Helios

© Hans im Glück

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Der Lauf der Sonne bestimmt das Leben auf dieser Welt. Wobei das natürlich Unsinn ist, denn die Sonne steht ja fix. Die Erde bewegt sich und kreist um die Sonne. In der Antike wusste man das noch nicht. Da wurde die Sonne in einem Wagen über das Firmament gefahren und als eine Gottheit verehrt. Und in diese Zeiten versetzt uns das bei Hans im Glück erschienene Spiel „Helios“.

Bei „Helios“ bewegt sich tatsächliche die Sonne. Genau genommen hat jeder Spieler eine eigene Sonne, die er über eins von zwei seiner Spielertableaus bewegt. Das eine Spielertableau zeigt eine Weltkarte, das andere eine Stadt. Mit Hilfe von Aktionsplättchen, die in der ersten Phase jedes Durchgangs gewählt werden können, erschafft er auf der Weltkarte Länder oder baut Tempel oder lässt die Sonne um seine Welt kreisen. Scheint die Sonne auf die verschiedenen Länder, so produzieren diese entsprechende Rohstoffe. Scheint die Sonne auf Tempel, so bringt das Siegpunkte ein. Dafür muss sich die Sonne aber bewegen und so muss sich der Spieler immer zwischen einer der drei Aktionen entscheiden. Also Landschaft erschaffen, Tempel bauen oder Sonne bewegen. Außerdem gibt es auch noch Sonderfelder und Sonderplättchen, die alternativ zu den Landschaftsplättchen gewählt werden können. Sie bringen am Spielende Punkte ein.
In seiner Stadt kann jeder Spieler alternativ zu den Tempeln Gebäude errichten. Dafür benötigt er die Rohstoffe seiner Länder. Die Gebäude bringen unterschiedliche Vorteile. Es gibt also bei „Helios“ die unterschiedlichsten Optionen und Gewinnstrategien. Sie werden durch die zweite Phase in jedem Durchgang noch erweitert. Hier kommen zusätzlich Personenkarten ins Spiel, sie müssen zunächst erworben und dann aktiviert werden. Wer am Erfolgreichsten mit seinen Ressourcen umgeht und die optimale Kombination seiner Gebäude mit Personenkarten findet, der sollte eigentlich die meisten Siegpunkte bei Helios einfahren.

© Hans im Glück

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„Helios“ hat etliche originelle Spielmechanismen und viele Entscheidungsmöglichkeiten zu bieten, die man gerne ausprobieren will. Hilfreich ist eine Einstiegspartie, um all die Möglichkeiten und Strategien kennenzulernen. Schade ist, dass die ersten Runden immer recht ähnlich ablaufen, weil bestimmte Aktionen von allen gewählt werden. Auch fehlt die Interaktion zwischen den Spielern. Leider gibt es auch keine Zählleiste. Der Punktestand bleibt bis zum Ende verborgen. Trotz der genannten Punkte überzeugt „Helios“ dennoch durch die interessanten neuen Mechanismen und die im Verhältnis kurze Spielzeit, wenn man mit Leuten spielt, die „Helios“ schon kennen. Insgesamt ist „Helios“ ein erfrischendes Spiel mit interessanten neuen Ideen und einem hohem Wiederspielreiz.

„Helios“
Autor: Martin Kallenborn, Matthias Prinz
Verlag: Hans im Glück
Für 2 – 4 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 45 – 60 Minuten
Preis: 38 Euro

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