Spiel des Jahres 2026

Nun stehen also die Spiele fest, die dieses Jahr den begehrten Preis „Spiel des Jahres“, „Kinderspiel des Jahres“ und „Kennerspiel des Jahres“ gewinnen konnten.

 

© Frederic Schweizer für Spiel des Jahres e.V.

Zum Spiel des Jahres 2026 wurde „Dito“ gekürt. Dito ist Latein und bedeutet ebenso! „Dito“ ist ein Spiel, bei dem es um Worte geht. Die drei bis sieben Leute, die mitspielen, bekommen drei Fragen gestellt. Zum Beispiel: „Was mögen Kinder nicht gerne essen?“, „Woran riechst Du, bevor Du es kaufst?“ und „An was denken Menschen, wenn sie an London denken?“ Zu diesen drei Fragen müssen alle geheim jeweils drei Antworten in ein Raster von drei mal drei Feldern eintragen. Ich bekomme Punkte, wenn meine Antworten mit den Antworten von anderen übereinstimmen. Am besten ist es, wenn die Übereinstimmung mit genau einer anderen Person besteht. Das gibt dann noch mehr Punkte. Die Worte in den entsprechenden Feldern markiere ich. Zusätzlich gibt es Punkte, wenn ich eine Zeile oder Spalte in meinem Raster komplett mit markierten Feldern gefüllt habe. „Dito“ wird über drei Runden gespielt. Es gewinnt, wer am Ende die meisten Punkte hat. „Dito“ macht sehr viel Spaß! Es hat einfache Regeln und ist in den unterschiedlichsten Spielegruppen gut spielbar. Mit dem Martin Ang hat zum ersten Mal ein Autor aus Indonesien den Preis „Spiel des Jahres“ gewonnen. Erschienen ist es auf Deutsch bei Game Factory. Drei bis sieben Personen ab zehn Jahren können rund eine halbe Stunde Spaß haben und das zum Preis von etwa 28 Euro. Zurzeit ist das Spiel aber komplett vergriffen.

Mit „Dito“ hat sich die Jury für das kommunikativste der drei nominierten Spiele entschieden. Fast schon ein Partyspiel, das ein wenig an „Just One“ erinnert.

 

© Frederic Schweizer für Spiel des Jahres e.V.

Die Auszeichnung Kennerspiel des Jahres hat „Rebirth“ eingeheimst. „Rebirth“ ist ein Plättchenlegespiel, bei dem wir Schottland oder Irland – je nachdem für welches Land wir uns entscheiden – wieder aufbauen. Das tun wir, indem wir Nahrungsfelder anlegen und Energieanlagen errichten und Häuser in Städte bauen. Das alles bringt schon mal Siegpunkte ein. Durch das Legen der Plättchen versuchen wir Burgen zu kontrollieren und bauen an Kathedralen mit. Wenn wir an Kathedralen mitbauen, erhalten wir Aufgabenkarten, die wir erfüllen können, um zusätzlich Siegpunkte zu erhalten. Bei „Rebirth“ gibt es viele Mehrheiten-Wertungen, die ebenfalls Siegpunkte einbringen. Mein Ziel ist es, die Mehrheit auf Feldern rund um Burgen und Kathedralen zu haben oder auch in Städten. „Rebirth“ stammt von Reiner Knizia. Es ist bei Frosted Games erschienen und für zwei bis vier Personen ab acht Jahren geeignet. Der Wiederaufbau dauert knapp 45 Minuten und kostet rund 50 Euro.

Mit „Rebirth“ hat das klassischste unter den drei nominierten Spielen gewonnen, das vermutlich auch die meisten Menschen ansprechen wird. Gegen „Bossfighters QR“ hat für manche die Verwendung einer App gesprochen. „Moon Colony Bloodbath“ kommt auch nicht bei allen gut an, weil es eher ein negatives und destruktives Spielerlebnis darstellt, wenn die gesamte Mondkolonie dahingerafft wird.

 

© Frederic Schweizer für Spiel des Jahres e.V.

Kinderspiel des Jahres 2026 ist „Die Insel der Mookies“. Ein zwei Personenspiel für Kinder ab vier Jahren. Es geht darum Karten mit bestimmten Mookie-Familien zu sammeln. Dazu werden abwechselnd Karten von zwei Stapeln gezogen und dem eigenen Kartenstapel hinzugefügt. Da die Karten auf beiden Seiten einen Mookie zeigen, müssen sich die Kinder entscheiden, welche Seite sie nach oben auf ihren eigenen Stapel legen wollen. Da heißt es sich zu merken, was schon im eigenen Stapel steckt. Spinnenkarten haben negative Effekte und können in den gegnerischen Stapel kommen. Ein Spiel, wie „Die Insel der Mookies“ habe ich noch nicht gesehen. Ein Kartensammelspiel für Kinder in dem Alter und das als Zwei Personen Spiel. Autor Florian Sirieix wurde durch seinen Sohn zu dem Spiel inspiriert, der schon sehr früh Sammelkartenspiele spielen wollte. Erschienen ist „Die Insel der Mookies“ bei Kosmos. Es dauert rund 15 Minuten und kostet etwa 15 Euro.

 

Für mehr Infos geht es hier zur Spiel des Jahres Seite.

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