Happy Mochi

© Zygomatic / Asmodee

In den letzten Jahren ist asiatisches Essen in Deutschland immer beliebter geworden. So gehören Asia-Supermärkte in großen Städten inzwischen zum Stadtbild und in fast allen Supermärkten finden sich Abteilungen mit asiatischen Spezialitäten. Besonders beliebt sind Sushi, Instant-Nudelgerichte und Mochi. Die Kugeln aus einem klebrigen Reis, die etwa so groß sind wie ein Golfball oder eine Eiskugel, stammen aus Japan. Allerdings ist das Essen von Mochi keine ganz ungefährliche Angelegenheit. Regelmäßig ersticken Menschen in Japan beim Verzehr der sehr klebrigen süßen Kugeln. Diese Gefahr besteht beim Spiel „Happy Mochi“ von Johan Benvenuto und Romaric Galonnier nicht. Im Spiel, das zuerst beim Verlag Zygomatic erschienen ist, müssen wir keine Mochi essen, sondern die Mochi sind auf den Karten zu sehen, die wir möglichst schnell loswerden wollen.

Wie funktioniert es?

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„Happy Mochi“ besteht aus 70 sehr bunten Karten mit den Werten Null bis Neun. Die Karten werden gemischt und wir alle bekommen je sieben Karten. Die Karten dürfen wir, sobald wir sie auf die Hand genommen haben, nicht mehr umsortieren. Die Karten müssen so nebeneinander bleiben, wie wir sie aufgenommen haben. Jetzt müssen wir die Karten versuchen loszuwerden.

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Dazu werden zwei Karten vom Nachziehstapel in der Mitte aufgedeckt, die nebeneinandergelegt eine Zweistellige Zahl ergeben. Eine spezielle Karte gibt vor, ob wir aufsteigend Zahlen legen müssen oder absteigend, und zwar immer bezogen auf die beiden Karten, die in der Mitte zu sehen sind. Damit ist die Vorbereitung des Spiels bereits abgeschlossen. Wenn ich an der Reihe bin, kann ich zwei Dinge tun. Ich kann eine Karte ziehen oder zwei Karten ausspielen. Eine Karte kann ich vom verdeckten Nachziehstapel nehmen oder ich wähle eine der beiden offen liegenden Karten in der Mitte. Ich kann auch eine Karte ziehen, die ich mir in einer früheren Runde reserviert habe.

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Wenn ich zwei Karten ausspiele, dann muss ich darauf achten, dass ich zwei Karten nehme, die auf meiner Hand direkt nebeneinander liegen. Ich darf sie Karten auf meiner Hand nicht vertauschen. Liegt ein Plus aus, muss ich nun eine Kombination aus zwei Karten legen, die höher ist als das bereits ausliegende Kartenpaar in der Mitte, liegt ein Minus, muss ich eine Kombination spielen die niedriger ist als das ausliegende Duo.

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Manche Karten können beim Ausspielen die Ausrichtung drehen. Andere Karten führen dazu, dass wir Handkarten weitergeben oder ich Karten reservieren kann, um sie später zu ziehen. Habe ich zwei Karten, die die gleiche Zahl zeigen, kann ich die Bedingungen für das Ausspielen der Karten ignorieren. Dann rufe ich „Happy Mochi“ und lege die beiden gleichen Zahlen ab.
Das Ziel bei „Happy Mochi“ ist es möglichst schnell alle Karten von meiner Hand loszuwerden. Denn Karten auf meiner Hand sind Minuspunkte. Gespielt wird über mehrere Runden und solange, bis jemand 30 oder mehr Minuspunkte hat. Die Person mit den wenigsten Minuspunkten gewinnt.

Einschätzung

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Die Farben bei „Happy Mochi“ sind in dezenten Pastelltönen gehalten und die Mochi sehen wirklich sehr süß aus. Das Spielprinzip ist denkbar einfach und macht dennoch richtig Spaß: Schaffe ich es meine Karten von der Hand loszuwerden und das vor allem vor allen anderen? Interessant wird das Spiel durch die Grundregel, die Karten auf meiner Hand nicht bewegen zu dürfen.

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Hier muss ich gut überlegen, wie ich Karten möglichst gut wähle, um mir für weitere Züge eine möglichst gute Ausgangslage zu erhalten. Manchmal ist das nicht möglich. Die Effekte, die Karten mit sich bringen können, neben dem Zahlenwert, sollte ich nicht vergessen. Sie können sehr hilfreich sein. Besonders, wenn ich mir Karten reservieren kann. Das Spiel erfährt immer neue Wendungen. Das hält den Spannungsbogen aufrecht. „Happy Mochi“ ist schnell erklärt und gelernt, sehr kurzweilig und nicht nur etwas für Menschen, die asiatisches Essen mögen.

„Happy Mochi“
Autor: Johan Benvenuto, Romaric Galonnier
Verlag: Zygomatic / Vertrieb: Asmodee
Für 2 – 6 Personen
Ab 8 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: 11 Euro

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