Neptun

© Queen Games

© Queen Games

„Neptun“ war in der griechischen Mythologie der Gott des Meeres. Als solcher war er auch für den Wind auf dem Meer verantwortlich. Wer im Mittelmeer unterwegs war, der war, so glaubten die alten Griechen, den Launen des Gottes ausgeliefert. Und genau darum geht es auch in „Neptun“ dem neuen Spiel von Dirk Henn bei Queen Games.

In „Neptun“ müssen die Spieler mit ihrem Schiff Lieferaufträge im Mittelmeerraum erledigen. Vor den bis zu fünf Spielern breitet sich deshalb eine Karte des Mittelmeeres zur Zeit der alten Griechen mit den angrenzenden Ländern und ihren wichtigsten Städten aus. „Neptun“ wird über drei Runden zu je drei Phasen gespielt, wobei die ersten beiden Phasen je fünf Durchgänge haben. In der ersten Phase werden die Aufträge zusammengestellt. In drei Reihen liegen Städte-, Waren- und Windkarten in Spalten untereinander. Die Anzahl der Spalten wird bestimmt von der Anzahl der Mitspieler. Der erste Spieler hat die größte Auswahl. Entscheidet er sich für eine Spalte, ist der nächste Spieler dran. Hat jeder Spieler einen Auftrag gewählt, werden wieder die drei Reihen in entsprechend viele Spalten ausgelegt. Das geschieht so lange, bis jeder Spieler fünf Aufträge gesammelt hat. Jeden Auftrag muss der Spieler sofort auf seiner Auftragsleiste platzieren und damit festlegen, in welcher Reihenfolge er die Aufträge erfüllen will. In der zweiten Phase (der Reisephase) muss der Spieler versuchen die Aufträge möglichst entsprechend ihres Platzes in der Auftragsleiste zu erfüllen. Jeder Spieler legt zunächst eine seiner Windkarten aus seiner Hand verdeckt vor sich ab. Nachdem alle gleichzeitig ihre Windkarte gezeigt haben, wird der Wind für den kommenden Durchgang eingestellt. Dann fährt jeder Spieler mit seinem Schiff und versucht einen seiner Aufträge zu erfüllen. Das weiderholt sich in fünf Durchgängen. In der dritten Phase werden dann alle Schiffe wieder nach Kreta gesetzt und eine neue Runde beginnt. Das Erfüllen von Aufträgen bringt entweder Punkte im Tempel, die zum Sieg wichtig sind oder man erhält Gold. Das Gold bringt zwar nicht direkt Punkte ein, kann aber helfen Aufträge zu erfüllen. Wer nach drei Runden die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt.

„Neptun“ wirkt nur auf den ersten Blick kompliziert. Wer erst einmal die Abläufe verstanden hat, der findet schnell rein und dann scheint alles ganz logisch. „Neptun“ ist ein typisches Mischspiel bei dem es zum einen auf eine gute Strategie, aber auch auf Glück ankommt. Welche Ziele und Aufträge sind lohnenswert? Aber stehen die überhaupt zur Auswahl? Grafik und Spielmaterial sind topp. Die Spielmechanismen sind interessant. Das Spiel wirkt rund und sehr ausgewogen. Insgesamt ist „Neptun“ ein gelungenes Familienspiel, das sich ausgesprochen locker spielt.

„Neptun“
Autor: Dirk Henn
Verlag: Queen Games
Für 3 – 5 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 45 Minuten
Preis: ca. 35 Euro

Dieser Beitrag wurde unter Keine Kategorie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.