Langland Yatzy

©Pegasus Spiele

Es gibt Spiele, die gibt es gefühlt schon immer. So wie Schach, Skat oder „Mensch ärgere Dich nicht“. Manche sind noch nicht ganz so alt, sind aber auch schon gefühlt „ewig“ auf dem Markt. Ein Beispiel dafür ist Yahtzee oder Kniffel, wie es auch genannt wird. Erstmals kam es 1956 raus. Inzwischen gibt es zahlreiche Varianten des Spiels. Ganz neu im Sortiment: „Langland Yatzy“, das bei Pegasus Spiele erschienen ist.

 

 

 

 

Wie funktioniert es?
„Langland Yatzy“ funktioniert vom Prinzip wie ein klassisches Yahtzee. Bei Yahtzee müssen fünf Würfel in bestimmten Kombinationen gesammelt werden. Alle möglichen Kombinationen sind auf einem Wertungsblatt zu finden, auf dem auch angegeben ist, wie viele Punkte die entsprechende Kombination einbringt. Um eine dieser Kombinationen zu erreichen, hat jeder Spieler drei Würfe. Wobei er bei jedem Wurf beliebig viele Würfel neu würfeln darf. Welche Kombination der Spieler dann werten will, darf er nach seinem dritten Wurf selbst bestimmen. Was die Sache aber nicht einfacher macht. Gelingt es dem Spieler eine Kombination zu erreichen, darf er sich dort auf seinem Wertungsblock Punkte notieren. Dabei kann jede Kombination nur ein einziges Mal gewertet werden. Gelingt es einem Spieler nicht eine noch nicht gewertete Kombination zu würfeln, muss er sich bei einer beliebigen noch offenen Kombination null Punkte eintragen.

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Bei „Langland Yatzy“ gelten dieselben Regeln. Es gibt nur zwei wesentliche Unterschiede. Das Spiel hat nicht fünf, sondern neun Würfel. Auf diesen neun Würfeln sind jeweils sechs verschiedene Tiere: Katze, Pferd, Schwein, Schaf, Kuh und Einhorn. Dabei gibt es je drei Würfel mit Vorderteilen, drei Würfel mit Hinterteilen und drei Würfel mit Mittelstücken. Ziel ist es immer komplette Tiere zu würfeln. Nur diese kommen in die Wertung. Dabei geht es manchmal darum möglichst lange Tiere zu haben oder viele Tiere einer Art oder Kombinationen aus unterschiedlich langen Tieren. Alle diese möglichen Ziele sind auch bei „Langland Yatzy“ auf einem Wertungsblock zu finden. Erreicht ein Spieler eines der Ziele, bekommt er dafür dann die Punkte, die er sich auf seinem Block einträgt. Wie beim normalen Yahtzee auch endet das Spiel, wenn alle Spieler hinter jeder möglichen Kombination Punkte stehen haben. Was auch null Punkte sein können. Dann wird zusammengerechnet wer insgesamt die meisten Punkte erzielen konnte.

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Einschätzung
Nette, freundliche Tiere schauen mich bei „Langland Yatzy“ von jeder Seite der Spielschachtel an. Außerdem lese ich dort, dass dieses Würfelspiel Würfel ohne Zahlen hat; die ich dann ebenfalls schon auf der Schachtel entdecken kann. Ich sehe also, was mich im Inneren der Schachtel für ein Spiel erwartet und das finde ich schon mal positiv. Drinnen bekomme ich genau das, was mir außen versprochen wurde. Liebenswürdige Tiere auf kindgerechten Würfeln. Ein großer, stabiler Würfelbecher und sechs Bleistifte sind noch dabei, gleich mit Radiergummi. Das ist schön. Das Material ist überhaupt sehr ansprechend gestaltet, kindgerecht; auch die Wertungsblöcke. Wobei sechsjährige Kinder unter Umständen erstmal Hilfe brauchen, wenn es ums Erklären der Regeln und der Wertung geht. Auch beim Zusammenrechnen am Ende könnte Hilfe notwendig sein. Das Spiel selbst funktioniert aber problemlos. Grundschüler sollten damit keine Schwierigkeiten haben. Das Spielprinzip ist bewährt und natürlich schon recht alt. Es kommt hier aber in einer wirklich gelungenen neuen Version daher, die Kindern Spaß macht und auch deren Eltern. Die Tiere, die man strecken kann, sind einfach lustig. Und weil der Glücksfaktor, wie bei jedem Würfelspiel, sehr hoch ist, hat keiner einen Vorteil. Spaß macht es sowieso. Insgesamt ist „Langland Yatzy“ ein sehr schönes Kinder- und Familienspiel, das sich gut als kleines Geschenk eignet.

„Langland Yatzy“
Autor: Nicola Riehemann
Verlag: Pegasus Spiele
Für 2 – 6 Spieler
Ab 6 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: 15 Euro

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