Lumis

© Kosmos

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Es gibt den leuchtenden Pfad und den Pfad der Erleuchtung. Beide haben nichts miteinander zu tun. Ersteres ist eine Rebellengruppe in Peru, letzteres eine Lehre im Buddhismus. Nun gibt es auch noch „Lumis – Der Pfad des Feuers“. Feuer leuchtet bekanntlich auch. Aber „Lumis“ ist weder eine Rebellengruppe noch eine Lehre. Es ist ein neues Spiel aus dem Kosmos Verlag.

Wie funktioniert es?
Bei „Lumis“ versuchen zwei Spieler oder zwei Teams aus je zwei Spielern Feuerpfade zu legen. Das Feuer gibt es in den Farben rot und gelb. Jedes Team (jeder Spieler) muss versuchen von der eigenen Seite des Spielplans (rot, bzw. gelb markiert) auf die andere, gegenüberliegende eigene Seite eine durchgehenden Feuerpfad zu legen. Dies geschieht mit Hilfe von Karten. Die Karten zeigen verschiedene Farben, die sich auch auf dem Spielplan wiederfinden. Der Spielplan besteht aus Sechseckfeldern. Ist ein Spieler am Zug hat er die Möglichkeit zwischen einer von vier Aktionen zu wählen. Er kann Karten ziehen. Er kann Karten an seinen Mitspieler abgeben. Er kann einen Turm bauen oder er kann zwei Türme mit einem Feuerpfad verbinden. Wie viele Karten ein Spieler ziehen kann wird über zwei Zahlenkarten bestimmt, die jedes Team hat. Will ein Spieler Karten an seinen Mitspieler weitergeben, so wird deren Anzahl auch über die Zahlenkarten gesteuert. Zum Bauen eines Turms gibt es einige größere Felder auf dem Spielplan. Zum Turmbau müssen die Spieler eine oder mehrere Karten in der Farbe des Feldes abgeben, auf das sie den Turm errichten wollen. Die Anzahl der abgegebenen Karten bestimmt die Höhe des Turms. Jederzeit kann ein Turm vom gegnerischen Team aber noch überbaut werden, wenn diese entsprechend mehr Karten in der passenden Farbe abgeben. Ein Turm kann nicht mehr überbaut werden, wenn er durch einen Feuerpfad mit einem anderen Turm des Teams verbunden ist. Dafür muss ein Spieler Karten in den Farben der Felder abgeben, über die der Pfad verlaufen soll und entsprechend kleine Flammen in seiner Farbe auf diese Felder platzieren. Das Team, das es als erstes schafft durch das geschickte Verbinden von Türmen mit Feuerpfaden von einer Seite auf die andere zu kommen gewinnt. Deshalb gilt es nicht nur, den eigenen Weg gut zu planen, sondern auch die Absichten der Gegner im Auge zu behalten und diese zu vereiteln.

Einschätzung
„Lumis“ ist ein abstraktes Denk- und Taktikspiel, das sehr von den taktischen Überlegungen geprägt wird. Dabei gilt es das rechte Maß zu finden zwischen dem Verfolgen eigener Ziele und dem Verhindern der Ziele der Gegner. Interessant wird das auch dadurch, dass die Regeln eigentlich vorsehen, dass die Teampartner nicht miteinander reden dürfen. Letztlich ist „Lumis“ aber auch ein Spiel, bei dem es auf Glück ankommt. Wer nicht die passenden Karten zieht, kann vielleicht gerade das Stück nicht fertigbauen, das im nächsten Zug die Gegner für sich reklamieren können. Natürlich geht es ohne Ärgern nicht ab. Schließlich gehört es dazu, dem Gegner die Tour zu vermasseln. Daraus gewinnt das Spiel seinen Reiz. Da „Lumis“ ein abstraktes Spiel ist, ist es für Kinder und Familien weniger geeignet. Leute, die gerne taktisch geprägte Spiele dieser Art mögen, haben hier eine schöne Alternative zu bereits ausgetretenen Pfaden.

„Lumis“
Autor: Stephen Glenn
Verlag: Kosmos
Für 2 – 4 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: ca. 30 Euro

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