Splitter

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Die Titel von Spielen sind nicht immer ganz so einfach. Mitunter stellt sich die Frage: Wie ist der Name des Spiels denn nun auszusprechen? Besonders wenn es sich um einen Titel handelt, der aus einer anderen Sprache kommt. Auf welcher Silbe muss zum Beispiel „Hanabi“ betont werden; oder „Kitara“ oder „Nidavellir“, um zwei neuere Beispiele zu nennen. Das beim Nürnberger-Spielkarten-Verlag erschienene „Splitter“ scheint da eindeutig zu sein. Doch der Schein trügt, denn es geht hier nicht um einen Splitter – wie es ihn beim Holz oder Metall gibt -, sondern ums Teilen. Abgeleitet ist der Titel nämlich vom englischen Wort „to split“. Also musss auch der Titel des Spiels englisch ausgesprochen werden.

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Wie funktioniert es?
Bei „Splitter“ handelt es sich um einen Vertreter der sehr beliebten Roll & Write Spiele. Das Spiel besteht aus zwei Blöcken mit jeweils 50 Blättern. Jedes Blatt zeigt 44 Kästchen, die je nach Block unterschiedlich verteilt sind. Zwei Kästchen zeigen einen Stern. Auf dem einen Block gibt es außerdem noch drei Felder, die ein Herz zeigen. Zur Bedeutung der Symbole später mehr. Was alle Blätter auf beiden Blöcken gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass die 44 Kästchen durch eine Trennlinie in der Mitte des Blattes in zwei Hälften geteilt sind. Auf beiden Seiten der Trennlinie sind die 22 Kästchen jeweils gespiegelt – also identisch verteilt. Von einem der beiden Blöcke bekommt jede Person, die mitspielt, ein Blatt und einen Bleistift. Jetzt kann es schon losgehen.

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Wir haben zwei normale sechsseitige Würfel. Die werden geworfen und dann müssen, alle die gewürfelten Zahlen auf ihrem Blatt auf beiden Seiten der Trennlinie gespiegelt eintragen. Also ins identische Kästchen, nur auf der anderen Seite der Trennlinie. Mein Ziel ist es dabei möglichst Gruppen gleicher Zahlen zu bilden. Eine Eins sollte möglichst allein stehen! Eine Zwei sollte neben genau einer anderen Zwei stehen, wobei diagonal nicht als nebeneinander gilt! Eine Drei sollte mit genau zwei anderen Dreien verbunden sein, usw. Wenn nur zwei Dreien nebeneinanderstehen, dann zählt es nicht und wenn es vier Dreien sind, die miteinander verbunden sind, dann auch nicht. Sind alle Kästchen gefüllt, endet das Spiel und es gewinnt, wer die meisten Punkte erzielen konnte.

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Dabei gibt es für jede einzelne Eins einen Punkt, für jedes Paar aus genau zwei Zweien zwei Punkte, für genau drei Dreien, die miteinander verbunden sind, drei Punkte, usw. bis zur Sechs. Die erzielten Punkte auf den Kästchen mit Stern werden dabei verdoppelt, also sollte ich dafür sorgen dort tatsächlich Punkte zu holen. Dabei lohnen sich hohe Zahlen natürlich besonders, die aber wiederum schwerer als Gruppe zu verwirklichen sind. Verwenden wir den Block mit den Herzen, gibt es dort fünf Punkte extra, wenn es mir gelingt, dass in jedem Kästchen mit einem Herz die gleiche Zahl steht.

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Einschätzung
„Splitter“ ist ein in jeder Hinsicht unkompliziertes Spiel, das aber dennoch sehr viel Spaß macht. Ich kann es fast überall spielen und auch, wenn ich nur wenig Zeit habe; allein oder mit anderen. Zum Beispiel im Freibad oder am Strand oder auf einer Zugfahrt in den Urlaub. Es bietet einen sehr schnellen Einstieg und hat nur sehr wenige und nicht komplizierte Regeln und doch ist es herausfordernd und spannend. Natürlich hat es viel mit Spekulation zu tun, aber auch mit der richtigen Taktik und ein wenig Wahrscheinlichkeitsrechnung. Ich muss mir bestimmte Optionen offenhalten und erkennen, wo ich mich in eine Sackgasse manövriere, aus der ich nicht mehr rauskommen kann. Bei „Splitter“ stimmt’s mal wieder: Die einfachen Dinge im Leben sind manchmal die besten.

„Splitter“
Autor: Stefan Nikolic
Verlag: Nürnberger Spielkarten Verlag
Für 1 – 12 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 15 Minuten
Preis: 10 Euro

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