Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit

© Frosted Games

Wie sieht die Welt nach einer Apokalypse aus? Das war in den vergangenen Jahren immer wieder Thema in Kinofilmen. Auch in Gesellschaftsspielen ist das ein inzwischen sehr beliebtes Thema und Setting. Beispielhaft seien hier nur „After Us“ oder „Revive“ genannt, die beide 2023 bei Pegasus Spiele erschienen sind. Nach dem Untergang der vorherigen Zivilisation muss es irgendwie weitergehen, vieles wieder neu aufgebaut werden. Diesem thematischen Hintergrund folgt auch „Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit“ vom bekannten Spieleautor Reiner Knizia. Im dem bei Frosted Games erschienen Spiel gilt es im postapokalyptischen Schottland und Irland Nahrungsfelder anzulegen und Energieanlagen zu errichten, um damit Punkte über Mehrheiten zu generieren. Für die Illustrationen zeichnen Anna Przybylska und Kate Redesiuk verantwortlich.

Wie funktioniert es?

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„Rebirth“ ist ein Plättchenlegespiel, bei dem wir Schottland oder Irland – je nachdem auf welcher Seite des Spielbretts wir spielen – wieder aufbauen. Das tun wir, indem wir Nahrungsfelder anlegen und Energieanlagen errichten und auch Häuser in Städte bauen. Durch das Legen der verschiedenen Plättchen platzieren wir Burgen und versuchen diese zu kontrollieren. Außerdem bauen wir an Kathedralen mit. Wenn wir das tun, erhalten wir sogenannte Missionskarten, die uns Ziele vorgeben, die wir erfüllen können, um dadurch am Ende des Spiels Siegpunkte zu erhalten. Bei „Rebirth“ gibt es viele Mehrheiten-Wertungen. Mein Ziel ist es, die Mehrheit auf Feldern rund um Burgen und Kathedralen zu haben oder auch in Städten. Das ist die Spielidee von „Rebirth“.

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Wir haben vor uns einen großen Spielplan, der auf der einen Seite Schottland zeigt und auf der anderen Seite Irland. Bevor wir starten, müssen wir uns dafür entscheiden, welches der beiden Länder wir spielen wollen. Die Pläne der beiden Länder sind in Felder unterteilt, auf denen verschiedene Dinge aufgedruckt sind. Da gibt es Burgfelder und Kathedralenfelder, Stadtfelder und Felder mit Nahrungs-Symbol und solche mit Energie-Symbol; nur ganz wenige sind gänzlich leer. Wir wählen alle eine Farbe und erhalten Burgen und Teile von Kathedralen und Plättchen mit Nahrung- und Energie- und Haussymbolen in dieser Farbe. Wir mischen unsere Plättchen verdeckt und ziehen ein Plättchen auf die Hand. Je nach Anzahl der Leute, die mitspielen werden teilweise noch mehrere Plättchen entfernt.

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Der Stapel der Missionskarten wird gemischt und auf dem Spielplan verdeckt bereitgelegt. Das ist die Spielvorbereitung für Schottland, welches man zuerst spielen sollte. Die Vorbereitung für Irland läuft ein wenig anders ab. Der Spielablauf ist aber sowohl bei Schottland als auch bei Irland im Wesentlichen gleich.

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Bin ich am Zug, lege ich das Plättchen, das ich auf meiner Hand habe auf ein passendes Feld auf dem Spielplan. Sobald ich ein Plättchen neben ein Burgfeld platziere, darf ich dann dort eine Burg in meiner Farbe hinstellen. Voraussetzung ist, dass ich die meisten Plättchen angrenzend zu diesem Burgfeld besitze. Bei Gleichständen bei der Anzahl der Plättchen zählen die Nahrungs- und Energieplättchen mehr als die Plättchen mit dem Haussymbol.

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Werde ich von einer anderen Person übertroffen, so wechselt die Kontrolle über das Burgfeld und die andere Person gibt mir meine Burg zurück und stellt eine ihrer Burgen auf dieses Feld. Bei Kathedralenfeldern läuft das ein wenig anders ab. Platziere ich ein Plättchen neben einem Feld mit einer Kathedrale, lege ich eines meiner Kathedralenstücke auf dieses Feld.

