Paris – Stadt der Lichter

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Paris ist eine der Städte der Welt, mit der Menschen sehr viele Sehenswürdigkeiten verbinden. Angefangen beim Eifelturm, über das Louvre bis hin zum Prachtboulevard Champs-Elysees, dem Triumphbogen und den berühmten Kirchen Notre-Dame und Sacré-Cœur. Paris ist eine Reise wert. Im letzten Herbst sind gleich zwei Spiele erschienen, die Paris zum Thema gewählt haben: „Paris“ von Wolfgang Kramer und Michael Kiesling, das beim belgischen Verlag Game Brewer erschienen ist und „Paris – Stadt der Lichter“ des Spaniers José Antonio Abascal, das beim Kosmos Verlag herausgekommen ist.

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Wie funktioniert es?
„Paris – Stadt der Lichter“ ist ein Spiel in der Reihe der Spiele für zwei Personen, die es schon seit vielen Jahren beim Kosmos Verlag gibt. Zwischen den Spielern wird die quadratische Spieleschachtel als Spielbrett gelegt. Um das eigentliche Spielbrett herum werden acht Postkarten verteilt. Jede Postkarte steht symbolisch für eine Aktion, die die Spieler in der zweiten Phase des Spiels nutzen können. Denn „Paris – Stadt der Lichter“ wird in zwei Phasen gespielt. In der ersten Phase hat jeder Spieler acht – wie das Spielbrett – quadratische Straßen-Plättchen, die er auf das Spielbrett legt. Platz ist für eben genau 16 Plättchen im Raster vier-mal-vier. Die Spieler sind abwechselnd am Zug. In seinem Zug hat der aktive Spieler die Wahl.

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Er kann eines seiner Straßen-Plättchen legen. Jedes dieser Plättchen hat Straßenabschnitte, die eine Kombination der eigenen Spielerfarbe, der des Gegners und der neutralen Farbe Lila zeigen, sowie auch Straßenlaternen. Beim Legen der Straßen-Plättchen sollte jeder Spieler darauf achten möglichst zusammenhängende Flächen der eigenen Spielerfarbe oder der neutralen Farbe zu bilden. Zudem sollten noch möglichst viele Straßenlaternen an diese Flächen angrenzen. Alternativ zum Legen eines Straßen-Plättchens kann ein Spieler auch eins von zwölf Gebäude-Plättchen aus einer offenen Auslage nehmen und vor sich ablegen.

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Diese Gebäude-Plättchen kommen – wie die Aktions-Postkarten – in der zweiten Phase des Spiels zum Einsatz. Haben beide Spieler ihre Straßen-Plättchen gelegt, beginnt die zweite Phase. In ihr legen die Spieler wiederum abwechselnd Gebäude-Plättchen auf eigene und neutrale Straßenabschnitte. Die platzierten Gebäude-Plättchen werden mit kleinen Schornsteinen in der eigenen Spielerfarbe versehen. Dabei darf der Spieler beginnen, der in der ersten Phase des Spiels zuerst alle seine Straßen-Plättchen auf das Spielbrett gelegt hatte. Anstatt ein Gebäude-Plättchen zu legen, kann ein Spieler auch eine der acht möglichen Postkarten-Aktionen nutzen. Dafür stehen jedem Spieler vier Marker zur Verfügung.

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Die Aktion einer mit einem Marker belegten Postkarte kann kein zweites Mal verwendet werden. Am Ende des Spiels gibt es dafür Punkte, wenn eigene Gebäude-Plättchen an Straßenlaternen angrenzen. Wobei die Größe des Gebäudes mit der Anzahl der angrenzenden Laternen multipliziert wird. Dazu wird noch der größte eigene Gebäudekomplex gewertet. Negative Punkte bringt es, wenn ein Spieler noch Gebäude-Plättchen vor sich liegen hat.

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Einschätzung
„Paris – Stadt der Lichter“ ist ein geniales zwei Personen Spiel. Das beginnt schon mit der Optik! Die Spieleschachtel könnte man auch als Gemälde an die Wand hängen. Auch der Rest des Spiels ist wunderschön gestaltet. Vor allem auch die Postkarten für die Aktionen. Wobei man zugeben muss: Sie hätten auch kleiner ausfallen können! Letztlich sind sie ja nur Platzhalter. Aber es passt eben zum Spiel. Neben der Optik kann „Paris – Stadt der Lichter“ noch an anderer Stelle punkten. Es hat einen geringen Platzanspruch – da reichen 50 Zentimeter im Quadrat – und passt so auf jeden Tisch; und sei er noch so klein.

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Dazu kommt, dass das Spiel mit minimalem Material und wenigen Regeln unheimlich viel Herausforderung bietet und hochspannend ist. Da beide Spieler versuchen auf engstem Raum das Optimum rauszuholen und der eigene Vorteil natürlich ein Nachteil für den anderen Spieler ist, ist der Konflikt vorprogrammiert. Jede der wenigen Entscheidungen will deshalb sehr gut überlegt sein. Ein Fehler kann das Spiel entscheiden. Es ist ein geistiges Duell auf höchstem Niveau in einem wunderbar gestalteten Ambiente. „Paris – Stadt der Lichter“ ist ein Spiel wie gemalt. Wir haben es genossen.

„Paris – Stadt der Lichter“
Autor: José Antonio Abascal
Verlag: Kosmos
Für 2 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: 20 Euro

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