Dragon Market

© Piatnik

Vor allem in Thailand sind schwimmende Märkte eine Attraktion für Touristen. Es gibt sie aber auch in anderen ostasiatischen Ländern; etwa in Vietnam oder Indonesien. Dabei befinden sich die angebotenen Waren auf Booten. Die Händler fahren mit ihren Booten auf Flüssen auf und ab und bewegen so ihre Ware von einem Ort zum anderen. Um so einen schwimmenden Markt geht es auch im Spiel „Dragon Market“ von Marco Teubner.

 

 

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Wie funktioniert es?
Bei „Dragon Market“ müssen Geschenke für die Hochzeit der Prinzessin Xue besorgt werden. Das ist die Aufgabe der Spieler. Die Geschenke liegen auf den Booten des „Dragon Market“, einem schwimmenden Markt. Jeweils zwei Geschenke finden sich in doppelter Ausführung auf jedem Boot. Zehn dieser schwimmenden Marktstände sind vorhanden. Die Wasserfläche des Marktes ist in quadratische Felder eingeteilt. Die Boote können horizontal oder vertikal auf der Wasserfläche bewegt werden. Jeder Spieler startet von seinem eigenen Steg in einer Ecke der Wasserfläche. Zu Beginn erhält jeder zunächst eine Auftragskarte mit vier Gegenständen, die er besorgen muss. Diese Karte legt er offen vor sich ab.

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Zwei Würfel bestimmen wie viele Bewegungspunkte ein Spieler in seinem jeweiligen Zug hat. Die Bewegungspunkte kann der Spieler nutzen, um seine Spielfigur zu ziehen oder um Boote zu bewegen. So kann der Spieler mit seiner Figur von Boot zu Boot springen oder seine Figur fahren lassen und so die Geschenke einsammeln, die auf seiner Karte stehen. Hat ein Spieler alle geforderten Geschenke eingesammelt und ist wieder zu seinem Steg zurückgekehrt, erhält er nun eine zweite Auftragskarte. Wer es zuerst schafft auch die zweite Auftragskarte komplett zu erfüllen und wieder am eigenen Steg angekommen ist, der hat gewonnen.

 

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Einschätzung
So einfach, wie sich die Anleitung von „Dragon Market“ liest, so einfach ist das Spiel auch. Die Regeln sind sehr schnell erklärt und die Abläufe sind wirklich nicht kompliziert. Und gleichzeitig ist „Dragon Market“ auch wieder nicht einfach. Das liegt vor allem an den Mitspielern. Das Problem ist nämlich, dass ich die Geschenke in einem einzigen Zug nicht alle besorgen kann und die anderen Spieler, wenn sie dran sind, die Boote dahin bewegen, wo sie sie brauchen. Oder Spieler können auch bewusst den Weg für andere Spieler bis zu einem gewissen Grad versperren. Also kann ich meine Züge nur schwer planen, sondern muss mich sehr flexibel auf die jeweils veränderten Gegebenheiten einstellen. Das Würfelglück spielt bei „Dragon Market“ übrigens keine große Rolle, da mit den Würfeln nur Ergebnisse zwischen sechs und acht Schritten erzielt werden können. Dass sich Spieler Bewegungspunkte für einen späteren Zug aufheben können, ist durchaus ein weiterer taktischer Aspekt.

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Für Spieler, die es noch anspruchsvoller wollen, gibt es eine Variante. Von der Spielanlage her erinnert „Dragon Market“ an „Das verrückte Labyrinth“ oder auch „Rush Hour“, wo durch das Verschieben von Elementen Ziele erreicht werden, bzw. Wege eröffnet werden. Insgesamt hat mir „Dragon Market“ ausgesprochen gut gefallen. Dazu haben auch die sehr ansehnliche Aufmachung und das tolle Material beigetragen; das passt zudem exakt in die Spieleschachtel. Da ist alles durchdacht. „Dragon Market“ ist ein einfaches und dennoch sehr gutes, cleveres und kurzweiliges Familienspiel, das ich selbst gerne spiele und nur empfehlen kann.

„Dragon Market“
Autor: Marco Teubner
Verlag: Piatnik
Für 2 – 4 Spieler
Ab 7 Jahren
Dauer: 45 Minuten
Preis: 30 Euro

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