
Das Thema Natur ist in den vergangenen Jahren bei Gesellschaftsspielen immer beliebter geworden. Da werden Wälder gepflanzt, Biotope errichtet, Nationalparks besucht. Unter diesen Spielen zum Thema Natur sticht das kleine Kartenspiel „Pixies“, das zunächst bei Bombyx und dann bei Pegasus Spiele erschienen ist, hervor. Seine besonders natürliche Note erhält das Spiel von Autor Johannes Goupy durch die Arbeit von Illustrator Sylvain Trabut. Er hat die namensgebenden „Pixies“ mit Materialien aus dem Wald gestaltet.
Wie funktioniert es?
In „Pixies“ legen wir Karten in ein dreimaldrei Raster vor uns. Die Karten zeigen lustige Waldwesen, die „Pixies“.

Es gibt Karten in vier Farben und manche sind auch mehrfarbig. Jede Karte zeigt eine Zahl zwischen eins und neun. Dazu gibt es auf vielen Karten noch zwei Arten von Symbolen; sie stehen für Pluspunkte und Minuspunkte.

Alle Karten werden gemischt und entsprechend der Anzahl der Leute, die mitspielen werden Karten in der Mitte ausgelegt. Bin ich am Zug nehme ich eine dieser Karten und lege sie in das vor mir gedachte Raster.

Dabei kommen die Karten mit den Zahlen eins bis drei in die oberste Reihe, darunter die Karten mit den Zahlen vier bis sechs und in die unterste Reihe die Sieben bis Neun. Sind alle Karten genommen, werden neue Karten aufgedeckt. Die Person, die die letzte Karte genommen hat, beginnt die nächste Runde. Wenn ich eine Karte in mein Raster lege, muss ich einige Regeln beachten. Nehme ich eine Karte, deren Zahl ich noch nicht habe, lege ich die Karte offen in mein dreimaldrei Raster.

Nehme ich eine Karte und besitze bereits eine Karte mit dieser Zahl in meinem Raster, drehe ich eine der beiden Karten, so dass sie verdeckt ist und lege die andere Karte offen darauf. Habe ich bereits zwei Karten einer Zahl muss ich, wenn ich eine dritte Karte mit dieser Zahl nehme, diese verdeckt an eine noch freie Stelle in mein Raster legen. Hat eine Person alle neun Felder der eigenen Auslage belegt, mit offenen oder verdeckten Karten, endet ein Durchgang bei „Pixies“. Gespielt wird immer über drei Durchgänge. Nach jedem Durchgang werden Punkte gezählt.

Punkte gibt es in „Pixies“ auf drei Arten. Erstens bring jede Karte so viele Punkte, wie die Zahl auf ihr, aber nur, wenn eine verdeckte Karte unter ihr liegt. Zweitens werden die Plus- oder Minuspunktsymbole auf einer Karte gezählt, egal, ob sie auf einer anderen Karte liegt. Und drittens gibt es Punkte für die größte zusammenhängende Gruppe von Karten derselben Farbe. Dabei gibt es in jedem Durchgang mehr Punkte für die einzelnen Karten in der Gruppe. Wer in der Summe von drei Durchgängen die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt.
Einschätzung

„Pixies“ ist ein schnell erklärtes, kleines, aber feines Kartenspiel für die gesamte Familie. Es muss nichts langwierig aufgebaut oder vorbereitet werden, sondern das Spiel kann direkt losgehen. Die Regeln sind überschaubar und leicht zu verstehen. Auch wenn im Spiel zunächst Vieles zufällig erscheint, kann ich dennoch wichtige taktische Entscheidungen treffen. Dazu muss ich das Raster der anderen immer im Blick haben und ein wenig darauf achten, welche Karten schon aufgetaucht sind und welche noch kommen könnten.

Welche Karte darf ich den anderen nicht überlassen, weil sie ihnen viele Punkte bringt oder einen Durchgang frühzeitig beenden würde. Da nur neun Plätze belegt werden, spielen sich die Durchgänge flott. Was ins Auge fällt und bei mir besonders gut ankommt, sind die „Pixies“ auf den Karten. Die kleinen Naturwesen sind von Illustrator Sylvain Trabut mit Materialien aus dem Wald von Hand gestaltet worden und sie sehen einfach umwerfend gut aus. Das macht „Pixies“ zu einem besonderen Naturspiel. Es ist ein schöner lockerer Start in einen längeren Spieleabend oder auch ein schöner Abschluss. Es ist auch ideal für Menschen, die nur wenig spielen. Und „Pixies“ ist auch ein echter Tipp für die Urlaubsreise, weil die kleine Schachtel überall reinpasst.
„Pixies“
Autor: Johannes Goupy
Illustration: Sylvain Trabut
Verlag: Pegasus Spiele
Für 2 – 5 Personen
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: 12 Euro
