Gaia

© Asmodee

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„Gaia“ ist in der Mythologie des alten Griechenland eine der ersten Gottheiten und die personifizierte Erde. Entsprechend geht es im dem gleichnamigen Spiel „Gaia“ um die Entstehung einer neuen Welt. Es ist das erste Spiel des Kanadischen Verlags TIKI Editions und in Deutschland im Vertrieb von Asmodee erschienen.

Wie funktioniert es?
In „Gaia“ geht es nicht darum Punkte zu holen, sondern möglichst als erster seine fünf (zu zweit sechs) Spielfiguren (Meeples) los zu werden. Das geht grundsätzlich auf zwei Arten: Zum einen, indem sogenannte Ziel-Karten erfüllt werden. Zum anderen, indem der Spieler Städte baut oder Städte verbessert. Ist ein Spieler am Zug hat er zwei Aktionen zur Verfügung. Er kann Karten ziehen oder Karten ausspielen. Beide Aktionsmöglichkeiten können beliebig kombiniert werden. Grundsätzlich können die Spieler zwischen Natur-Karten und Leben-Karten wählen. Mit Natur-Karten werden Landschaftsplättchen ins Spiel gebracht (z.B. Berge, Meer, Wald). Auf diesen Landschaftsplättchen können dann Städte errichtet werden. Dazu dienen sogenannte Leben-Karten. Zu Spielbeginn werden von der Spieleranzahl abhängig außerdem Ziel-Karten ausgelegt. Wer eine Ziel-Karte durch das Ausspielen von passenden Natur-Karten erfüllt, darf auf diese Ziel-Karte eine seine Spielfiguren stellen. Um eine Stadt zu bauen, müssen dafür bestimmte, auf der jeweiligen Stadt-Karte vermerkte, Bedingungen erfüllt werden. Sind mindestens zwei der vier Bedingungen erfüllt, kann eine Stadt errichtet werden und der Spieler darf eine seiner Spielfiguren darauf stellen. Sollte sich im Spielverlauf die Anzahl erfüllter Bedingungen verringern, müssen Spielfiguren wieder aus der Stadt genommen werden. Auf der anderen Seite kann ein Spieler auch weitere Bedingungen in einer Stadt eines Mitspielers erfüllen. Dadurch darf er dann auch eine seiner eigenen Spielfiguren in die Stadt des Mitspielers stellen. Wer Natur- und Leben-Karten geschickt ausspielt, kann sogar mehrere eigene Spielfiguren gleichzeitig setzen und so unter Umständen doch noch überraschend den Sieg davon tragen. Neben diesen Grundregeln gibt es auch noch Spielvarianten für Fortgeschrittene und zusätzliche Macht-Karten, die dem Spiel weiteren Reiz verleihen. Diese Macht-Karten stellen globale Naturereignisse dar, die Landschaften verändern und ganze Städte ausradieren können. Wer es nicht so dramatisch und unberechenbar mag, bleibt bei der Grundvariante.

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Einschätzung
„Gaia“ ist ein pfiffiges und sehr rundes Familienspiel.  Es ist leicht erklärt und man findet schnell hinein. So entfaltet „Gaia“ bald seinen Reiz. Der besteht vor allem in den vielfältigen taktischen Möglichkeiten. Dabei kommt „Gaia“ in einem frischen und modernen Look daher. Allein die Karten könnten ein wenig größer sein. Dank unterschiedlicher Varianten ist es in verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielbar. So kommt auch nach vielen Partien keine Langeweile auf, sondern das Spiel kann immer noch eine Stufe weiter entwickelt werden und hat auch für geübte Vielspieler seinen Reiz.

„Gaia“
Autor: Olivier Rolko
Verlag: TIKI Editions / Vertrieb: Asmodee
Für 2 – 5 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: ca. 25 Euro

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