Postcards

© Elznir Games / Synapses Games

Frankreich ist ein Land mit einer langen und stolzen Vergangenheit, mit viel Kultur, ausgezeichnetem Essen und wunderschönen Landschaften. Das Land erstreckt sich von der rauen Atlantikküste der Bretagne bis zu den Alpen und den sonnigen Stränden der Côte d’Azur am Mittelmeer. Berühmt sind nicht nur Sehenswürdigkeiten wie der Eifelturm und der Arc de Triomphe oder die Kathedrale Notre-Dame de Paris. Weltweit kennt man französische Comics und natürlich die Tour de France. Zu einer Tour mit dem Fahrrad durch Frankreich lädt auch das bei Elznir Games erschienene „Postcards“ von Éric Dubus und Simon Kayne ein. Es besticht nicht nur, aber besonders, durch in der Größe von Postkarten gehaltenen Karten. Die Illustrationen des Studios Crocotame sind jedenfalls äußerst ansehnlich.

Wie funktioniert es?

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Bei „Postcards“ geht es darum mit dem Fahrrad durch Frankreich zu fahren und aus verschiedenen Regionen Postkarten zu versenden. Das ist die Grundidee. Dafür haben wir ein großes Spielbrett, dass Frankreich mit seinen 13 in Europa gelegenen Regionen zeigt. Von der Bretagne im Nordwesten bis zu Korsika im Südosten. Jede Region ist nummeriert und zeigt mehrere Zeltplätze.

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Alle erhalten ein persönliches Tableau, auf das sie 13 Zeltmarker legen und einen Fahrrad-Marker, der dann in eine Startregion auf dem Spielbrett gestellt wird. Diese Startregion wird durch zufällig verteilte Routenkarte bestimmt. Außerdem erhalten alle jeweils eine zufällige Postkarte. Diese Postkarten zeigen Sehenswürdigkeiten und Natur aus allen 13 Regionen. Die restlichen Postkarten werden gut gemischt und der Stapel oberhalb des Spielbretts platziert.

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Drei Postkarten werden in eine Auslage gelegt. Diese Postkarten gilt es im Laufe des Spiels zu verschicken und so Punkte zu sammeln. Welche Postkarten aus welchen Regionen besonders lohnenswert sind, wird durch die persönlichen Routenkarten bestimmt. Dann erhalten alle noch je fünf Reisekarten.

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Die Reisekarten gibt es in vier Farben und mit drei unterschiedlichen Symbolen darauf. Bin ich am Zug, muss ich drei meiner fünf Karten spielen. Ich kann die Symbole auf den Karten nutzen, um Aktionen auszuführen. Nutze ich das Fahrradsymbol, fahre ich von einer Region in die nächste. Das Postkartensymbol erlaubt es mir, eine neue Postkarte zu nehmen. Und mit dem Zeltsymbol schlage ich ein Zeltlager in der Region auf, in der ich mich gerade befinde.

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Ich lege dann einen Zeltmarker von meinem Tableau auf einen Zeltplatz in der entsprechenden Region. Sollte es auf einer meiner Postkarten ein Symbol geben, dass dem Symbol des belegten Zeltplatzes entspricht, sammle ich dadurch Souvenirs und kann Bonusaktionen auslösen.
Ich kann auch die Reisekarten nutzen, um Briefmarken auf Postkarten zu kleben. Dabei kommt es dann auf die Farbe der Karte und nicht das Symbol auf der Karte an. Habe ich alle drei Reisekarten gespielt, ziehe ich neue Reisekarten auf, bis ich wieder fünf Karten auf der Hand habe. Immer fünf Reisekarten liegen in einer offenen Auslage auf dem Spielbrett. Ich kann neue Reisekarten aber auch vom Stapel der Reisekarten ziehen. Nach meinem Zug wird die Auslage wieder aufgefüllt.

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Sobald eine Postkarte, die ich bei mir liegen habe, vollständig frankiert ist und ich mich in der dazu gehörenden Region befinde, kann ich sie verschicken. Wenn ich das mache, dann bringt mir das Sieg-Punkte und Geschenkkarten. Diese Geschenkkarten bringen mir wiederum Vorteile während des Spiels oder Sieg-Punkte in der Endwertung. Das Spiel geht in die Schlussphase, sobald eine Person ihre vierte Postkarte verschickt hat. Dann wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt. Dann kommen zu den Sieg-Punkten, die ich während des Spiels schon gesammelt habe, noch Punkte von meiner Routenkarte hinzu, sowie von nicht verschickten Postkarten. Wer nun die meisten Punkte hat, gewinnt.

Einschätzung

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„Postcards“ ist ein eingängiges und thematisch sehr dichtes und schön umgesetztes Familienspiel, das zudem noch gut aussieht. Da schlagen vor allem die Postkarten aus den Regionen zu buche, die mich sehr ansprechen! Viele der Sehenswürdigkeiten kenne ich zumindest von Bildern. Da wird Sehnsucht geweckt und der Wunsch mal selbst dorthin zu fahren.
Die Regeln sind sehr überschaubar: Spiele drei Karten und nutze ihr Symbol für eine Aktion oder ihre Farbe, um eine Briefmarke zu kleben. Die Herausforderung besteht im Grunde darin, zu entscheiden, wie ich das am geschicktesten mache, um die Aktionen möglichst effektiv zu nutzen oder, wann ich lieber Briefmarken aufklebe. Ich sollte dabei immer im Kopf haben, dass nach nur vier von einer Person verschickten Postkarten bereits das Spielende kommt. Das kann sehr schnell gehen!

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Da muss ich im Auge haben, was alle anderen machen. Das alles ist durchaus auch anspruchsvoll. Die Soloversion, die es gibt, hat es dann noch mehr in sich. Das geht meiner Meinung nach über Familienspielniveau fast schon hinaus, weil es einiges an Aufmerksamkeit erfordert, den Automa korrekt zu spielen. Eine Erweiterung mit Tierpostkarten ist auch schon beigefügt, die das Spiel noch interessanter macht.
Insgesamt ist „Postcards“ ein sehr schön gestaltetes, thematisches Familienspiel, das richtig gespielt auch anspruchsvoll werden kann. Für Menschen, die Frankreich lieben und da gerne Urlaub machen, ist es sicher noch mal interessanter.

„Postcards“
Autor: Éric Dubus, Simon Kayne
Illustration: Crocotame Studio
Verlag: Elznir Games
Für 1 – 4 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 30 – 60 Minuten
Preis: 35 Euro

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