Legends

© Ravensburger Verlag

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Wenn Sie schon immer mal wie Indiana Jones durch die Welt reisen wollten und legendäre und sagenumwobene Orte besuchen, dann geht das jetzt zumindest im Spiel. „Legends“, das bei Ravensburger erschienen ist, macht es möglich.

Wie funktioniert es?
Bei „Legends“ sind wir Abenteurer, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts an legendäre Orte reisen, die auf der gesamten Welt verteilt sind. Da geht es unter anderem zum Grab der Nofretete, nach Atlantis, wir suchen das Bernsteinzimmer in Russland, genauso wie die Bundeslade in Israel. Diese Orte erforschen wir und unser Wissen halten wir in Reisetagebüchern fest, die wir an den jeweiligen Orten ablegen. Ist ein Spieler am Zug, so muss er seine Figur immer zuerst vom jeweiligen Ort wegbewegen. An einem Ort angekommen, hat der Spieler die Wahl zwischen zwei Aktionen. Er kann entweder eine Kartenaktion durchführen oder eine Buchaktion. Die jeweilige Kartenaktion bringt dem Spieler neue Karten. Sie sind grundsätzlich notwendig, um erfolgreich Buchaktionen durchführen zu können. Denn je mehr Symbole einer Kartenart ich ablege, umso wertvoller ist das Buch, das ich an diesem Ort lasse. Für Atlantis gilt es zum Beispiel blaue Karten mit dem Symbol eines Tempels zu sammeln. Lege ich fünf Tempelsymbole ab, so kann ich mein Reisetagebuch auf das Feld legen, das mir sieben Siegpunkte einbringt. Das Reisen zu den Orten und die Karten- und Buchaktion kostet uns Zeit. Eine Zeiteinheit ist immer eine Woche. Viermal wird nach Ablauf von einer bestimmten Anzahl von Wochen eine Wertung ausgelöst. Dann kommt es darauf an, wieviel Wissen wir über die Orte anhäufen konnten. Also heißt es möglichst geschickt mit der Zeit umzugehen, die uns zur Verfügung steht. Doch das ist nicht allein ausschlaggebend. Gewertet werden nämlich nicht alle acht Orte auf der Weltkarte, sondern nach bestimmten Regeln kommen maximal nur fünf oder sechs Orte zur Wertung. Das hängt davon ab, welche Karten im Club der Abenteurer verdeckt abgelegt wurden. Ein spezieller Ort, der gewissermaßen die Zentrale der Abenteurer darstellt. Nach der vierten Wertung gewinnt, wer dann die meisten Punkte sammeln konnte.

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Einschätzung
„Legends“ hat eine sehr stimmungsvolle, dem Thema und der Zeit angepasste Illustration. Vielleicht ist sie ein wenig zu eintönig geraten. Überhaupt wirkt die Hintergrundgeschichte recht losgelöst vom Spiel. Da kommt nicht so viel Atmosphäre auf, wie man sich das wünschen würde. Ansonsten ist man recht schnell im Spiel drin und es spielt sich flüssig von der Hand. „Legends“ hat sowohl einige gute neue Ideen als auch Elemente, die man aus anderen Spielen schon kennt. Das Sammeln von passenden Kartensets erinnert an „Zug um Zug“ und das Ablegen der Tagebücher an Orten an „Auf den Spuren von Marco Polo“. Und auch „In 80 Tagen um die Welt“ scheint Pate gestanden zu haben. Als schöne neue Idee bei „Legends“ empfinde ich das Ablaufen der Zeit und auch die Tatsache, dass eben nicht alle Orte in die Wertung kommen. Welche das sein können, kann man selbst zum Teil beeinflussen, aber eben nicht völlig bestimmen. Für manche mag hier zu viel Glück im Spiel sein. Alles zusammengenommen ist „Legends“ ein sehr ordentliches, nicht zu schweres Strategiespiel, das durchaus Spaß macht. Allerdings wegen der Thematik und Umsetzung nicht unbedingt für jede Familie geeignet. Da muss man schon ein wenig mehr Interesse mitbringen.

„Legends“
Autor: Knut Happel und Christian Fiore
Verlag: Ravensburger
Für 2 – 4 Spieler
Ab 9 Jahren
Dauer: 60 Minuten
Preis: ca. 40 Euro

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