Escape – Der Fluch des Tempels

Es wirkt schon ein wenig seltsam, wenn ein Spiel als „Echtzeit-Würfelspiel“ bezeichnet wird. Denn würfelt man nicht bei jedem Spiel in „Echtzeit“? Und doch macht die Bezeichnung für „Escape – Der Fluch des Tempels“ Sinn. Bei „Escape“ sind die Spieler ein Team von Abenteurern, die in einem Tempel eingeschlossen sind. Und dieser Tempel droht einzustürzen! Innerhalb von zehn Minuten müssen es alle schaffen, den Tempel zu verlassen.

Wie funktioniert es?
„Escape“ ist also ein kooperatives Echtzeit-Würfelspiel. Das heißt, es wird nicht in Spielrunden gespielt, sondern jeder Spieler hat eine bestimmte Anzahl von Würfeln. Mit denen würfelt jeder Spieler in einer festgelegten Zeit so oft wie möglich, um bestimmte Symbole oder Symbolkombinationen zu erreichen. Dabei gibt es das grüne Symbol des Abenteurers, eine rote Fackel, einen blauen Schlüssel, eine gelbe Maske und eine schwarze Maske. Würfelt man eine schwarze Maske darf man diesen Würfel nicht weiter benutzen. Erst, wenn man mit einem anderen Würfel eine gelbe Maske würfelt, darf man bis zu zwei schwarze Masken wieder verwenden.

Der Spielplan besteht aus einzelnen quadratischen Feldern, auf denen die verschiedenen Räume des Tempels abgebildet sind. Jedes dieser Felder hat mehrere Symbole, die teilweise denen auf den Würfeln entsprechen. Zum einen zeigen die Symbole an, welche Kombination man würfeln muss, um den Raum betreten zu dürfen, zum anderen befinden sich in einigen Räumen Stellen, an denen Steine aktiviert werden können, indem man eine bestimmte Anzahl von Schlüsseln oder Fackeln würfelt. Je mehr Steine gesammelt werden, desto leichter ist es am Schluss, den Tempel zu verlassen. Hier kommt das kooperative Element zur Geltung: Um in einem Raum drei Steine zu aktivieren, müssen z.B. zehn Fackeln gewürfelt werden. Da ein einzelner Spieler maximal fünf Würfel zur Verfügung hat, ist das alleine nicht zu schaffen. Außerdem können Spieler im selben Raum bei entsprechendem Würfelergebnis schwarze Masken des Mitspielers auslösen. Innerhalb von zehn Minuten müssen also so viele Steine wie möglich aktiviert und so viele Räume wie möglich aufgedeckt werden, um den Ausgang zu finden. Während des Spiels läuft ein Soundtrack ab, der die Spieler in die spannende Atmosphäre des Tempel-Abenteuers eintauchen lässt. Dabei gibt es mehrfach Countdowns. Hier gilt es für alle Spieler, sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. Wenn nur ein Spieler es am Ende nicht schafft, den Tempel rechtzeitig zu verlassen haben alle verloren.

Einschätzung
„Escape – Der Fluch des Tempels“ ist ein äußerst spannendes und schnelles Spiel für Zwischendurch oder für einen ganzen Spieleabend. Vor allem, wenn einen der Ehrgeiz gepackt hat und das Team seine Strategie verbessern will, um rechtzeitig aus dem Tempel zu entkommen. Dann hat das Spiel durchaus Suchtcharakter. Das Spielmaterial ist sehr hochwertig und schön gestaltet. Zudem bietet die mitgelieferte CD zwei unterschiedliche Soundtracks, wodurch Abwechslung gegeben ist, und eine Audio-Schnellanleitung, welche die Grundregeln des Spiels kurz und knapp zusammen fasst. Falls jemand keinen CD-Player zur Verfügung haben sollte, ist in dem Spielumfang auch eine Sanduhr enthalten.

Da die Räume jedes Mal neu gemischt und zufällig aufgedeckt werden, sieht das Spielfeld bei jedem Spiel anders aus. Auch nach mehreren Runden wird das Spiel nicht langweilig, da immer wieder neue Wege erkundet werden müssen. Außerdem bieten die Erweiterungsmodule zusätzliche Abwechslung und erhöhten Spielspaß. Außerdem gilt: je mehr Spieler umso lustiger das Spiel.

„Escape – Der Fluch des Tempels“
Autor: Kristian Amundsen Ostby
Verlag: Queen Games
Für 1 – 5 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 10 Minuten
Preis: ca. 28 Euro

(Die Rezension stammt von Katja Völkl)

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