Limes

© abacus spiele

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Vor 2000 Jahren musste das römische Reich seine Außengrenzen sichern. In Germanien bauten die Römer dafür den Limes. Der Limes war ein Schutzwall, bestehend aus einem Graben, einem Hügel und einer Palisadenwand. Dahinter stand dann ein Wachturm. Im Schutz des Limes konnten die Menschen ihren alltäglichen Aufgaben nachgehen. Äcker bestellen, Fische fangen, und Holz schlagen. Genau darum geht es auch im neu erschienen Spiel „Limes“ aus dem Abacus Verlag. Wobei, ganz so neu ist das Spiel dann auch nicht. Es ist die überarbeitete und abgespeckte Variante des Spieles „Cities“. Das hatte es 2009 auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres geschafft. Als „Limes“ ist das Spiel jetzt für zwei Personen angelegt. Es kann aber auch solitär gespielt werden.

„Limes“ wird mit 24 Landschaftskarten gespielt. Sie zeigen bis zu vier unterschiedliche Geländetypen. Wald, Feld, Wasser und einen Fels mit einem Wachturm. Einer der beiden Spieler mischt seinen Kartenstapel von 24 Landschaftskarten. Nach und nach zieht er je eine Karte von diesem Stapel. Die Landschaftskarten sind durchnummeriert. Der erste Spieler sagt dem zweiten an, welche Karte dieser aus seinem Stapel suchen muss. Da sich in jedem Stapel identische Landschaftskarten befinden, stehen beiden Spielern immer die gleichen Karten zur Verfügung. Nun müssen sich beide Spieler jeweils entscheiden, wie sie die Landschaftskarte an die bereits ausliegenden Karten anlegen wollen. Am Ende wird ein Quadrat aus vier mal vier Feldern entstehen. Auf die eigenen Landschaftskarten stellen die Spieler dann jeweils noch ihre Spielfiguren. Sie werden dann, je nachdem auf welchem Geländetyp sie stehen, zum Bauern, Fischer, Waldarbeiter oder Legionär. Ziel ist es möglichst große, zusammenhängende Geländeflächen zu schaffen, auf denen sich dann auch eine Spielfigur befindet. Sie bringen viele Punkte ein und wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.

„Limes“ kann mit einfachen und klaren Regeln und einer pfiffigen Spielidee als zwei Personenspiel überzeugen. Es kommt darauf an situativ zu entscheiden, wie die jeweils neue Karte am Günstigsten zu legen ist. Das macht den Reiz dieses Spiels aus. Einziger Pferdefuß bleibt die Tatsache, dass das Spiel zwangsläufig unentschieden ausgeht, wenn beide Spieler ihre Landschaftskarten immer gleich legen. Aber für erfahrene Spieler sollte das kein Hinderungsgrund sein. Es wäre schade dieses kleine aber originelle Spiel deshalb nicht zur Hand zu nehmen. Denkbar ist es übrigens auch, sich ein zweites Spiel zu kaufen und dann mit bis zu vier Spielern „Limes“ zu spielen.

© abacus spiele

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„Limes“
Autor: Martyn F
Verlag: Abacus Spiele
Für 2 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: ca. 12 Euro

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