Stone Age Junior

© Hans im Glück Verlag

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Das Leben in der Steinzeit war rau und gefährlich. Die Menschen waren Sammler und Jäger und sie brauchten einen festen Unterschlupf vor wilden Tieren, Unwettern und der Kälte. Also mussten schon die Steinzeitkinder mit anpacken und zum Überleben der Familie beitragen. Das ist grob gesagt die wahre Geschichte hinter „Stone Age Junior“, dem neuen Kinderspiel aus dem Hause „Hans im Glück“, das jetzt zum Kinderspiel des Jahres gekürt wurde.

Wie funktioniert es?
Bei „Stone Age Junior“ müssen die Spieler versuchen möglichst als erstes drei Hütten errichtet zu haben. Für den Bau der Hütten braucht es verschiedene Kombination aus Rohstoffen. Diese Rohstoffe gilt es zu sammeln. Wer die passenden Rohstoffe zusammen hat, der muss nur noch zum Bauplatz und dort dann eine Hütte nach der anderen bauen. Dazu hat jeder Spieler eine Spielfigur in seiner Farbe, mit dieser folgt er einem vorgegebenen Pfad, der von einem Rohstoff zum nächsten führt. Zuletzt gelangen die Spieler auf diesem Pfad auch zum Tauschfeld und zum Bauplatz, bevor sie wieder zu den Rohstoffen gelangen. Wie weit ein Spieler seine Figur ziehen darf, das bestimmen Waldplättchen, die verdeckt um den Spielplan herum ausgelegt sind. Die Plättchen zeigen auf ihrer verdeckten Unterseite entweder Würfelaugen oder aber Rohstoffe, das Tauschfeld oder den Bauplatz. Zudem gibt es noch ein Feld mit Hunden. Dort liegen zwei Hundeplättchen, diese können beim Hüttenbau als Joker eingesetzt werden und ersetzen so jeweils einen fehlenden Rohstoff.

Ist ein Spieler am Zug, so deckt er eines der verdeckten Waldplättchen auf. Dann zeiht er seine Figur entsprechend der aufgedeckten Augenzahl nach vorne. Punkte verfallen lassen ist nicht möglich, auch darf man die Figur nicht rückwärts ziehen. Manchmal zeigen die Waldplättchen auch direkt einen Rohstoff. Dann darf der Spieler seine Figur direkt auf das entsprechende Feld setzen und sich einen der dort ausliegenden Rohstoffe nehmen. Sofern noch ein entsprechender Rohstoff vorhanden ist. Sind keine Rohstoffe da, geht der Spieler nämlich leer aus. Die Waldplättchen können auch direkt zum Bauplatz oder zum Tauschfeld führen oder zur Hundehütte. Auf dem Tauschfeld darf der Spieler so viel Waren tauschen, wie er möchte. Aber immer nur im Verhältnis eins zu eins. Auf dem Bauplatz darf der Spieler immer genau eine Hütte bauen, auch wenn er Rohstoffe für mehrere Hütten zur Verfügung hat. Will er eine Hütte bauen, so legt er die entsprechenden Rohstoffe wieder zurück auf die Rohstofffelder. Verwendete Hundejoker kommen auf das Hundefeld zurück. Egal, was der Spieler macht, nach seinem Zug  nimmt er zwei der nun wieder verdeckten Waldplättchen und tauscht sie mit anderen Waldplättchen. So wird es für den nächsten Spieler schwieriger zu wissen unter welchem Waldplättchen sich welches Symbol verbirgt. Dann ist der nächste Spieler am Zug und deckt ein Waldplättchen auf, führt seinen Zug aus und so geht es weiter, bis ein Spieler drei Hütten errichtet hat.

© Hans im Glück Verlag

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Einschätzung
„Stone Age Junior“ besticht zunächst durch seine sehr kindgerechte und dennoch auch für Erwachsene ansprechende Grafik. Die Spielmaterialien sind hochwertig und man nimmt sie gerne in die Hand. Illustration und Design sind sehr gelungen. Das Spiel ist eine Mischung aus verschiedenen Komponenten. Es geht darum, die passenden Rohstoffe zu sammeln. Also müssen die Spieler planen, wie sie an diese Rohstoffe rankommen. Dies gelingt aber nur mithilfe der richtigen Waldplättchen. Wo sich diese befinden, muss man erst einmal herausfinden. Dann geht es darum, sich die Position dieser Plättchen zu merken, auch, wenn sie zwischendurch ihren Platz gewechselt haben. Das Memoryelement spielt in diesem Fall gerade Kindern in die Hände und schafft einen guten Ausgleich gegenüber Erwachsenen. So ist „Stone Age Junior“ nämlich auch ein gutes Familienspiel. Dabei gilt es aber auch vorausschauend zu agieren, welche Rohstoffe könnte ich schon für die nächste Hütte brauchen, was ist, wenn mir ein anderer Spieler meine geplante Hütte wegschnappt? Dann muss man flexibel sein. Es ist diese Mischung aus Planung, Memory und taktischer Überlegung, die „Stone Age Junior“ ausmacht. Eine Tatsache, die von der Jury „Kinderspiel des Jahres“ mit dem diesjährigen Hauptpreis gewürdigt wurde. Und tatsächlich ist „Stone Age Junior“ als Kinderspiel – aber auch als Familienspiel – ausgezeichnet und nur zu empfehlen.

„Stone Age Junior“
Autor: Marco Teubner
Verlag: Hans im Glück
Für 2 – 4 Spieler
Ab 5 Jahren
Dauer: 15 Minuten
Preis: ca. 25 Euro

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