Hanabi

© Abacusspiele

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Einfach mal grundsätzliche Spielideen auf den Kopf stellen und Dinge ganz anders machen als man sie gewohnt ist. Das scheint der Grundgedanke bei „Hanabi“ gewesen zu sein; einem kleinen Kartenspiel von Erfolgsautor Antoine Bauza, das bei Abacusspiele erschienen ist.

„Hanabi“ ist japanisch und bedeutet Feuerblume. Thematisch geht es bei diesem kooperativen Kartenspiel darum ein Feuerwerk zu gestalten und zwar mit Hilfe von Karten, die es in fünf verschiedenen Farben mit fünf verschiedenen Werten gibt. Ziel des Spiels ist es, dass alle Spieler gemeinsam ihre Karten von der Hand so ablegen, dass sie innerhalb jeder Farbe eine aufsteigende Zahlenreihe bilden. Das klingt zunächst recht einfach, gäbe es da nicht die geniale Grundidee des Spiels: anders als bei sonstigen Kartenspielen sind es bei „Hanabi“ nur die Mitspieler, die die Karten eines Spielers zu Gesicht bekommen. Jeder Spieler muss seine Karten nämlich so aufnehmen und halten, dass er selbst nur die Rückseiten sieht. Seine Mitspieler dürfen ihm gezielte Hinweise geben, um welche Karten es sich dabei handelt. Dabei sind Anzahl und Art der möglichen Hinweise aber eingeschränkt. So darf ein Spieler beispielsweise eine Kartenfarbe nennen, die ein Spieler hält, aber nicht den Wert der Karten. Oder er nennt einen Wert, aber nicht die Farbe. So braucht es mindestens zwei Hinweise, um eine Karte eindeutig zuzuordnen.

Einen Hinweis zu geben ist eine von drei Aktionen, von denen der aktive Spieler eine wählen muss. Er kann auch eine Feuerwerkskarte ausspielen und sie passend in die Reihe legen. Oder er kann eine Karte abwerfen, die damit aus dem Spiel ausscheidet. Die Zahl der Hinweise wird durch acht weiße Marker in der Tischmitte limitiert. Nach jedem Hinweis wird ein Marker auf seine Rückseite gedreht. Dieser kann wieder zurückgedreht werden, wenn ein Spieler eine Karte abwirft. Sollte ein Spieler eine falsche Karte anlegen wollen, so wird das mit einem Gewittermarker bestraft. Bei drei Gewittermarkern ist das Spiel verloren. Ansonsten wird gespielt, bis keine Karten mehr nachgezogen werden können. Dann wird geschaut, wie schön das Feuerwerk ausfällt.

© Abacusspiele

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Die Spielidee von „Hanabi“ ist genial einfach. Und dennoch erfordert es ein gewisses Maß an Logik, um zu wissen, wem man wann welchen Hinweis sinnvollerweise geben sollte. Natürlich etablieren sich in eingespielten Runden gewisse „Hinweise“, die zwischen den erlaubten Hinweisen mitzuhören sind. Aber das ist durchaus positiv. Da es aber nicht wirklich ein „Ziel“ zu erreichen gilt, ist „Hanabi“ nicht besonders spannend. Vielleicht der einzige Schwachpunkt an diesem sonst einfach genialen Spiel.

„Hanabi“
Autor: Antoine Bauza
Verlag: Abacusspiele
Für 2 – 5 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: ca. 8 Euro

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