Fantastische Reiche

© Strohmann Games

Kartenspiele sind schon ziemlich lange sehr beliebt. Die bekanntesten sind Skat, Doppelkopf, Bridge, Rommé und Poker. Doch es gibt auch moderne Kartenspiele, die richtig gut sind und bei denen es auch darum geht, ein möglichst gutes Blatt zu haben. Das gilt in ganz besonderer Weise auch für „Fantastische Reiche“ von Bruce Glassco, das zunächst beim US-amerikanischen Verlag Wizkids und dann in Deutschland bei Strohmann Games erschienen ist.

 

 

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Wie funktioniert es?
„Fantastische Reiche“ ist ein Kartenspiel, das aus 53 Karten besteht. Es gibt je fünf Karten in zehn verschiedenen Farben und drei Joker. Jede Farbe hat zusätzlich auch noch eine eigene Bezeichnung. Braun sind Länder, Schwarz sind Armeen, Pink sind Zauberer, Hellblau sind Wetterkarten, usw. Jede Karte hat zudem einen Basiswert und einen Kartentext. Dieser Text gibt an, für was eine Karte einen Bonus oder eine Strafe bekommt. So ist die Kaiserin eine Anführerin und sie hat selbst einen Wert von 15. Sie erhält aber einen Bonus von plus 10 Punkten für jede Armee, aber sie gibt minus 5 Punkte für jeden anderen Anführer. Und aus diesen Karten baue ich mir ein „Reich“ – also eigentlich eine möglichst wertvolle Kartenhand. Zu Beginn des Spiels werden alle 53 Karten gemischt und jede Person, die mitmacht erhält sieben Karten auf die Hand.

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Das Spiel läuft dann so ab, dass ich, wenn ich dran bin eine Karte nehme, vom verdeckten Nachziehstapel oder aus der offenen Ablage, die automatisch entsteht. Denn, wenn ich eine Karte auf die Hand genommen habe, lege ich anschließend auch eine Karte von meiner Hand in die offene Ablage. Das ist schon das gesamte Spiel. Das endet übrigens in dem Moment, wenn insgesamt zehn Karten in der Ablage liegen. Außer im Spiel zu zweit, da gelten andere Regeln. Da beginnen beide Personen ohne eine einzige Karte. Abwechselnd ziehen beide entweder zwei Karten vom Nachziehstapel und legen dann eine Karte in die offene Ablage. Oder eine Karte wird aus der offenen Auslage genommen und dann wieder eine Karte in die offene Ablage gelegt. Das geht so lange bis beide sieben Karten auf der Hand haben, dann gelten die Regeln wie im normalen Spiel. Es endet bei zwei Personen, wenn zwölf Karten in der offenen Ablage liegen.

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Dann werden die sieben Karten, die ich jetzt auf der Hand habe, gewertet. Mein Ziel muss es bis dahin sein, möglichst punkteträchtige Kombinationen von Karten zu sammeln. Für die Anfangs erwähnte Kaiserin würde das bedeuten, dass ich möglichst Armeen auf meiner Hand sammle. Ob ich die im Laufe des Spiels bekomme, ist natürlich so eine Frage. Andere Anführer dagegen möchte ich eher nicht haben. Diese Boni und Strafen auf Karten werden für jede einzelne der sieben Karten abgehandelt, dabei können sehr hohe Summen zusammenkommen. Wer die höchste Gesamtzahl hat, gewinnt.

Einschätzung
„Fantastische Reiche“ ist wirklich sehr schnell erklärt, denn die Regeln sind ja nun wirklich nicht kompliziert. Da auch nicht sonderlich viele Karten im Spiel sind, dauert eine Partie auch nicht sonderlich lange.

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Meine Starthand kann oft schon einen Hinweis darauf geben, welche Karten ich versuchen sollte zu sammeln. Doch im Spiel kommt es natürlich darauf an, was ich dann als Karten vom Nachziehstapel ziehe oder in der offenen Ablage finde. Ich muss flexibel auf das reagieren, was mir da als Karten so angeboten wird. Da ist natürlich auch Glück mit dabei, aber eben nicht nur! Je besser ich das Spiel und die Karten kenne, umso besser kann ich gute Kombinationen erkennen und versuchen gezielt zu erreichen. Ich muss eben das Beste aus dem machen, was mir angeboten wird. Das sind die Herausforderung und der Reiz des Spiels. Ich finde „Fantastische Reiche“ sehr spannend und inspirierend. Es erstaunt mich immer wieder, mit wie wenigen Regeln und Material ein interessantes und unterhaltsames Spiel entstehen kann. Da stehe ich nicht alleine. Immerhin wurde „Fantastische Reiche“ für das Kennerspiel des Jahres nominiert. Und das zu Recht! Einzig die Punkteauswertung am Ende ist ziemlich aufwendig, dafür gibt es aber eine App, die sehr hilfreich ist und auch sehr gut funktioniert.

„Fantastische Reiche“
Autor: Bruce Glassco
Verlag: Strohmann Games
Für 2 – 6 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: 20 Euro

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