Lama Express

© Piatnik

Bunte Lamas scheinen schwer beliebt, nicht nur in der Werbung für ein prickelndes alkoholhaltiges Getränk. Mit seinem farbenfrohen L.A.M.A. hat es letztes Jahr Reiner Knizia bis auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres geschafft. Das in diesem Jahr bei Piatnik erschienene „Lama Express“ wurde bereits auf die Liste der nominierten Spielwaren für das „TOP 10 Spielzeug 2020“ aufgenommen. Eine Auszeichnung, die der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels verleiht. Und den Preis „Das Goldene Schaukelpferd“ in der Kategorie „Alles für Kinderherz“ konnte es auch schon einstreichen. Auch „Lama Express“ kommt mit Andenbewohnern in knalligen Farben daher.

Wie funktioniert es?
„Lama Express“ ist im Grunde eine Variante des Klassikers „Mensch ärgere Dich nicht“. Jeder Spieler hat vier Lamas in einer Farbe. Die stellt er auf den farblich passenden Bahnhof.

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Ziel ist es, die vier eigenen Lamas als erster in sein eigenes Haus zu bringen. Auch dieses Haus ist durch die passende Farbe leicht zu erkennen. Um dorthin zu kommen, unternehmen die abenteuerlustigen Lamas aber erst eine Weltreise in Form einer Rundreise mit der Eisenbahn durch vier Kontinente. Es gibt zwei Pappeisenbahnen mit jeweils fünf Waggons, in denen können die Lamas reisen. An zwei von vier Bahnhöfen startet die Reise dieser Züge. Die Eisenbahnen fahren immer nur vorwärts in einem Kreisverkehr, der aus Farbfeldern besteht, mit sechs verschiedenen Farben. Mit einem Farbwürfel wird bestimmt, bis wohin die Reise einer Eisenbahn jeweils gehen kann. Der aktive Spieler würfelt und wählt aus, welche der beiden Eisenbahnen er bewegen will. Hält eine Eisenbahn an, können die Spieler drei Aktionen durchführen: Ein eigenes Lama am eigenen Bahnhof in den Zug einsteigen lassen. Ein eigenes Lama aus dem Zug ins eigene Haus aussteigen lassen oder ein fremdes Lama aufs Wartegleis stellen. Um in den Zug einsteigen zu können, muss vor dem reisefreudigen Lama natürlich ein leerer Waggon zum Stehen kommen.

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Ist der Waggon bereits besetzt, wird es nichts mit dem Einsteigen. Auch die Lokomotive ist für die Reisenden tabu. Während es an jedem Bahnhof nur einen einzigen Einstieg gibt und also auch nur ein Lama dieser Farbe einsteigen kann, stehen für den Ausstieg am eigenen Haus immerhin drei Plätze zur Verfügung. Außerdem gibt es an vier Stellen des Kreisverkehrs ebenfalls eine Ausstiegsmöglichkeit. Sie liegt allerdings außerhalb von Bahnhöfen und dem trauten Eigenheim und wird in der Regel nicht freiwillig gewählt. Ein Lama, das hier landet, muss in der Regel auf die nächste Eisenbahn warten und dann wenn möglich auch einen freien Waggon erwischen. Wenn hier ein Lama aussteigt, dann nur, weil die lieben Mitspieler es so wollen und wenn sie daran denken. Denn für alle Aktionen gilt: sie können auch von Spielern durchgeführt werden, die gerade nicht am Zug sind, also den Farbwürfel haben! Wer Glück beim Würfeln hat und gut aufpasst schafft es dann als erster alle vier seiner Lamas im eigenen Haus zu haben.

Einschätzung
Quietschbunte Lamas, die einen freundlich anlächeln, wer könnte diesem Charme widerstehen. Das Material ist liebevoll gestaltet und mit schönen Details versehen. Jede Farbe steht für einen Kontinent und auch einige bekannte Bauwerke sind zu erkennen. Die Regeln sind einfach. Das bekommen auch schon Kindergarten- und Grundschulkinder hin. Und für genau die ist das Spiel auch gedacht.

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Wobei die Kinder auch schon aufpassen müssen, weil ja jeder immer was machen kann, auch wenn er gerade nicht würfelt. Also heißt es konzentriert sein! Zudem muss auch überlegt werden, welche der beiden Eisenbahnen bewegt werden sollte. Das kann mitunter sehr wichtig sein. Will ich lieber selbst vorankommen oder den anderen Spielern eins auswischen und ihre Lamas an ihren Häusern vorbeifahren lassen. Dann müssen die nämlich noch eine Runde um die Welt drehen. Ein wenig Taktik gehört also auch dazu. Und ein gutes Auge, um zu sehen, wo welcher Waggon nach der Bewegung des Zugs stehen wird. Diese Mischung aus Glück, Taktik und Aufmerksamkeit ist genau richtig und gefällt mir. Am meisten Spaß macht „Lama Express, wenn vier Leute ihre Lamas auf Weltreise schicken. Dann geht es richtig rund. Auch für Familien mit jüngeren Kindern zu empfehlen.

„Lama Express“
Autor: Manfred Ludwig
Verlag: Piatnik
Für 2 – 4 Spieler
Ab 5 Jahren
Dauer: 25 Minuten
Preis: 27 Euro

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