Qwirkle Flex

© Schmidt Spiele

Gute Spiele müssen nicht kompliziert sein oder mit viel Ausstattung daherkommen. Ein Beweis dafür ist „Qwirkle“. Das Spiel von Autorin Susan McKinley Ross war 2011 Spiel des Jahres. Jetzt hat Schmidt Spiele eine neue Version des sehr erfolgreichen Titels herausgebracht. Mit Erlaubnis der Autorin hat der bekannte Spieleautor Dr. Reiner Knizia „Qwirkle Flex“ entwickelt. Bei gleichen Abläufen und Spielgefühl bietet das neue Spiel mehr taktische Möglichkeiten und damit Herausforderungen.

Wie funktioniert es?

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Bei „Qwirkle Flex“ lege ich Spielsteine, die mit bunten Symbolen bedruckt sind, in eine Reihe und versuche damit möglichst viele Punkte zu erzielen. Es gibt sechs verschiedene Symbole in jeweils sechs unterschiedlichen Farben und das ganze dreimal. Neu ist jetzt, dass es auch drei verschiedene Hintergrundfarben gibt: Schwarz, Weiß und Schwarz/Weiß. Und mit den Hintergrundfarben kann ich jetzt auch auf neue Art Punkte bekommen.

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Alle 108 Spielsteine werden in einen Beutel geworfen und gut durchgemischt. Alle ziehen je sechs Spielsteine und stellen sie auf kleine Bänkchen, und zwar so, dass die anderen die Steine nicht sehen können. Eine Person beginnt und legt eine Reihe mit Steinen aus. Dabei gilt die Regel zu beachten, dass alle Steine in einer Reihe entweder die gleiche Farbe oder aber das gleiche Symbol haben müssen. Außerdem darf in einer Reihe mit gleicher Farbe nicht zweimal das gleiche Symbol auftauchen. Ebenso darf in einer Reihe mit gleichen Symbolen nicht zweimal die gleiche Farbe vorhanden sein. So können also maximal sechs Steine in einer Reihe liegen. Die Hintergrundfarbe spielt bei alledem keine Rolle. Dann werden aus dem Beutel wieder so viele Steine gezogen, wie gelegt wurden. Die nächste Person muss dann an die schon bestehende Reihe eigene Steine anlegen. So entsteht ein Gitternetz aus Reihen, die immer wieder neue Möglichkeiten bieten, wo ich Steine anlegen kann.

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Für jeden Stein, den ich passend an eine Reihe anlege gibt es einen Punkt pro Stein in dieser Reihe. Wenn ich es geschickt mache, kann ich einen Stein oder auch mehrere Steine so anlegen, dass ich damit gleichzeitig bei mehreren Reihen punkte. Vervollständige ich eine Reihe, so dass nun alle sechs möglichen Steine in einer Reihe liegen, dann ist das ein „Qwirkle“, der mit sechs zusätzlichen Punkten belohnt wird. Bisher konnte man so nur in senkrechten und waagerechten Reihen punkten.

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Die Hintergrundfarben eröffnen jetzt die Möglichkeit auch mit diagonalen Reihen Punkte zu holen. Hier kommt es nur auf die Hintergrundfarbe an, die in der diagonalen Reihe gleich sein muss. Farben und Formen der Steine sind nicht von Bedeutung. Aber auch hier kann eine Reihe aus maximal sechs Steinen bestehen. Das Spiel endet, wenn die erste Person alle Steine von ihrem Bänkchen gelegt hat, nachdem im Beutel keine Steine mehr sind.

Einschätzung

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Ich war vor 15 Jahren schon begeistert von „Qwirkle“. Das Spiel habe ich gerne Familien empfohlen. Das ist bei „Qwirkle Flex“ nicht anders. Zwar ist „Qwirkle Flex“ schon anspruchsvoller, weil es mehr taktische Elemente mitbringt, aber es ist immer noch das gleiche gute Familienspiel. Die klaren und kurzen Regeln sind in der Anleitung mit vielen Beispielen versehen, die gut illustrieren, wie das Spiel funktioniert und Punkte geholt werden können. Das macht den Einstieg leicht und auch für Kinder ab sieben Jahren gut verständlich. Tatsächlich brauche ich die Anleitung nach der ersten Partie nicht mehr, weil die Regeln so intuitiv sind. „Qwirkle Flex“ hat keine Längen, bleibt bis zum Schluss spannend, bietet aber im Vergleich zum Original eben noch mal mehr Möglichkeiten für Punkte.

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Alles zusammengenommen ist „Qwirkle Flex“ eines jener Spiele, die man treffend mit „genial einfach und dabei einfach genial“ umschreibt. Davon abgesehen ist „Qwirkle Flex“ ideal als Spiel für den Urlaub, denn außer dem Beutel mit den Steinen braucht man nichts mitzunehmen und den Steinen machen weder Wind noch Wetter etwas aus. Das Spiel funktioniert auf der Decke am Strand genauso gut wie auf dem Tisch in der Berghütte. Und es ist sehr schnell auch Menschen erklärt, die sonst nie spielen.

„Qwirkle Flex“
Autor: Susan McKinley Ross & Reiner Knizia
Verlag: Schmidt Spiele
Für 2 – 4 Spieler
Ab 7 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: 35 Euro

 

 

 

 

 

 

 

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