Funkelschatz

© Haba

Jedes Jahr wird die Auszeichnung zum Spiel des Jahres mit Spannung erwartet. Während das Spiel des Jahres und das Kennerspiel des Jahres gemeinsam im Juli bekanntgegeben werden, wird das Kinderspiel des Jahres bereits im Juni gekürt. Anfang der Woche war es soweit. Kinderspiel des Jahres 2018 ist „Funkelschatz“ von Lena und Günther Burkhard, das bei Haba erschienen ist.

Wie funktioniert es?
In „Funkelschatz“ übernehmen die jungen Spieler die Rollen von Drachenkindern, die schöne Edelsteine – einen Funkelschatz – entdeckt haben. Leider sind diese funkelnden Steine in einer Eis-Säule eingeschlossen. Doch ein Kind übernimmt immer reihum auch die Rolle des Papa-Drachen, der mit seinem heißen Atem das Eis schmelzen kann und so können die Kinder die funkelnden Steine einsammeln. Zwischen den Spielern liegt die Spieleschachtel, die auch als Spielbrett dient. Durch Stege in der Spieleschachtel, auf die der Spielplan gelegt wird, entstehen Hohlräume unter dem Spielplan. Das sind die Drachenhöhlen. Jedem Kind gehört eine Höhle in einer Ecke des Spielplans. Der Papa-Drache hat seine Höhle in der Mitte. Durch kleine Öffnungen in der Mitte des Spielplans können im Laufe des Spieles Funkelsteine in die Höhle des Papa-Drachen fallen.

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In der Mitte des Spielplans erhebt sich die Eis-Säule mit den Edelsteinen. Die Säule besteht aus neun durchsichtigen Ringen, die aufeinandergestapelt werden. Dann wird die Säule bis zum Rand mit bunten Steinen gefüllt. Zu Beginn jeder Runde wählt jedes Kind ein farbiges Funkelplättchen. Das sollte möglichst die Farbe sein, von der das Kind annimmt, dass wahrscheinlich die meisten Steine herunterfallen werden, wenn ein Eis-Ring entfernt wird. Haben alle Kinder eine Farbe gewählt, entfernt der Spieler, der in dieser Runde die Rolle des Papa-Drachen übernommen hat vorsichtig den obersten Ring. Jetzt purzeln Steine von der Säule runter. Manche fallen durch die Öffnungen im Spielplan direkt in die Höhle des Papa-Drachen. Diese Steine können nicht mehr eingesammelt werden. Jeder Spieler sammelt dann auf dem Spielplan die Steine in der Farbe ein, für die er sich entschieden hat. Dann wird die Figur des Papa-Drachen an den nächsten Spieler übergeben. Eine neue Runde beginnt. Die Spieler entscheiden sich neu für eine Farbe. Dann wird der nächste Ring von der Eis-Säule entfernt. So wird solange gespielt, bis alle Ringe der Säule entfernt sind. Dann wird geschaut, wer die meisten Funkelsteine einsammeln konnte. Dieser Spieler hat gewonnen.

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Einschätzung
Die Spiel des Jahres Jury hat ihre Entscheidung „Funkelschatz“ zum Kinderspiel des Jahres zu küren damit begründet, dass bei diesem Spiel die gesamte Familie gerne mitfiebere. „Funkelschatz“ verbinde eine kindgerechte Geschichte, einen klassischen Mechanismus und faszinierendes Material zu einem Spieleabenteuer, das Kinder immer wieder fessele. Und das stimmt auch. Wie immer besticht Haba durch die Qualität des Spielmaterials. Das schöne, optisch und haptisch ansprechende Material animiert direkt zum Spielen. Die Regeln sind gewohnt kurz und eindeutig. Selbst mögliche Pannen beim runternehmen des Eis-Ringes sind in den Regeln schon abgedeckt. Beim Runternehmen des Rings ist Fingerspitzengefühl gefragt. Ansonsten müssen die Spieler überlegen, welche Steine wahrscheinlich runterfallen werden. Hier zählen Überlegung und Augenmaß. „Funkelschatz“ hat hohen Unterhaltungswert, so dass man gerne immer wieder nochmal spielen will. Insgesamt bietet „Funkelschatz“ die perfekte Mischung für ein ausgezeichnetes Spiel. Dazu liegt es auch preislich in einem sehr akzeptablen Bereich.

„Funkelschatz“
Autor: Lena und Günther Burkhardt
Verlag: Haba
Für 2 – 4 Spieler
Ab 5 Jahren
Dauer: 15 Minuten
Preis: ca. 15 Euro

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