Jinx

© Piatnik

Der Alltag ist zurzeit ziemlich kompliziert. Da wollen viele Menschen wenigstens in ihrer Freizeit entspannen. Selbst Leute, die Gesellschaftsspiele mögen, sind nicht immer auf große Spiele aus, bei denen man erst einmal eine dicke Spielanleitung studieren muss. Und dann beim Spiel soll es auch einfach sein und locker. Diesen Wunsch bedient das Spiel „Jinx“ von Klaus Altenburger, das jetzt frisch beim Wiener Piatnik Verlag erschienen ist.

Wie funktioniert es?
„Jinx“ ist ein kombiniertes Karten und Würfelspiel. Es besteht aus 48 Karten in acht verschiedenen Farben jeweils mit den Zahlen von eins bis sechs. Diese Karten werden gut gemischt und 16 davon in einem Raster von vier mal vier Karten ausgelegt. Dann beginnt das Spiel auch schon. Der erste Spieler nimmt sich den zum Spiel gehörigen sechsseitigen Würfel und wirft ihn. Dann darf sich der Spieler eine der ausgelegten Karten nehmen, die die gewürfelte Zahl zeigt. Die Farbe spielt dabei keine Rolle.

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Es kommt nur auf die Zahl an. Gefällt dem Spieler der erste Würfelwurf nicht, darf er den Würfel noch einmal werfen. Die zweite Zahl muss er dann aber verwenden und eine entsprechende Karte nehmen. Die Karte legt der Spieler offen vor sich aus. Und dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Die Karten in der Mitte werden nicht aufgefüllt. Es wird so lange gespielt, bis entweder alle 16 Karten aus der Auslage in der Mitte genommen wurden oder ein Spieler auch nach seinem zweiten Würfelwurf keine Karte nehmen kann, weil keine Karte mit einer entsprechenden Zahl mehr in der Mitte liegt. Dann ist eine Runde beendet. Nun muss jeder Spieler die Farben der Karten, die er während der Runde genommen hat, mit Karten vergleichen, die sich noch in der Auslage befinden. Gibt es farbliche Übereinstimmungen, muss der Spieler alle Karten dieser Farbe oder auch mehrerer Farben wieder zurück in die Mitte legen. Der Spieler, der keine Karte aus der Mitte nehmen konnte und so das Ende der Runde ausgelöst hat, muss zudem noch seine Karte mit dem höchsten Wert zurücklegen.

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Die Karten in der Mitte werden abgeräumt und sind aus dem Spiel. Die anderen Karten, die jetzt noch vor den Spielern liegen, bleiben dort liegen und gehen mit in die kommende Runde. Jetzt hat jeder Spieler noch die Möglichkeit, wenn er dafür eine seiner Karten abgibt, eine sogenannte „Glückskarte“ zu ziehen. Es gibt sechs verschiedene dieser „Glückskarten“; wobei die Bezeichnung unglücklich gewählt ist, denn eigentlich sollen diese Karten das benötigte Glück reduzieren.

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Diese Karten erlauben es zum Beispiel Würfelergebnisse zu verändern oder einen dritten Würfelwurf in einem Zug durchzuführen oder sich bestimmte Karten aus der Mitte zu nehmen. Hat jeder Spieler, wenn er das wollte und konnte eine „Glückskarte“ gezogen, beginnt die nächste Runde. 16 neue Karten werden aufgedeckt. Diese zweite und auch die dritte und letzte Runde laufen genau wie die erste Runde ab. Jeweils am Ende jeder Runde wird geschaut welche Karten noch in der Mitte liegen und ob vor Spielern Karten liegen, die farblich übereinstimmen. Dabei werden eben auch die Karten aus den vorherigen Runden betrachtet. Die Werte der Karten, die ein Spieler nach der letzten Runde noch vor sich liegen hat, werden addiert. Wer die höchste Summe aufweisen kann, hat gewonnen.

Einschätzung
„Jinx“ ist ein erfrischend einfaches Spiel, bei dem es sehr emotional werden kann, denn natürlich will der Würfel partout nicht die Zahl zeigen, die ich gerne hätte. Und am Ende einer Runde kann es schon vorkommen, dass man viele schöne Karten wieder abgeben muss. Dennoch sollte ich aber auch kühlen Kopf bewahren. Denn ich sollte schon die richtigen taktischen Entscheidungen treffen, um meine Chancen zu erhöhen, am Ende viele Punkte zu haben.

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Ganz wahllos sollte ich die Farb-Karten aus der Mitte nicht nehmen. Wenn von einer Farbe nur wenige Karten in einer Runde vorhanden sind, sind die Chancen natürlich hoch, diese Farbe am Ende der Runde behalten zu können. Doch in den nächsten Runden tauchen dann umso mehr Karten dieser Farbe auf. Außerdem ist es auch wichtig zu schauen, was die anderen Spieler so nehmen. Hier kann man durchaus zusammenarbeiten. Die Frage ist nur, wie weit ich dabei gehen will! Am Ende kann ja nur einer gewinnen! Natürlich ist durch den Würfel viel Glück im Spiel. Die „Glückkarten“ helfen da leider nur bedingt und sie werden zufällig gezogen. Insgesamt ist „Jinx“ ein einfaches, aber auch farbenfrohes, mit gerade einmal fünfzehn Minuten kurzes, knackiges und sehr unterhaltsames Kartenspiel für die Familie. Uns hat es viel Spaß gemacht!

„Jinx“
Autor: Klaus Altenburger
Verlag: Piatnik
Für 2 – 4 Spieler
Ab 6 Jahren
Dauer: 15 Minuten
Preis: 10 Euro

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