City of Rome

© Abacus Spiele

Rom ist mit Sicherheit eine der faszinierendsten Städte der Welt. Die Geschichte der italienischen Hauptstadt ist geprägt von den Römern, die von hier aus ein Weltreich aufgebaut haben. Immer wieder wurde Rom nach seiner sagenhaften Gründung im Jahr 753 v.Chr. erweitert und neu gestaltet. Das ist Thema bei „City of Rome“, das bei Abacus Spiele erschienen ist. Dort gestalten die Spieler einen Stadtteil Roms neu.

Wie funktioniert es?
Um unseren neuen Stadtteil Roms zu bauen, haben wir quadratische Karten mit Gebäuden, von denen wir in jeder von insgesamt nur 14 Runden eine Karte spielen dürfen. Auf jeder Karte findet sich einer von fünf möglichen Gebäudetypen. Es gibt Wohnhäuser in drei verschiedenen Kategorien, öffentliche Gebäude in vier verschiedenen Farben und Funktionen, Produktionsgebäude, Aquädukte und Tempel. Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler bereits ein Wohnhaus und ein Produktionsgebäude, die er nebeneinander offen vor sich auslegt. Sie bilden den Grundstock der maximal 16 Gebäude, die in einem Stadtteil vorhanden sein können. Und auch die Anordnung dieser 16 Gebäude ist klar geregelt. Horizontal und vertikal dürfen maximal vier Gebäude nebeneinander liegen. So entsteht am Ende ein Raster von 4 x 4 Gebäuden. Zu Beginn erhält jeder Spieler zudem noch zufällig ein Gebäude auf die Hand und fünf Geld Startkapital. Dann kann der Wettstreit der Baumeister losgehen. Zwischen den Spielern liegt eine Setzleiste an deren einem Ende sich der Kaiser niedergelassen hat.

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Auf der Setzleiste sind verteilt auf fünf Felder zwei Zahnräder und drei Ziegelsteine zu sehen. Beginnend beim Startspieler und dann im Uhrzeigersinn folgend setzt jeder Spieler seinen Baumeister auf eines der Felder ein. Haben alle Spieler ihren Baumeister gesetzt. Beginnt die Bau und Aktionsphase. Der Spieler, dessen Baumeister am nächsten zum Kaiser steht darf als erster ein Gebäude aus der offenen Auslage wählen. Die Auslage wird von vier Kartenstapeln bestückt. Die jeweils oberste Karte des verdeckten Stapels wir aufgedeckt und vor den betreffenden Stapel gelegt.

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Das gewählte Gebäude nimmt der Spieler auf die Hand. Nun kann er eines der zwei Gebäude, die er jetzt auf der Hand hat bauen. Dazu benötigt er Ziegelsteine. Die Baukosten der Gebäude liegen zwischen einem und drei Ziegelsteinen. Nun kommt das Problem: hat ein Spieler ein Feld auf der Setzleiste gewählt, das nahe am Kaiser ist, so hatte er zwar die erste Wahl bei den Gebäudekarten, aber ihm stehen nur wenige Rohstoffe zur Verfügung. Denn nicht verwendete Rohstoffe aus früheren Runden können nicht mit in die nächste Runde genommen werden. Gegen einen entsprechenden Obolus können Spieler aber Rohstoffe dazukaufen, sowohl Ziegelsteine als auch Zahnräder, die für die Produktion benötigt werden. Hat ein Spieler genug Ziegelsteine beisammen, kann er das entsprechende Gebäude in seinen Stadtteil bauen und zwar immer angrenzend an ein schon existierendes Gebäude.

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Hat er Produktionsgebäude in seinem Stadtteil und zwei Zahnräder zur Verfügung, so kann er alle Produktionsgebäude in seinem Stadtteil aktivieren. Dies kann er auch vor dem Bau eines Gebäudes machen. Dann ist der nächste Spieler am Zug. Das ist der Spieler, dessen Baumeister die nächste Position auf der Setzleiste innehat. Haben alle Spieler ihren Zug beendet. Wird die Setzleiste ausgetauscht. Die Verteilung der Felder mit Zahnrädern und Ziegelsteinen auf der Setzleiste ändert sich so nach jeder Runde. Dann wechselt auch der Startspieler. Nach 14 Runden endet das Spiel. Punkte gibt es nun für Aquädukte, und Tempel und für Wohngebäude, wenn sie sich neben öffentlichen Gebäuden befinden. Außerdem bringen auch Geld und Sterne, die von bestimmten Gebäuden geliefert werden, Punkte ein. Wer Wohnblocks geschickt neben öffentliche Gebäude setzt und außerdem noch viele Aquädukte baut und Tempel errichtet, der hat gute Chancen am Ende als Sieger diesen Wettstreit der Baumeister zu beenden.

Einschätzung
„City of Rome“ hat eine schöne Leichtigkeit und eine angenehme Komplexität. Die Spielregeln und die Abläufe im Spiel sind eindeutig und gradlinig und deshalb schnell verstanden und verinnerlicht. Die 14 Runden des Spiels laufen zwar immer gleich ab, trotzdem ist es aber keinesfalls eintönig. Im Gegenteil: Es ist möglich verschiedene Strategien zu verfolgen. So kann es gewinnbringend sein, viele wertvolle Wohnhäuser zu haben und ihren Wert entsprechend mit öffentlichen Gebäuden zu multiplizieren. Auch ist es möglich über viele Tempel zum Erfolg zu kommen, wenn es denn die richtigen sind. Auch eine Strategie mit vielen Produktionsstätten kann funktionieren und natürlich sind die Aquädukte nicht zu verachten. Auch eine Mischung aus verschiedenen Elementen kann gewinnbringend sein.

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Welche Strategie sinnvoll oder überhaupt nur möglich ist, zeigt sich im Laufe des Spiels. Denn welche Gebäude ich als Spieler überhaupt bekomme ist zu großen Teilen dem Zufall überlassen. Deshalb heißt es auch taktisch flexibel zu reagieren. So kommen beispielsweise nie alle Bauwerke ins Spiel und manchmal wird einem das ersehnte Aquädukt vor der Nase weggeschnappt. Denn auch der eigentlich clevere Setzmechanismus, der mir sehr gut gefällt, verpufft manchmal wirkungslos. Bin ich als Startspieler in der Position als erster meinen Baumeister setzen zu dürfen, befinden sich möglicherweise in der Auslage nur Wohngebäude, die mir nicht helfen. Und wenn es attraktive Gebäude geben würde, sitze ich hinten und kann erst als letzter meinen Baumeister platzieren und muss nehmen, was mir meine Mitspieler übrig lassen. Doch generell hat mir „City of Rome“ gerade wegen des Setzmechanismus sehr gut gefallen und auch wegen seiner Schlankheit und Gradlinigkeit. Dazu trägt auch das Material bei, das auf das Nötigste begrenzt ist; das macht das Spiel übersichtlich. Ebenso setzen die vorgegebenen 14 Runden des Spiels einen zeitlich überschaubaren Rahmen. Insgesamt ist „City of Rome“ ein solides, rundes und gelungenes Familienspiel.

„City of Rome“
Autor: Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert
Verlag: Abacus Spiele
Für 2 – 4 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 60 Minuten
Preis: 25 Euro

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