die Hintergrundgeschichte zu „Five Tribes“, das bei Days of Wonder erschienen ist.

Vor den bis zu vier Thronanwärtern erstreckt sich das Sultanat in Form von 30 Ortsplättchen. Zufällig in fünf mal sechs Reihen angeordnet. Darauf werden je Plättchen immer drei Mitglieder der Sippen – in Form von roten, gelben, blauen, weißen und grünen Meeples – verteilt. Auch das geschieht zufällig. Ist ein Spieler am Zug nimmt er alle Meeples von einem Ortsplättchen und legt sie nach bestimmten Regeln auf benachbarte Ortsplättchen. Am Ende muss er ein Meeple auf ein Ortsplättchen legen, auf dem sich mindestens ein Meeple der gleichen Farbe befindet. Diese Meeple einer Farbe nimmt der Spieler nun auf die Hand. Sollte sich dann kein Meeple mehr auf dem Ortsplättchen befinden, nimmt es der Spieler in Besitz und legt ein eigenes Kamel darauf ab. Damit hat er sich bereits Siegpunkte gesichert. Unabhängig davon, ob der Spieler das Ortsplättchen in Besitz nehmen konnte finden dann aber noch Aktionen statt. Da wären die Aktionen der Sippenmitglieder (Meeples). Hat der Spieler beispielsweise grüne Meeples in die Hand genommen, kann er sich dafür Waren nehmen, die auch wieder Punkte einbringen. Jede der fünf Farben hat andere Fähigkeiten. Danach werden auch noch die Aktionen der Ortsplättchen ausgeführt. Sie können Zusatzpunkte einbringen oder zu noch mehr Waren verhelfen. Einige Ortsplättchen erlauben es auch einen Djinn für sich ins Spiel zu bringen. Jeweils drei Djinn Karten liegen pro Runde in einer offenen Auslage vor den Spielern. Die Djinns bringen nicht nur Siegpunkte, sondern haben auch noch starke Sonderfähigkeiten, die der Spieler einmal pro Runde für sich nutzen kann. Wer beim Verteilen und Abräumen der Meeples am geschicktesten vorgeht, der kann am Ende den meisten Einfluss gewinnen und siegt bei „Five Tribes“.

© Asmodee

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Interessant an „Five Tribes“ ist vor allem das umgekehrte Worker Placement Prinzip. Hier werden die Figuren nicht eingesetzt, um Aktionen auszulösen, sondern weggenommen. Überzeugen kann „Five Tribes“ schon deshalb, weil es einfach Spaß macht. Die Wege zum Sieg sind sehr unterschiedlich, weil verschiedene Strategien tatsächlich funktionieren. Das macht es auch schwer schon frühzeitig einen Sieger auszumachen. Allein der Preis von gut 50 Euro scheint doch sehr hoch. Da gibt es Spiele von ähnlicher Qualität, die preisgünstiger daherkommen. Dennoch ist „Five Tribes“ mit Sicherheit eines der besten Spiele des Jahres 2014 und absolut empfehlenswert.

„Five Tribes“
Autor: Bruno Cathala
Verlag: Days of Wonder / Vertrieb: Asmodee
Für 2 – 4 Spieler
Ab 13 Jahren
Dauer: 40 – 80 Minuten
Preis: ca. 50 Euro

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