Akropolis

© Kobold Spieleverlag/ Gigamic

Eines der beliebtesten Reiseländer der Deutschen ist Griechenland. Das hat die aktuelle Deutsche Tourismusanalyse ergeben. Dort landet Griechenland auf Rang 6 der meistbesuchten Reiseziele. Das Familienspiel „Akropolis“ von Autor Jules Messaud entführt ins Land von Sirtaki, Souvlaki und Sigalas Santorini. Im Spiel von Gigamic, das auf Deutsch beim Kobold Spieleverlag (Vertrieb B-Rex Entertainment) erschienen ist, bauen wir unsere eigene kleine Stadt im Mittelmeer und versuchen damit mehr Punkte einzufahren als alle anderen.

Wie funktioniert es?
Bei „Akropolis“ geht es darum, dass ich mir meine eigene kleine Stadt aufbaue und dabei erfolgreicher bin als alle anderen. Die Stadt wird dabei aus mehreren Sechseckfeldern aufgebaut, von denen immer drei Stück zufällig als ein Plättchen zusammenhängen.

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Wir bekommen schon mal zum Start vier Felder, die auch miteinander verbunden sind. Auf den Feldern gibt es sechs verschiedene Farben, die für unterschiedliche Viertel in der Stadt stehen. Blau sind Wohnhäuser, Gelb sind Märkte, Rot sind Militärgebäude, Lila sind Tempel, Grün sind Parks und Weiß sind Steinbrüche. Jede Farbe, außer Steinbrüche, bringt auf andere Art Siegpunkte.

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Die blauen Viertel der Wohnhäuser sollten zum Beispiel alle aneinanderhängen, je mehr, desto besser. Die gelben Märkte wollen das gerade nicht, sie wollen einzeln sein, um keine Konkurrenz zu haben. Rote Militärgebäude wollen am Rand der Stadt liegen. Lila Tempelviertel wollen dagegen eher in der Mitte liegen, um von anderen Vierteln umgeben zu sein. Meine Aufgabe besteht also darin alle Plättchen mit Viertel so zu platzieren, dass ich möglichst viele dieser Ansprüche erfülle.

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„Akropolis“ läuft so ab, dass zunächst von den Plättchen mit den jeweils drei Sechseckfeldern alle aussortiert werden, die nicht der Anzahl der Leute entspricht, die mitspielen. Diese kommen aus dem Spiel. Die verbliebenen Plättchen werden verdeckt gemischt und daraus werden elf verdeckte Stapel gebildet. Jeder Stapel hat ein Plättchen mehr als Personen mitspielen. Die nun noch übrigen Plättchen werden in eine Reihe gelegt.

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In dieser Reihe liegen zwei Plättchen mehr als Personen mitspielen. Die erste Person wählt ein Plättchen und platziert es in die eigene Stadt, wo es ihr sinnvoll erscheint, dann geht es im Uhrzeigersinn weiter und die Person, die begonnen hat, nimmt noch ein zweites Plättchen. Ein Plättchen bleibt übrig und geht in die nächste Runde. Dieses wird an die erste Stelle der Reihe gelegt, dann wird ein Stapel genommen und die Reihe wird wieder aufgefüllt. Dann wechselt die Person, die sich zuerst ein Plättchen nehmen darf.

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Die Plättchen in der Reihe haben unterschiedliche Kosten, die wir mit Steinen bezahlen. Das erste Plättchen in der Reihe kostet nie etwas, alle anderen kosten dann entsprechend der Position in der Reihe einen Stein mehr. Die Position ändert sich aber mit jedem Plättchen, das genommen wird. So werden die Plättchen immer günstiger. Um von Anfang an bezahlen zu können starten alle schon zu Beginn mit ein paar Steinen.

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Neue Steine bekomme ich, wenn ich Steinbrüche in meiner Stadt überbaue. Ich muss also in die Höhe bauen und das ist nicht nur wegen der Steinbrüche sinnvoll! Denn Wohnhäuser, Märkte und alle anderen Viertel werden wertvoller, wenn sie in der zweiten oder dritten Ebene meiner Stadt liegen.

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Um allerdings überhaupt Siegpunkte zu erhalten, benötige ich noch sogenannte Plazas. Das sind Felder in den fünf Farben (keine Steinbrüche), die einen, zwei oder drei Sterne zeigen. Meine Anzahl der Viertel einer Farbe wird mit der Zahl der Sterne auf den Plazas in der entsprechenden Farbe multipliziert. Dabei ist es egal, wo die Plazas in meiner Stadt liegen. Nach zwölf Runden ist dann Schluss, dann sind die letzten Plättchen genommen und es wird gewertet. Neben den Vierteln in meiner Stadt zählen dann auch die Steine, die ich übrig habe, noch Punkte. Wer in der Summe die meisten Punkte hat, gewinnt.

Einschätzung

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„Akropolis“ ist ein super leicht zu lernendes und extrem eingängiges Spiel. Die Regeln lassen sich in fünf Minuten erklären und dann spielt man einfach los. Weil die Rundenanzahl klar begrenzt ist, spielt es sich auch schnell. Wobei ich schon auch überlegen muss, welches Plättchen ich tatsächlich nehmen sollte und wo ich es in meiner Stadt wie platziere. Dazu muss ich auch mit meinen Steinen haushalten, um mir bei Bedarf ein passendes Plättchen holen zu können. ich baue zwar für mich meine Stadt, sollte aber auch alle anderen im Auge behalten. Das gilt besonders, wenn es um die Plazas geht. Hier sollte ich darauf achten, selbst genug davon zu bekommen und andere daran hindern übermäßig viele Punkte zu holen. Das ist dann auch anspruchsvoll und vor allem reizvoll.

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„Akropolis“ hole ich immer wieder gerne raus und habe Spaß daran, denn jede Partie ist anders. Schön an „Akropolis“ ist, dass ich es sowohl mit Menschen spielen kann, die nur selten spielen, aber auch mit Menschen, die öfter mal zu einem Gesellschaftsspiel greifen. Deshalb wurde es vor zwei Jahren auch auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres gesetzt. Ich habe „Akropolis“ erst im letzten Herbst entdeckt und ich war sofort begeistert. Neben allem anderen hat es auch noch sehr schönes Material und inzwischen gibt es auch eine Erweiterung (Athena), die dem Spiel noch mehr taktische Kniffe verleiht. „Akropolis“ ist wirklich ein sehr empfehlenswertes Spiel, und zwar nicht nur für Leute, die Griechenland mögen.

„Akropolis“
Autor: Jules Messaud
Verlag: Gigamic / Kobold Spieleverlag / Vertrieb: B-Rex Entertainment
Für 1 – 4 Personen
Ab 8 Jahren
Dauer: 25 Minuten
Preis: 30 Euro

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