Hashi

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Das japanische Logikspiel Sudoku hat bereits vor vielen Jahren seinen Durchbruch auch in Deutschland erlebt. Seitdem gibt es selbst in kleinen Tageszeitungen ein Sudoku. Ein anderes Logikspiel, das in Japan sehr beliebt ist heißt Hashiwokakero. Hier gilt es Zahlen, die auf einem Raster angeordnet sind mit Strichen zu verbinden. Dabei dürfen von jeder Zahl nur so viele Striche weggehen, wie ihr Wert angibt. Darauf basierend entstand ein Familienspiel mit Inseln, die mit Brücken verbunden werden. Als „Hashi“ ist es im Nürnberger Spielkartenverlag erschienen. Das Prinzip ist aber das gleiche wie bei Hashiwokakero.

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Wie funktioniert es?
Jede Person, die mitspielt, bekommt eine eigene Tafel (es gibt zwei unterschiedliche Seiten), auf der 18 Inseln zu sehen sind, die mit gestrichelten Linien in einem quadratischen Raster verbunden sind. Sieben dieser Inseln haben Fahnen (vier rot, drei blau). Es gibt 18 Karten, von denen jede eine Zahl zwischen eins und sechs zeigt und außerdem eine, zwei oder drei Brücken. Die Karten werden gemischt, eine Karte unbesehen in die Spieleschachtel zurückgelegt. Jeder Spieler trägt auf seiner Tafel auf eine Insel ohne Fahne eine Zahl ein; entweder eine Drei oder eine Vier.

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Diese Tafel wird anschließend nach links weitergegeben. Nun wird die oberste Karte des Stapels aufgedeckt. Jetzt trägt jede Person bei sich die Zahl der Karte auf eine Insel ein. Anschließend zeichnet jeder noch entsprechend viele Brücken entlang der gestrichelten Linien zwischen Inseln ein. Dabei gilt es bestimmte Regeln zu beachten. Eine Zahl darf nur auf eine Insel ohne Fahne eingetragen werden. Es sei denn zu einer Insel mit Fahne führt mindestens eine Brücke. Für das Einzeichnen der Brücken ist zu beachten, dass sich Brücken niemals kreuzen dürfen.

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Außerdem dürfen zwischen zwei Inseln maximal zwei Brücken verlaufen. Außerdem dürfen höchstens so viele Brücken von einer Insel weggehen, wie die Zahl auf der Insel angibt. Schaffe ich es, dass von einer Insel exakt so viele Brücken wegführen, wie es der Zahl auf der Brücke entspricht, ist diese Insel abgeschlossen und ich erhalte dafür am Ende des Spiels Punkte. Bonuspunkte gibt es unter anderem für alle, die sämtliche Inseln mit roten Fahnen bzw. alle Inseln mit blauen Fahnen erfolgreich abgeschlossen haben. Wer, nachdem alle Karten gespielt sind, die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt.

Einschätzung
Die Regeln von „Hashi“ sind nun wirklich nicht schwer. Und dennoch ist das Spiel eine echt schwere Nuss. Ich muss bei jeder Karte überlegen, auf welcher Insel ich eine Zahl eintrage und wie ich die Brücken setzen sollte. Ich muss mich konzentrieren und logisch überlegen, wo welche Zahl sinnvoll sein könnte und wo ich Brücken einzeichnen sollte.

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Immerhin sind am unteren Rand jeder Tafel sämtliche 18 Karten abgebildet, die es im Spiel gibt. So kann ich besser planen welche Karten noch kommen können und entsprechend meine Entscheidungen treffen. Die Regeln, die meine Handlungsmöglichkeiten einschränken und der Zufall, wie die Karten aufgedeckt werden, machen „Hashi“ dennoch zu einem echt knackigen Spiel. Ich liebe solche Spiele, denen es gelingt mit wenig Material und ein paar einfachen Regeln einen denkerischen Genuss und eine geistige Herausforderung zu schaffen. Da bei „Hashi“ zudem alle Beteiligten gleichzeitig was tun, muss niemand warten und die überschaubare Zahl der Karten hält die Spielzeit kurz. Die Farbe der mitgelieferten Stifte lässt sich übrigens sehr einfach und schnell wieder von den Tafeln entfernen. Sehr gut spielt sich „Hashi“ auch zu zweit und in der Solovariante. Die Frage ist allerdings, wie gut bereits Achtjährige mit der Herausforderung umgehen können, die das Spiel bietet. Ich denke eine Altersangabe ab zehn Jahren wäre realistischer. Insgesamt ist „Hashi“ auf jeden Fall ein echter Tipp für alle Knobelfans.

„Hashi“
Autor: Jeffrey D. Allers
Verlag: Nürnberger Spielkarten Verlag (NSV)
Für 1 – 4 Spieler
Ab 8 (10) Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: 15 Euro

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