Qwirkle

© Schmidt Spiele

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Sechs verschiedene Symbole und sechs unterschiedliche Farben – mehr braucht es nicht, um ein sehr interessantes und spannendes Spiel zu kreieren. Das jedenfalls macht „Qwirkle“ deutlich, das in diesem Herbst bei Schmidt Spiele erschienen ist. Dabei kann es schon erstaunen, dass es immerhin vier Jahre gedauert hat, bis dieses Spiel eines amerikanischen Verlages nun endlich auch in Deutschland herausgekommen ist. Denn die Spielidee hinter „Qwirkle“ ist denkbar einfach.

In einem Stoffbeutel befinden sich 108 quadratische Spielsteine aus Holz. Es gibt sechs verschiedene Symbole in jeweils sechs unterschiedlichen Farben und das ganze dreimal. Jeder Spieler zieht nun sechs Spielsteine aus dem Beutel. Dabei stellen die Spieler die Steine so vor sich ab, dass jeder nur bei sich selbst sehen kann, welche Steine er hat. Ein Spieler beginnt nun und legt eine Reihe mit Steinen aus. Entweder müssen diese Steine die gleiche Farbe haben oder aber sie müssen das gleiche Symbol tragen. Hier gilt die Regel, dass in einer Reihe mit gleicher Farbe nicht zweimal das gleiche Symbol auftauchen darf. Ebenso darf in einer Reihe mit gleichen Symbolen nicht zweimal die gleiche Farbe vorhanden sein. So können also maximal sechs Steine in einer Reihe liegen. Dann muss der Spieler so viele Steine aus dem Beutel ziehen, bis wieder sechs Steine vor ihm stehen.

Der nächste Spieler muss nun an die bestehende Reihe wiederum eigene Steine anlegen und kann so eine neue Reihe bilden. Nach und nach entsteht ein Gitternetz aus Reihen, die immer wieder neue Möglichkeiten des Anlegens bieten. Dabei gilt es geschickt vorzugehen, um die größte mögliche Anzahl an Punkten aus den angelegten Steinen zu holen. Für jeden Stein in einer Reihe, die man ergänzt oder neu legt, gibt es jeweils einen Punkt. Wer es schafft, eine Reihe mit dem sechsten Stein zu komplettieren, erzielt einen „Qwirkle“ und holt zwölf Punkte.

Die klaren und kurzen Regeln sind mit vielen Beispielen versehen, die gut illustrieren, wie das Spiel funktioniert und Punkte geholt werden können. Das macht den Einstieg in dieses Spiel leicht und auch für Kinder ab sieben Jahren gut verständlich. „Qwirkle“ ist im Grunde ein klassisches Legespiel mit dem Glücksfaktor des „blinden“ Nachziehens. Doch eigentlich entscheidend für den Erfolg sind die Überlegungen, wo man eigene Steine möglichst punkteträchtig anlegt. Gleichzeitig sollte man auch immer ein Auge dafür haben, wo man den Mitspielern Punkte verbauen kann. „Qwirkle“ hat keine Längen, sondern bleibt bis zum Schluss spannend. Alles zusammengenommen ist „Qwirkle“ eines jener Spiele, die man treffend mit „genial einfach und dabei einfach genial“ umschreibt.

„Qwirkle“
Autor: Susan McKinley Ross
Verlag: Schmidt Spiele
Für 2 – 4 Spieler
Ab 6 Jahren
Dauer: 45 Minuten
Preis: ca. 25 Euro

 

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