Mia London – Und der Fall der 625 Gauner

© Scorpion Masqué / Asmodee

Hand aufs Herz: Wer hat als Kind nicht gerne Detektiv gespielt? Dem Gauner auf die Spur kommen, das war das Ziel. Ausgerüstet mit Detektivkoffer und allem was dazu gehört ging es los. Auch heute können sich die kleinen Detektive beweisen und zwar bei „Mia London – Und der Fall der 625 Gauner“ der beiden Autoren Antoine Bauza und Corentin Lebrat, das beim kanadischen Verlag Scorpion Masqué erschienen ist und für das Kinderspiel des Jahres nominiert war.

 

 

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Wie funktioniert es?
Die Detektivin „Mia London“ benötigt Hilfe, um den Täter zu finden, der ein gemeines Verbrechen begangen hat. Ihr Problem: Es gibt 625 Verdächtige. Die große Zahl der Verdächtigen entsteht aus den möglichen Kombinationen von vier Arten von Merkmalen, die jeder Verdächtige hat. Jeder trägt einen Hut, eine Brille und eine Fliege und jeder hat einen Schnurbart. Für jede dieser vier Arten von Merkmalen gibt es zehn Karten. Jede Merkmalsart hat dabei eine andere Farbe, so dass sie gut unterschieden werden können. Jedes einzelne Merkmal kommt dabei doppelt auf den Karten vor.

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So gibt es zwei Hüte mit einer Feder, zwei Hüte mit einer Blume, zwei dreieckige Brillen, zwei Fliegen mit Punkten, zwei Fliegen mit Streifen, etc. Zu Spielbeginn wird zufällig und geheim für jede Merkmalsart eine Karte entfernt. Diese vier entfernten Merkmale treffen auf den Täter zu. Dann werden aus den restlichen Karten jeder Merkmalsart vier verdeckte Stapel gebildet. Ein „Ermittlungsleiter“ wird bestimmt, der beginnend mit dem Stapel der Hüte, die Karten des Stapels aufdeckt. Die Kinder müssen sich merken, welches Merkmal sie jetzt nur einmal sehen. Ist es der Hut mit der Feder, der nur einmal zu sehen ist? Oder doch der Hut mit dem Band?

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Denn die fehlende Zwillingskarte definiert den gesuchten Täter. Zur Unterstützung hat jedes Kind ein kleines Ermittlungsheft. Hier finden sich auf einer Seite alle möglichen Merkmale nach ihrer Art untereinander. Jede Merkmalsart kann einzeln durchgeblättert werden. Die Kinder blättern in ihrem Ermittlungsheft bis zu dem Merkmal, das sie für das richtige halten und können dies markieren. Nach dem Stapel mit den Hüten, wird nach demselben Prinzip auch der Stapel mit den Brillen, der Stapel mit den Schnurbärten und zuletzt der Stapel mit den Fliegen aufgedeckt. Dabei soll jeder Stapel auf eine etwas andere Art aufgedeckt werden. Sind alle vier Stapel abgehandelt, wird geschaut welches Kind die meisten richtigen Merkmale erkannt hat.

Einschätzung
Das Material von „Mia London – Und der Fall der 625 Gauner“ ist sehr ansprechend und kindgerecht gestaltet. Die Karten sind groß und die Merkmalsarten deutlich zu unterscheiden.

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Die Merkmale selbst sind auch gut zu unterscheiden, aber auch nicht zu einfach, sodass es tatsächlich eine Herausforderung darstellt. Die Regeln sind ganz schnell erklärt: Erkenne, welche Karte bei jedem der vier Merkmale nur einmal vorkommt! Das ist der Kern. Was benötigt, aber auch gefördert wird sind Konzentrationsfähigkeit und Erinnerungsvermögen. Die Kinder müssen aufmerksam sein, wenn die Karten mit den Merkmalen aufgedeckt werden und sie müssen sich merken, was sie sehen. Da die Menge der Karten in den einzelnen Stapeln mit zehn Stück dann doch recht klein ist, sind die Kinder auch nicht überfordert und es dauert nicht zu lange. Deshalb können auch mehrere Partien hintereinander gespielt werden. „Mia London – Und der Fall der 625 Gauner“ ist für Kinder im Kita- und Grundschulalter ein spannendes und schönes Krimispiel. Die Nominierung für das Kinderspiel des Jahres ist sehr gut nachvollziehbar.

„Mia London – Und der Fall der 625 Gauner“
Autor: Antoine Bauza und Corentin Lebrat
Verlag: Scorpion Masqué / Vertrieb: Asmodee
Für 2 – 4 Spieler
Ab 5 Jahren
Dauer: 10 Minuten
Preis: 18 Euro

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