Rumms

© Kosmos

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„Alea jacta est!“ – „Der Würfel ist gefallen!“. Das sagte angeblich schon der römische Kaiser Cäsar. Hätte der alte Kriegsstratege das Spiel „Rumms“ gekannt, er hätte wohl gesagt: „Der Würfel ist geschnippt!“ Was auch immer das auf Lateinisch heißen mag? Völlig egal – Cäsar hätte an „Rumms“ wahrscheinlich seine Freude gehabt.

Wie funktioniert es?
„Rumms“ spielen entweder zwei Spieler gegeneinander oder es treten zwei Teams zu je zwei Spielern gegeneinander an. Das Spielfeld besteht aus drei Matten, die von ihrer Beschaffenheit an Computer-Mousepads erinnern. Auf den Matten sind grüne Hügel und zwei Burgen zu sehen. Es sind die Burgen zweier Königreiche: Der Drachen- und der Löwenritter. Die beiden Königreiche werden durch eine aufgemalte Mauer auf der mittleren Spielmatte getrennt. Jeder Spieler hat eine bestimmte Anzahl von Würfeln zur Verfügung, die er auf seiner Seite der Mauer beliebig aufstellen darf. Allein der Königswürfel muss in der ebenfalls aufgemalten Burg positioniert werden. Beide Spieler oder Teams sollten sich auf eine Spielvariante einigen. Bei der einfachsten Variante stehen jedem Spieler neben dem König noch vier Raubritterwürfel und zwölf Trollwürfel zur Verfügung. Es gibt noch andere Würfel, die den Spielern mehr taktische Möglichkeiten bieten. Das Spiel beginnt, indem ein Spieler einen seiner Würfel auf die gegnerische Seite schnippt. Ziel ist es dabei den Königswürfel des Gegners von der Matte zu befördern. Landen eigene und fremde Würfel nach dem Schnippen neben den Spielmatten, dann sind diese aus dem Spiel und können nicht mehr verwendet werden. Landet ein Würfel im Gebiet des Gegners und zeigt die sogenannte Schattenseite, dann gilt dieser Würfel als gefangen. Der Besitzer dieses Würfels darf ihn neben dem Spielfeld würfeln. Zeigt der Würfel dann wieder seine Schattenseite ist dieser Würfel ebenfalls aus dem Spiel. Zeigt der Würfel aber die Bildseite, so darf der Besitzer des Würfels diesen in der eigenen Burg unterbringen. Das Spiel endet, sobald der Königswürfel eines Spielers von der Matte gestoßen wurde.

Einschätzung
„Rumms“ ist ein wunderbar einfaches und gleichzeitig unterhaltsames Spaßspiel für die gesamte Familie. Der Einstieg ist leicht, die Regeln sehr überschaubar. „Rumms“ ist extrem kurzweilig, die Interaktion sehr groß. Fingerspitzengefühl und Augenmaß sind wichtig. Sehr viel Spaß macht das Aufstellen der Würfelarmeen in unterschiedlichen Konstellationen. Immer wieder kann man sich neue Aufstellungen überlegen. Doch trotz aller Planung spielt natürlich ein hoher Glücksfaktor mit. Je nachdem kann schon nach einem Schnipp das Spiel vorüber sein. Kein Problem, dann geht es eben von Neuem los. Überlegen muss man sich nur, wo man „Rumms“ spielen will. Wer die Spielmatten auf dem Tisch auslegt, ist dann häufig unter dem Tisch auf der Suche nach rausgeschnippten Würfeln. Alternativ dazu bietet sich der Boden als Spielort an. Doch egal, wo „Rumms“ gespielt wird, Spaß macht es auf jeden Fall und das ist entscheidend!

„Rumms“
Autor: Gary Sibthorne
Verlag: Kosmos
Für 2 – 4 Spieler
Ab 7 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: ca. 28 Euro

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