Bermuda Pirates

© Hutter Trade

Das Bermuda-Dreieck ist berühmt und berüchtigt. Gehen hier doch angeblich besonders viele Schiffe unter. Und dabei sind auf einer Insel mitten im Bermuda-Dreieck kostbare Edelsteine zu finden. Jedenfalls im Spiel „Bermuda Pirates“, das bei HUCH! erschienen ist. Diese Edelsteine gilt es zu holen. Ein Spiel mit Sogwirkung!

Wie funktioniert es?

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Vor den Spielern liegt das Bermuda-Dreieck, das paradoxerweise dennoch als quadratischer Spielplan daher kommt. Zu sehen sind darauf vier Inseln in den Ecken. Je eine ist die Heimatinsel eines Spielers, der von dort mit seinem Boot in See sticht. In der Mitte des Spielplans befindet sich ebenfalls eine Insel. Dort liegen Edelsteine in vier verschiedenen Farben. Jeder Spieler versucht als erster einen Edelstein in jeder Farbe auf seine Heimatinsel zu bringen. Doch leichter gesagt als getan. Zwischen den Heimatinseln und der Schatzinsel in der Mitte erstreckt sich das Meer. Einige Hindernisse sind zu sehen, die es zu umschiffen gilt. Andere Hindernisse sind dagegen unsichtbar.

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Das sind die gefürchteten Strudel des Bermuda-Dreiecks. Sie ziehen die Boote der Spieler nach unten und bremsen sie abrupt ab. Denn unter dem Spielplan sind Magnete versteckt, die die Boote, in deren Bug sich ebenfalls ein Magnet befindet, plötzlich stoppen. Ist ein Spieler am Zug, so darf er sein Boot so lange anschubsen, bis er entweder einen oder mehrere Edelsteine auf seine Heimatinsel gebracht hat oder er an einem Strudel oder einem anderen Hindernis hängen bleibt. In letzteren beiden Fällen ist der Zug des Spielers sofort beendet und er muss sein Boot wieder auf seine Heimatinsel stellen. Dann ist der nächste Spieler am Zug. Damit sich die Spieler nun besser merken können, wo sich die unsichtbaren Strudel im Wasser befinden, kann jeder Spieler insgesamt bis zu drei Bojen auf Stellen mit Strudel setzen.

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In weiteren Zügen gilt es diese Strudel möglichst zu umschiffen. Hat ein Spieler einen Edelstein an Bord, so wird dieser durch das Fahren in einen Strudel von Bord geschleudert. Je nachdem, wo der Edelstein landet, kommt er zurück auf die Schatzinsel, bleibt im Meer liegen oder, mit viel Glück, bleibt auf der Heimatinsel des Spielers. Edelsteine, die sich im Wasser befinden können ebenfalls von Spielern aufgesammelt werden. Wer zuerst vier Edelsteine mit jeweils unterschiedlicher Farbe auf seiner Heimatinsel hat gewinnt, wobei eine angefangene Runde noch zu Ende gespielt wird.

Einschätzung
„Bermuda Pirates“ ist ein Spiel, das Spaß macht. Wir haben jedenfalls am Tisch gesessen und lauthals gelacht, wenn die Edelsteine im hohen Bogen vom Boot geflogen sind. Oder wenn jemand schon wieder an einem Strudel hängen geblieben ist.

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Dabei war es (fast) egal, ob es das Boot eines Mitspielers oder das eigene Boot getroffen hat. Das Spiel lebt von dieser Spannung und der lockeren Stimmung. „Bermuda Pirates“ hat da eine Schwäche, wenn jemand sofort einen leichten Weg zur Schatzinsel findet und dann einfach alle vier Edelsteine abräumt und gewinnt. Aber der Spielplan ist sehr variabel und so müssen bei jeder Partie neue Wege erkundet werden. Das sorgt für Abwechslung. Das Material ist super; es  sieht gut aus und das Spiel hat einfach eine pfiffige Idee. Es ist eindeutig ein Familienspiel und zwar auch schon mit jüngeren Kindern, so ab sechs Jahren. Die haben da besonders ihren Spaß. Erwachsene werden dagegen wohl eher keine Freude an „Bermuda Pirates“ haben, es sei denn, sie haben sich ein kindliches Gemüt bewahrt. Für Kinder und Familien kann das Spiel aber durchaus eine Sogwirkung entwickeln, weil der Spaß und das haptische Element im Vordergrund stehen. Dadurch wird man ins Spiel hineingezogen, wie in einen Strudel. Das passt!

„Bermuda Pirates“
Autor: Jeppe Norsker
Verlag: HUCH!
Für 2 – 4 Spieler
Ab 7 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: 30 Euro

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