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Liegt dort schon ein Kathedralenstück einer anderen Person, setze ich mein Stück einfach oben drauf. Anschließend nehme mir die oberste Karte vom Stapel der Missionskarten. Nun weiß ich, welches Ziel ich beim Legen meiner Plättchen verfolgen könnte. Auf jedem Kathedralenfeld kann nur immer eins meiner Kathedralen-Teile liegen. So muss ich meine Plättchen weitflächiger über den Spielplan verteilen.

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In Städten geht es darum, dass ich versuche, eine Mehrheit an Haus Symbolen in einer Stadt zu haben. Die Städte gibt es in verschiedenen Größen. Ich erhalte während des Spiels Punkte, wenn ich in einer Stadt vertreten bin, sobald alle Felder dieser Stadt komplett belegt sind. Für das Legen von Nahrungs- und Energieplättchen bekomme ich ebenfalls Punkte. Je mehr zusammenhänge Plättchen ich in meiner Farbe mit demselben Symbol ich habe, desto mehr Punkte gibt es dafür. Habe ich ein Plättchen gelegt, ziehe ich ein neues Plättchen nach und die nächste Person ist am Zug. Das Spiel endet, wenn alle Plättchen von allen Personen gelegt sind. Am Ende des Spiels erhalte ich Punkte für erfüllte Ziele auf Missionskarten und für eigene Burgen auf dem Spielbrett. Wer dann die meisten Punkte hat gewinnt.

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Einschätzung
„Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit“ ist sehr schnell aufgebaut und auch schnell erklärt, denn die Regeln sind wenige und sehr eingängig. Ich lege ein Plättchen, erhalte dafür Punkte, darf eventuell eine Burg platzieren und vielleicht gleichzeitig auch ein Teil einer Kathedrale legen. Das ist sehr einfach. Ich habe auch nicht viel Auswahl, denn ich habe immer nur ein Plättchen auf der Hand, das ich platzieren kann. Ich muss mir am Anfang des Spiels ein bisschen überlegen, was ich so machen will. Will ich mehr Burgen errichten, oder versuche ich über Kathedralen schnell viele Aufgaben zu bekommen, die ich versuche zu erfüllen, oder will ich große Flächen aus gleichen Plättchen legen.

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Viel hängt natürlich davon ab, welche Ziele ich auf den Missionskarten bekomme und so kann es schon klug sein, früh viele der Missionskarten gezogen zu haben. Natürlich kommt es bei „Rebirth“ auch darauf an Missionskarten zu ziehen, die schon zu dem passen, was ich bisher getan habe oder im entscheidenden Moment auch mal das richtige Plättchen zu ziehen, um mir eine Mehrheit an einer Burg oder in einer Stadt zu sichern. Da kommt es bei „Rebirth“ schon auch auf das entsprechende Glück an. Das wiederum macht es auch für Familien gut zugänglich, die „Rebirth“ auch mit jüngeren Kindern spielen können! Das Spiel ist ab acht und das passt dann tatsächlich auch. „Rebirth“ ist auch schnell gespielt. Schön ist, dass man mit der Irland Seite schon eine zweite Variante des Spiels hat, die nochmal ein bisschen anders zu spielen ist, weil hier neue Elemente reinkommen.

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„Rebirth“ ist eines dieser Spiele, die man, wenn man es einmal gespielt hat, sofort wieder nach einer gewissen Zeit rausholen kann, aufbaut, erklärt und losspielt, ohne sich viele Gedanken machen zu müssen, weil die Regeln einfach so eingängig sind. Dabei hat das Spiel durchaus Spieltiefe und fordert heraus. Das Spielmaterial ist wunderschön gestaltet und macht Lust darauf das Spiel zu beginnen. Das Thema Wiederaufbau nach der Apokalypse kommt übrigens überhaupt nicht rüber. Es erinnert durch die Burgen und Kathedralen mehr an ein Aufbauspiel, das im Mittelalter angesiedelt ist. Aber das ist auch nicht schlimm. „Rebirth“ ist ein sehr gutes Familienspiel, das mir persönlich viel Spaß macht, auch wenn ich bis jetzt noch nie gewonnen habe. Es ist ein Spiel, das ich sehr empfehlen kann.

„Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit“
Autor: Reiner Knizia
Illustration:
Verlag: Frosted Games
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 45 Minuten
Preis: 50 Euro

 

 

 

 

 

 

 

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