Cool Runnings

© Ravensburger

Wer den Namen „Cool Runnings“ hört, der denkt wahrscheinlich so wie ich zunächst an den Film von 1993 über die erste jamaikanische Bobmannschaft, die bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary an den Start ging. Doch „Cool Runnings“ heißt auch ein Spiel von Ravensburger, bei dem es nicht ums Bobfahren, die Olympischen Spiele oder Jamaika geht, dafür aber um ein Wettrennen mit Eiswürfeln. Die werden gewöhnlich in Gesellschaftsspielen nicht häufig verwendet. Hier aber spielen sie die zentrale Rolle.

Wie funktioniert es?
Ziel von „Cool Runnings“ ist es eine Rennstrecke zurückzulegen und mit dem eigenen Eiswürfel als erster die Ziellinie zu überqueren, bevor er geschmolzen ist. Die Mitspieler wollen das natürlich verhindern. Die Strecke, die die Spieler mit ihren Eiswürfeln zurücklegen müssen, wird aus fünf Spielplanteilen zufällig zusammengelegt und in die Tischmitte gelegt. Wichtig für das Vorankommen mit dem eigenen Eiswürfel und dem Schmelzen von fremden Eiswürfeln sind Karten.

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Von denen zieht jeder Spieler vier Stück auf die Hand und zeigt sie nicht den Mitspielern. Wenn ein Spieler am Zug ist, kann er eine seiner Karten ausspielen und muss sich gleichzeitig entscheiden, wie er sie verwenden will. Jede Karte hat einen Zahlenwert. Der kann positiv oder auch negativ sein. Um diesen Wert darf der aktive Spieler einen beliebigen Eiswürfel auf der Wegstrecke vorwärts – bei einem positiven Wert -oder auch rückwärts – bei einem negativen Wert – ziehen. Das muss also nicht der eigene Eiswürfel des aktiven Spielers sein. Auf dem Weg gibt es unterschiedliche Sonderfelder. Sie befördern zum Beispiel einen Eiswürfel zusätzlich weiter nach vorne oder noch weiter nach hinten. Es gibt Felder, auf denen Eiswürfel sicher sind und wiederum andere, auf denen den Eiswürfeln Gefahr droht; das sind Lavafelder. Denn die Karten bewegen nicht nur die Eiswürfel auf der Strecke. sie können auch noch verwendet werden, um Eiswürfel anzugreifen. Denn es gibt mehrere Möglichkeiten, um den Eiswürfel eines Mitspielers zu schmelzen.

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Wenn ein Spieler am Zug ist, kann er auch darauf verzichten mit der ausgespielten Karte einen Eiswürfel zu bewegen. Er kann sie vielmehr dafür verwenden einen gegnerischen Eiswürfel anzugreifen. Die gespielte Karte gibt vor, welche Form dieser Angriff hat. Das ist auf einem Bild auf der Karte zu sehen. So kann der Eiswürfel in die Hand genommen oder angehaucht werden. Auch ein Wasserbad für den Würfel ist möglich oder er kann mit Salz bestreut werden. Das kann auch passieren, wenn ein Eiswürfel auf ein Lavafeld kommt. Dann wird die oberste Karte vom Stapel aufgedeckt und das, was die Karte vorgibt, ausgeführt. Danach geht es ganz normal weiter. Bei einem Angriff auf den Eiswürfel eines Spieler durch einen Mitspieler, kann der angegriffene Spieler den Angriff auch umlenken, wenn er eine Karte hat, die das gleiche Bild hat, wie die Karte, mit der er angegriffen wurde. Das umlenken geht aber nicht auf den Lavafeldern. Am Ende gewinnt der Spieler, der zuerst seinen noch intakten Eiswürfel über die Ziellinie bekommt.

Einschätzung

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Die Regeln von „Cool Runnings“ sind schnell erklärt und nicht kompliziert. Als Spieler muss ich mich eben immer nur entscheiden, was ich mit der Karte anfangen will, die ich ausspiele. Will ich eher selbst nach vorne kommen oder andere daran hindern? Oder will ich versuchen, möglichst Eiswürfel zu schmelzen. Das kann aber auch nach hinten losgehen. Es ist also auch ein Stück weit spannend. „Cool Runnings“ ist ein Spiel, das in der richtigen Zusammensetzung auch richtig viel Spaß macht. Und um den geht es hier. Natürlich geht es auch ums Gewinnen, aber das rückt eindeutig in den Hintergrund. Der Spaß steht im Vordergrund. Ein Familienspiel für heiße Sommertage mit schönem Material. Schade nur, dass die Karten nicht Wasserabweisend sind. Die Spielplanteile sind es nämlich. Und nass wird bei „Cool Runnings“ ziemlich viel.

„Cool Runnings“
Autor: Olivier Mahy
Verlag: Ravensburger
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: 20 Euro

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