Cornwall

© Schmidt Spiele

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Englandkennern ist Cornwall als Grafschaft im äußersten Südwesten Englands bekannt. Die Halbinsel, umgeben an drei Seiten vom Meer, wird durch die steile und schroffe Küstenlinie geprägt. Herausragend an Cornwall sind die schönen Gärten, die durch das mediterrane Klima begünstigt werden. Nun gibt es auch ein Spiel mit dem Namen „Cornwall“, bei dem man die Grafschaft noch auf eine andere Weise kennenlernt.

Wie funktioniert es?
„Cornwall“ ist ein Legespiel, bei dem es darum geht, zufällig gezogene Landschaftsplättchen möglichst gewinnbringend an die schon bestehende Landschaft anzulegen. So entsteht nach und nach eine immer größere Landschaftsfläche. Ist ein Spieler am Zug, so muss er vom verdeckten Nachziehstapel ein Landschaftsplättchen ziehen. Jedes Plättchen besteht aus drei Gebieten, die zwei bis drei verschiedene Landschaften zeigen. Das können Wiesen, Wälder, Berge, Dörfer und Moore sein. Nun muss der Spieler das neue Landschaftsplättchen nach bestimmten Legeregeln, die seine Möglichkeiten einschränken, an die schon bestehende Landschaft anlegen. Wenn es gut läuft, passen zwei oder sogar drei Landschaftsformen zusammen, so dass schon bestehende Gebiete erweitert werden. Dafür gibt es Geld. Das ist wichtig, um eigene Spielfiguren auf Gebiete einsetzen zu können. Am Ende des Zuges können nämlich unter Umständen abgeschlossene Gebiete gewertet werden. Das geschieht dann, wenn an das Gebiet ein Cottage mit angelegt wurde oder ein Gebiet nicht mehr erweitert werden kann. Moore sind von diesen Wertungen jedoch ausgenommen. Sie werden erst am Spielende gewertet. Siegpunkte bekommt ein Spieler für ein gewertetes Gebiet aber nur, wenn er mindestens eine eigene Arbeiterfigur in das entsprechende Gebiet eingesetzt hat. Das kostet eben Geld. Je mehr Arbeiter sich in dem Gebiet schon befinden, umso teurer wird es. Und dann entscheidet die Mehrheit. Dabei haben die Arbeiter unterschiedliche Wertigkeiten. Wie viele Siegpunkte ein Gebiet einbringt, ist abhängig von seiner Größe und ob die Flagge Cornwalls auf dem Gebiet vertreten ist. Nach getaner Arbeit – also einer vollzogenen Wertung – geht es für die Spielfiguren erst einmal in den Pub. Für eine Münze können die eigenen Figuren schon im nächsten eigenen Zug wieder aktiviert werden. Das Spiel endet, wenn das letzte Landschaftsplättchen vom Nachziehstapel angelegt wurde. Dann erfolgt noch eine letzte Wertung aller Gebiete, die noch nicht gewertete wurden und auch der Moore. Wer jetzt die meisten Punkte hat, gewinnt. Bei Gleichstand entscheidet das Geld.

Einschätzung
„Cornwall“ ist ein rundes und sehr schönes Legespiel für die gesamte Familie. Die Regeln sind sehr gut und anschaulich erklärt. Und obwohl sich die Menge der Regeln in Grenzen hält, ist „Cornwall“ dennoch abwechslungsreich. „Cornwall“ ist taktisch herausfordernd, wenn es um das Anlegen der Plättchen und Einsetzen der Figuren geht. Das Geldmanagement ist zudem wichtig. Aber alles bleibt im angenehmen und überschaubaren Rahmen. Das gilt auch für die Spieldauer. Die Nähe zur Mutter aller Legespiele mit Landschaftsplättchen und Gebietswertungen „Carcassonne“ ist unbestritten gegeben. Und dennoch hat „Cornwall“ Elemente, die ihm noch einen eigenen Dreh geben und so hat „Cornwall“ seinen ganz eigenen Reiz.

„Cornwall“
Autor: Johannes Schmidauer-König
Verlag: Schmidt Spiele
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

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