7 Wonders – Architects

© Repos Production / Asmodee

Eifelturm, Big Ben oder Freiheitsstatue, das sind heute berühmte Bauwerke, die viele Menschen kennen. Doch schon vor über 2000 Jahren hat es großartige Bauwerke gegeben. Sie waren so außergewöhnlich, dass sie als sieben Weltwunder bezeichnet wurden. Bereits 2011 wurde das Spiel „7 Wonders“, in dem Weltwunder errichtet werden, als Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet. Nun hat der belgische Verlag Repos Production mit „7 Wonders – Architects“ eine familientaugliche Variante des preisgekrönten Spiels herausgebracht.

 


Wie funktioniert es?

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Wie bei „7 Wonders“ geht es auch in „7 Wonders – Architects“ darum, eines von sieben möglichen antiken Weltwundern zu errichten. Grundlage zum Bau des Weltwunders sind auch diesmal Karten, die als Ressourcen dienen, aber auch andere Funktionen haben können. Bei „7 Wonders – Architects“ suche ich mir ein Weltwunder aus, das ich errichten will. Wie bei „7 Wonders“ stehen dafür der Koloss von Rhodos, die hängenden Gärten der Semiramis in Babylon, das Grab des Königs Mausolos II. in Halikarnassos, der Leuchtturm auf der Insel Pharos vor Alexandria, die Pyramiden von Gizeh in Ägypten, der Tempel der Artemis in Ephesos und die Zeus-Statue des Phidias in Olympia zur Verfügung. Habe ich mich für ein Bauwerk entschieden, suche ich mir eine Schachtel aus, wo alle Bauteile meines Weltwunders drin sind und einige Karten.

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Die Bauteile lege ich, wie es auf der von mir genommenen Schachtel angegeben ist, mit ihrer unfertigen Seite vor mich. Jedes der sieben Bauwerke besteht aus genau fünf Teilen.Die Karten des Bauwerks mische ich und lege sie offen zwischen mich und die Person links von mir. Also habe ich links und rechts von mir einen Kartenstapel und dann gibt es noch einen allgemeinen verdeckten Kartenstapel in der Mitte. Außerdem wird noch ein Stapel mit Fortschrittsmarkern gemischt und drei der Marker werden offen ausgelegt. Abhängig von der Anzahl der Personen, die am Spiel teilnehmen, werden noch drei bis sechs Konfliktmarker bereitgelegt, die zunächst auf ihre Friedensseite gedreht werden.

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Eine Katzenstatue wird zuletzt in die Mitte gestellt. Nach diesen wenigen und schnell erledigten Vorbereitungen geht es mit dem Spiel auch schon los. Bin ich am Zug, nehme ich eine Karte von den drei möglichen Kartenstapeln (links von mir – rechts von mir – in der Mitte) und lege diese Karte offen vor mich ab. Es gibt fünf verschiedene Kartenarten. Graue Karten sind Ressourcen für den Bau. Je nach Bauabschnitt meines Weltwunders benötige ich eine bestimmte Anzahl gleicher oder unterschiedlicher grauer Karten.

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Habe ich die zusammen, gebe ich sie ab und drehe den entsprechenden Bauabschnitt auf die „Gebaut-Seite“. Ressourcen aufsparen kann ich nicht. Gelbe Karten stellen Geld dar und sind ein Joker für graue Ressourcen. Grüne Karten sind Fortschrittskarten. Habe ich zwei gleich oder drei unterschiedliche Grüne Karten vor mir liegen, dann tausche ich sie automatisch gegen einen der drei offen liegenden Fortschrittsmarker oder den obersten verdeckten Fortschrittsmarker vom Stapel. Diese Fortschrittsmarker können sehr stark sein. Einige erlauben sich zusätzliche Karten zu nehmen, wenn ich mir eine bestimmte Ressourcenkarte genommen habe.

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Rote Karten stehen für militärische Stärke, wobei manche Militärkarten nicht dauerhaft bei mir bleiben. Es sind jene Karten, die einen militärischen Konflikt auslösen können. Kommt es zu so einem Konflikt, wenn alle Konfliktmarker auf ihre Kampfseite gedreht wurden, wird meine militärische Stärke mit denen der Personen links und rechts von mir verglichen. Bin ich besser erhalte ich dafür Punkte. Nach einem Konflikt werden alle Konfliktmarker wieder auf ihre Friedensseite gedreht. Zuletzt gibt es noch die blauen Karten. Sie bringen zwei oder drei Siegpunkte. Manche zeigen eine Katze.

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Wer so eine Karte nimmt, darf die Katzenstatue vor sich stellen. Sie erlaubt mir nun, wenn ich in ihrem Besitz bin, mir die oberste Karte des verdeckten allgemeinen Stapels in der Mitte anzuschauen. Ein Privileg, das nicht zu verachten ist. Das Spiel geht so lange reihum, bis das erste Bauwerk komplett fertiggestellt ist. Wer jetzt die meisten Punkte hat, gewinnt.

Einschätzung
„7 Wonders – Architects“ ist ein erstklassiges Familienspiel. Es ist superschnell erklärt und auch ebenso schnell aufgebaut. Es sieht extrem gut aus und lässt sich ganz einfach spielen. Dabei macht es dann aber mal so richtig Spaß.

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Die spannende Frage mich ist jedes Mal: Welche der drei möglichen Karten sollte ich nehmen? Dabei sind wie schon bei „7 Wonders“ die grünen Karten nicht zu verachten. Mit dem passenden Fortschrittmarker kann ich mir einen starken Vorteil verschaffen. Aber ich muss an die grünen Karten auch erst rankommen und das ist auch viel mit Glück verbunden. Das macht das Spiel aber auch spannend und so leicht zugänglich. Aber auch eine Strategie mit den blauen Siegpunkt-Karten oder den roten Militärkarten ist möglich. Doch es ist bei weitem nicht so strategisch wie das Kennerspiel „7 Wonders“. Autor und Verlag ist es sehr gut gelungen die Essenz des Kennerspiels in ein starkes Familienspiel zu übertragen. Und das großartige: Es funktioniert zu zweit so gut, wie mit vier oder sieben Leuten, ohne dass die Spieldauer deutlich zunimmt! Was die Spielvorbereitung angeht und die Verpackung hat sich der Verlag richtig Gedanken gemacht. Für die Qualität und die Ausstattung zahle ich dann eben auch einen etwas höheren Preis und es kommt natürlich ziemlich viel Plastik zum Einsatz, aber es sich lohnt sich. Ich kann das „7 Wonders – Architects“ nur empfehlen.

„7Wonders – Architects“
Autor: Antoine Bauza
Verlag: Repros Production / Vertrieb: Asmodee
Für 2 – 7 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 25 Minuten
Preis: 37 Euro

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