Click a Tree

© Skellig Games

Gesellschaftsspiele sind ein schönes Hobby. Doch dieses Hobby hat einen Preis und damit meine ich nicht den, der auf der Spieleschachtel steht. Denn Spiele werden aus Papier und Pappe hergestellt. Und beides sind Produkte für die Bäume gefällt werden müssen. So gibt es vermehrt den Ansatz recyceltes Material bei der Produktion von Spielen einzusetzen. Eine andere Idee hatte Spieleautor Uwe Rosenberg. 2022 hat er in Kooperation mit dem Unternehmen „Click a Tree“ ein Aufforstungsprojekt in Ghana begonnen, finanziert von deutschen Spieleverlagen. Nun ist bei Skellig Games das Spiel zum Projekt erschienen mit der Illustration von Roman Kucharski. Hier pflanzen wir Bäume.

Wie funktioniert es?

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Bei „Click a Tree“ geht es um das Ernten von Früchten. Durch das Auslegen von Landschaftsplättchen, die verschiedene Bäume und Früchte zeigen und durch das Anlegen von Ernteplättchen an diese Landschaftsplättchen, ernte ich die abgebildeten Früchte und bewege entsprechend Fruchtmarker auf meinem persönlichen Tableau und versuche so möglichst als erster eine Siegbedingung zu erfüllen. Das ist die Grundidee von „Click a Tree“.

Das Spielprinzip ist dabei im Grunde sehr einfach und eingängig. Es gibt eine zentrale kreisrunde Auslage mit sieben Aussparungen. In diesen Aussparungen liegen immer sieben Landschaftsplättchen, die Bäume und Früchte zeigen. Zwischen den Aussparungen befinden sich sieben große Scheiben, die für unterschiedliche Früchte stehen. Auf meinem persönlichen Tableau habe ich diese Fruchtscheiben ebenfalls nur in einer kleineren Version. Auf meinem Tableau liegen sie nebeneinander auf einem Startfeld.

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Ich nehme mir immer zwei benachbarte Landschaftsplättchen aus der Auslage.

Ich zahle dann mit der Frucht, die zwischen den Plättchen liegt, indem ich diese Frucht auf meinem Tableau ein Feld nach unten ziehe. Ich lege die beiden Landschaftsplättchen dann vor mich in meine persönliche Auslage.

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Wo ich schon mit einem zufälligen Landschaftsplättchen starte. Dabei müssen die neuen Landschaftsplättchen an bereits ausliegende Landschaftsplättchen oder Ernteplättchen angelegt werden. Dadurch kann es schon zu einer Ernte kommen.

 

 

Habe ich die Landschaftsplättchen angelegt, lege ich ein Ernteplättchen an. Davon habe ich immer zwei zur Auswahl. Die Ernteplättchen

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zeigen zwei bis vier Sicheln. Habe ich ein Ernteplättchen angelegt und Sicheln berühren Landschaftsplättchen, ernte ich entsprechende Früchte von den angrenzenden Landschaftsplättchen.

Was bedeutet, dass dadurch meine kleinen Fruchtmarker auf meinem persönlichen Tableau nach oben wandern. Doch leider ist der Weg nach oben auf meinem Tableau versperrt. Dort liegen Streifen im Weg. Die bekomme ich weg, wenn ich die darauf abgebildeten Bedingungen erfülle.

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Zum Beispiel, dass ich drei gleiche Bäume als Dreieck in meiner Auslage liegen habe oder ich habe zwei Ernteplättchen nebeneinander. Wenn der Weg freigeräumt ist, können meine Fruchtmarker nach oben wandern. Gleichzeitig kann ich auch dafür sorgen, dass meine Gewinnbedingungen einfacher werden.

Zu Beginn habe ich auf meinem Tableau drei Zahlenmarker mit den Werten fünf, sechs und sieben an bestimmte Zeilen auf meinem Tableau gelegt. Diese Zahlenmarker kann ich in Richtung meiner Fruchtmarker bewegen, und zwar wenn ich Ernteplättchen komplett erfülle, das heißt, dass dort keine Sichel mehr frei ist. Wenn ich mit der passenden Anzahl an Fruchtmarkern den entsprechenden Zahlenmarker überschreite, wird das Spielende eingeläutet. Bleibe ich bis zum Ende die einzige Person, die das geschafft hat, habe ich gewonnen, ansonsten entscheiden die Positionen der Fruchtmarker, wer gewinnt.

Einschätzung

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Die Regeln von „Click a Tree“ sind leicht zu verstehen und eingängig. Und dennoch hat das Spiel eine große strategische und taktische Vielfalt, weil es eben mehrere Wege zum Erfolg gibt. Ich kann versuchen wenige Fruchtmarker weit nach oben zu bringen oder viele Fruchtmarker nur ein wenig. Je nachdem wofür ich mich entscheide, erfordert das dann jeweils unterschiedliche Vorgehensweisen. Ein wenig Glück brauche ich auch, denn, was da in er Auslage in der Mitte liegt, das muss eben auch zu meiner Strategie passen.

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Wenn nicht, muss ich eben taktisch die richtigen Entscheidungen treffen, um meine Strategie weiter verfolgen zu können. Das Material ist sehr gut und hochwertig.

Besonders mit zwei Personen spielt sich „Click a Tree“ sehr flott. Bei vier Leuten kann es dauern, aber ist immer noch in einer Stunde zu schaffen.
Das Besondere an „Click a Tree“ ist, dass es mit einem Aufforstungsprojekt in Ghana verknüpft ist. Das Projekt heißt „Board Game Road“ und es wird durch das Unternehmen Click a Tree in Ghana umgesetzt. Unterstützt wird das alles durch 19 deutsche Spieleverlage, zu denen auch Skellig Games gehört, wo „Click a Tree“ erschienen ist. Inzwischen konnten über 9.000 Bäume gepflanzt werden. Ich finde es eine geniale Idee, das alles in einem Spiel zu verbinden. Daneben ist „Click a Tree“ ein sehr gelungenes Familienspiel, das mich rundum überzeugen konnte.

„Click a Tree“
Autor: Uwe Rosenberg
Illustration: Roman Kucharski
Verlag: Skellig Games
Für 1 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 – 60 Minuten
Preis: 40 Euro

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