Animals on Board

© Pegasus Spiele

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Kaum eine andere Geschichte aus der Bibel ist so bekannt und beliebt wie die von Noah und seiner Arche. Kein Wunder also, dass diese Geschichte immer wieder in Filmen und Büchern aufgegriffen wird und auch in Gesellschaftsspielen. Zuletzt im Spiel „Animals on Board“ von eggertspiele. Wobei hier der Kniff darin besteht, dass die Spieler mal nicht die Rolle von Noah übernehmen, sondern gewissermaßen Konkurrenzunternehmen aufmachen.

Wie funktioniert es?
Bei „Animals on Board“ besitzt jeder Spieler im Grunde seine eigene Arche, auf die er versucht möglichst viele Tiere zu bekommen. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass Tierpaare am Ende Minuspunkte einbringen. Denn die Tierpaare hat schon Noah für sich beansprucht. Ziel muss es also sein, möglichst punkteträchtige Einzeltiere zu ergattern. Die Einzeltiere jeder Art haben Werte zwischen einem und fünf Punkten. Dabei haben die Tierbabys der jeweiligen Art den geringsten Punktewert. Mit der Größe des Tiers steigt auch der Wert. Besser ist es aber eine möglichst große Herde einer Tierart aufs Schiff zu bekommen. Für Herden ab drei Tieren gibt es nämlich fünf Siegpunkte pro Tier. Bei einer maximalen Größe von fünf Tieren springen dann satte 25 Punkte raus. Endlos Platz ist auf den Ersatzarchen allerdings nicht. Maximal zehn Plätze sind zu haben und damit können am Ende auch nur zehn Tiere in die Wertung kommen. Doch so einfach bekommt man die Tiere leider auch nicht auf sein Schiff. Denn Löwen, Zebras, Füchse, Pandas und Gorillas kommen nicht als fein säuberlich getrennte Herden daher, sondern erscheinen wild durcheinander als große Gruppe. Die Größe dieser Gruppe ist abhängig von der Spieleranzahl. Noch dazu kommen nicht alle gleichzeitig, sondern die meisten Tiere erscheinen erst im Laufe der Partie auf der Bildfläche. Sie warten in verdeckten Nachziehstapeln auf ihren Einsatz. Aus der einen großen Gruppe müssen die Spieler erst einmal kleinere Gruppen bilden. Wer am Zug ist, darf eine bestehende Gruppe beliebig in zwei kleinere Gruppen teilen. Für diese Gruppenteilung erhält der Spieler einen Futterkorb. Diese Körbe sind auch dringend notwendig. Denn für jedes Tier, das ein Spieler später auf sein Boot holen will, muss er einen Futterkorb abgeben. Hat ein Spieler sich dafür entscheiden Tiere auf sein Boot zu holen, gibt er entsprechend viel Körbe ab und ist damit aus dieser Runde ausgestiegen. Wenn alle Spieler in dieser Runde Tiere auf ihr Boot geholt haben, endet die Runde. Übriggebliebene Tiere werden wieder zu einer großen Gruppe zusammengelegt und diese Gruppe wird wieder auf die anfängliche Größe von den Nachziehstapeln ergänzt. Dann beginnt die nächste Runde, die im gleichen Stil abläuft. Das Spiel endet, sobald ein Spieler mindestens zehn Plätze auf seinem Schiff besetzt hat. Dann wird abgerechnet und geschaut, wer die meisten Punkte auf sein Schiff bringen konnte.

© Pegasus Spiele

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Einschätzung
„Animals on Board“ ist nicht kompliziert und doch erfordert es immer wieder knifflige Entscheidungen. Wie taktiere ich beim Teilen der jeweiligen Gruppe, um selbst am meisten davon zu haben und ohne den anderen in die Hände zu spielen? Dazu sollte man aufmerksam sein und mitbekommen, welche Tiere sich die Mitspieler aufs Schiff geholt haben. Welche Gruppe lohnt es sich überhaupt aufzunehmen? Dabei gehört auch eine Portion Glück dazu, denn es kommen nie alle Tiere ins Spiel. Habe ich auf die Tiger gesetzt und davon lässt sich kein weiterer blicken, dann schaue ich in die Röhre. Denn Tiere können nicht einfach wieder von Board geschmissen werden. Das ist gerade dann besonders unglücklich, wenn ich ein Tierpaar auf dem Schiff habe und partout kein drittes Tier dieser Art erscheinen will. Dazu kommt noch der Faktor, dass ich mir auch über die Futterbeschaffung Gedanken machen muss. Das bringt manche Herausforderung mit sich. „Animals on Board“ hat ein starkes Thema, es ist kurzweilig und witzig umgesetzt und dazu kommt noch das ansprechend gestaltete Spielmaterial. Die Illustration ist super gelungen. Es darf diskutiert werden, welche Tierart das süßeste Tierbaby hat. Das alles macht „Animals on Board“ zu einem wirklich empfehlenswerten Familienspiel. Die Jury für das Spiel des Jahres hat das genauso gesehen und das Spiel mit auf ihre Empfehlungsliste für dieses Jahr gesetzt.

„Animals on Board“
Autor: Ralf zur Linde
Verlag: eggertspiele / Vertrieb: Pegasus Spiele
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

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