Valletta

© Hans im Glück Verlag

Der Inselstaat Malta, südlich von Sizilien im Mittelmeer gelegen, ist eigentlich nur als Sitz des berühmten Malteserordens bekannt und für seine wunderschöne Hauptstadt „Valletta“. Die hat jetzt sogar ein eigenes Gesellschaftsspiel bekommen. Es heißt natürlich „Valletta“ stammt von Stefan Dorra und ist im Verlag Hans im Glück erschienen.

Wie funktioniert es?
Bei „Valletta“ helfen alle Spieler dabei die Stadt Valletta mit aufzubauen und das unter der Aufsicht des Stadtgründers Jean de Valette. Um das zu schaffen, bekommen alle Spieler zu Beginn des Spiels einen identischen Satz von acht Personenkarten. Diese werden gemischt und bilden den persönlichen Nachziehstapel jedes Spielers, der im Laufe des Spiels anwachsen kann. Vom Stapel der Personenkarten zieht jeder Spieler fünf Karten auf die Hand. Ist ein Spieler am Zug muss er drei dieser Karten ausspielen und darf ihre Funktion nutzen. Die meisten der Personenkarten bringen dem Spieler Rohstoffe ein. So sorgt beispielsweise die Krämerin für Gold, der Holzfäller für Holz und der Steinmetz für Steine. Daneben sind zwei Karten von großer Bedeutung. Zum einen ist das der Stadtgründer Jean de Valette, der Rohstoffe einbringt, aber auch dafür sorgt weitere Personenkarten zu bekommen, bzw. diese loszuwerden. Zum anderen ist das der Baumeister. Er erlaubt es Gebäude zu errichten und diese Gebäude später aufzuwerten, auch dadurch kommen neue Personenkarten in den persönlichen Kartenstapel des jeweiligen Spielers. Will ein Spieler ein Gebäude errichten, muss er dafür also zunächst den Baumeister ausspielen und dann die für das Gebäude notwendigen Rohstoffe bezahlen. Anschließend markiert der Spieler das Gebäude mit einem eigenen Spielstein. Die Gebäude liegen in mehreren Reihen vor den Spielern in Form von Gebäudekarten aus. Zentral zwischen den Häusern verläuft eine Straße, auf der sich Jean de Valette weiterbewegt sobald ein Spieler dessen Personenkarte ausspielt. Diese Straße ist auch die Zählleiste für die Siegpunkte der Spieler. Errichtet ein Spieler im selben Abschnitt ein Gebäude (oder wertet es auf), in dem sich Jean de Valette gerade befindet, gibt das Extrapunkte. Jedes Gebäude bringt, je nach Art ein bis vier Siegpunkte ein. Wir ein Gebäude aufgewertet, verdoppelt sich dieser Wert. Auf jeder Gebäudekarte liegt zudem immer eine Personenkarte. Diese Personenkarten bringen Rohstoffe oder Siegpunkte ein. Sobald ein Spieler ein Gebäude errichtet, darf er die Personenkarte von diesem Gebäude auf seine Hand nehmen. Die neue Karte gehört jetzt mit zum Personenkartenstapel des Spielers. Hat ein Spieler alle drei Karten in seinem Zug gespielt, legt er die verwendeten Karten auf einen persönlichen Ablagestapel und zieht von seinem persönlichen Nachziehstapel Personenkarten nach, bis er wieder fünf Karten auf der Hand hat. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Ist der Nachziehstapel leer, wird der Ablagestapel gemischt und zum neuen Nachziehstapel. Am Ende gewinnt, wer durch Gebäude und Personenkarten die meisten Siegpunkte einheimsen konnte.

© Hans im Glück Verlag

Einschätzung
„Valletta“ bringt keine neuen Elemente. Das Konzept des Deckbauspiels ist nicht neu und Ressourcenmanagement auch nicht. Aber die Kombination von beidem ist Autor Stefan Dorra, wie ich finde, sehr gut gelungen. Die beiden Spielprinzipien greifen sehr stimmig ineinander und das Verhältnis dieser beiden Spielelemente zueinander ist sehr gut ausbalanciert. Das Spiel ist zudem sehr schnell erklärt und lässt sich rasch intuitiv spielen. Zu Beginn muss man sich zwar erst mit den Funktionen der Personenkarten auf den Gebäuden vertraut machen, um zu erkennen, welche Gebäude sinnvollerweise errichtet werden sollten. Das geht aber auch recht flott, da die Personenkarten kurz und klar erklären, was sie können. „Valletta“ bietet trotz des schnellen Einstiegs und der einfachen Spielabläufe dennoch viel taktische Tiefe. Welches Gebäude sollte ich wann und wo errichten. Dabei geht die Übersicht aber nicht verloren, weil ein Spieler maximal acht Gebäude errichten kann. Dadurch wird auch das Kartendeck, das sich da nach und nach entwickelt, nicht übermäßig groß. So kann jeder Spieler recht gut abschätzen, welche Karten er als nächstes auf die Hand bekommt. „Valletta“ funktioniert für mich deshalb sowohl für Vielspieler als auch für Gelegenheitsspieler, die für neue Spiele offen sind. Mir persönlich hat „Valletta“ sehr gut gefallen! Auch weil die Grafik schön stimmig ist und sich die Spieldauer, auch bei Vollbesetzung, absolut in Grenzen hält. Wir haben es jetzt schon öfter gespielt und haben immer noch Lust drauf.

„Valletta“
Autor: Stefan Dorra
Verlag: Hans im Glück
Für 2 – 4 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 20 Minuten pro Spieler
Preis: ca. 35 Euro

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