Silver & Gold

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Spätestens seit dem zweiten Teil der Filmreihe „Fluch der Karibik“ ist klar: Auf einsamen Inseln lassen sich mit Hilfe von Schatzkarten entsprechend wertvolle Kisten heben. Und wer schon einmal eine Schatzkarte gesehen hat, der weiß: Die Kreuze sind entscheidend! Da liegt der Schatz vergraben. Diesen Gedanken hat Phil Walker-Harding aufgegriffen und das Spiel „Silver & Gold“ entwickelt, das beim Nürnberger-Spielkarten-Verlag erschienen ist. Dort heißt es vielversprechend im Untertitel „100 Kreuze – 1000 Schätze“. Na dann mal los!

Wie funktioniert es?
Die Schatzkarten bei „Silver & Gold“ gibt es in einer handlichen Kreditkarten-Größe. Dazu sind sie praktischerweise abwischbar. Zu Spielbeginn sucht sich jeder Spieler aus vier zufälligen Karten zwei Schatzkarten aus, die er offen vor sich auslegt. Die Schatzkarten gibt es in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Je schwieriger eine Karte zu lösen ist, umso mehr Punkte bringt sie aber auch ein. Acht, zehn, zwölf und vierzehn Punkte können mit einer Schatzkarte gewonnen werden. Der Schwierigkeitsgrad einer Schatzkarte wird durch die Anzahl der Felder bestimmt, die auf ihr zu sehen und anzukreuzen sind. Welche Felder angekreuzt werden dürfen, bestimmen Expeditionskarten, die zufällig von einem Stapel aufgedeckt werden. Jede Expeditionskarte zeigt ein Muster, das dann für alle Spieler gilt. Entsprechend dem Muster der aufgedeckten Expeditionskarte kreuzen die Spieler bei sich auf einer der zwei Schatzkarten Felder an. Dabei kann das vorgegebene Muster auch gedreht oder gespiegelt werden. Alternativ können die Spieler auch ein einzelnes beliebiges Feld auf einer der beiden Schatzkarten ankreuzen. Sonderfelder auf den Schatzkarten sorgen für zusätzliche Punkte oder helfen, Karten schneller zu füllen. Hat ein Spieler alle Felder einer Schatzkarte angekreuzt, dann erhält er die Siegpunkte für die Schatzkarte und darf sich eine neue Schatzkarte nehmen. Dafür liegen immer vier Schatzkarten in einer offenen Auslage. Sonderfelder auf den Schatzkarten geben. Nach sieben Expeditionskarten endet eine Runde. Nach vier Runden endet das Spiel. Wer dann die meisten Punkte durch Schatzkarten und Sonderwertungen hat, der gewinnt.

Einschätzung
„Silver & Gold“ ist sehr schnell erklärt und leicht zu verstehen. Das Material ist solide und die Karten lassen sich tatsächlich auch nach vielen Partien noch gut abwischen und sehen immer noch wie neu aus. „Silver & Gold“ spielt sich flott, was auch daran liegt, dass alle Spieler immer gleichzeitig agieren. Lästige Wartezeiten gibt es nicht.

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Uns hat es Spaß die Karten zu füllen und taktisch clever Punkte zu sammeln. Natürlich spielt der Zufall eine nicht unwesentliche Rolle. Welche Expeditionskarte gezogen wird, weiß man vorher nicht. Allerdings ist die Anzahl der Expeditionskarten begrenzt und die Muster, die sie zeigen können, sind grundsätzlich bekannt. So können die Spieler schon taktisch vorgehen und sich Optionen überlegen. Das sehr flüssige und unterhaltsame Spielerlebnis und die angenehm kurze Spieldauer sorgen dafür, dass „Silver & Gold“ einen hohen Wiederspielreiz hat. Wegen seiner kompakten Größe ist es übrigens auch ein ideales Reisespiel für den Urlaub. Insgesamt ist „Silver & Gold“ kurzweilig und gut und wurde in Österreich mit dem Preis „SpieleHit für Familien“ ausgezeichnet.

„Silver & Gold“
Autor: Phil Walker-Harding
Verlag: NSV – Nürnberger-Spielkarten-Verlag
Für 2 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: 12 Euro

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