Team Adlerauge

© Piatnik

Wenn ein Mensch besonders gut sehen kann, dann sagt man, dass er sprichwörtlich ein Adlerauge habe. Die Könige der Lüfte sind in der Lage eine Maus aus mehr als drei Kilometern Höhe zu erkennen. Da können Menschen nicht mithalten. Dafür wurden Ferngläser und Teleskope entwickelt. Und nachts nutzt einem so ein Adlerauge auch nichts. Da wiederum ist eine Taschenlampe nützlich und hilfreich, um Licht ins Dunkel zu bringen und Dinge erkennen zu können. Das Spiel „Team Adlerauge“ vom Piatnik Verlag kombiniert den scharfen Blick mit dem Licht der Taschenlampe. Beim Spiel der Autoren Lorenzo Silva und Hjalmar Hach kommt aber keine echte Taschenlampe zum Einsatz. Hier wird mit Pappe und Folie gearbeitet. Und dennoch ist es so spannend wie früher, wenn man mit der Taschenlampe nachts durch den Garten geschlichen ist.

Wie funktioniert es?

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Bei “Team Adlerauge” gilt es gemeinsam, allein oder auch gegeneinander Personen oder Gegenstände auf einem Wimmelbild zu finden. Alle von uns erhalten ein eigenes Wimmelbild, um dort zu suchen. Als wäre das noch nicht schwer genug, ich denke da an die Werke von Ali Migutsch, liegt das Wimmelbild im Dunkeln. Es befindet sich nämlich auf einer Folie, die mit einem dunklen Hintergrund hinterlegt ist, dadurch kann ich auf dem Bild nicht wirklich was sehen. Deshalb haben wir alle je eine Taschenlampe; die bei „Team Adlerauge“ aus einem Pappstreifen mit einer kreisrunden hellen Fläche am Ende besteht.

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Diesen Pappstreifen schiebe ich zwischen Folie und dunklen Hintergrund und schon kann ich was erkennen.
Wir alle erhalten zudem je ein kleines Zahlenrad und eine Spielfigur. Letztere stellen wir auf das Startfeld der zentralen Punkteleiste. Anschließend mischen wir den Stapel der Suchkarten, die vorgeben, wonach wir alle nun gleich suchen sollen und stellen eine Sanduhr bereit. Für das kompetitive Spiel gegeneinander reicht das an Vorbereitung und es kann losgehen.

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Spielen wir aber kooperativ kommen noch eine Mondfigur, die wir auf das Startfeld für den Mond auf der Punkteleiste stellen, ein Mondwürfel und Blitze ins Spiel. Nachdem wir uns darauf geeinigt haben, ob wir miteinander oder gegeneinander spielen und alles vorbereitet ist, kann es losgehen. Wir schauen uns das Motiv auf der obersten Karte des Suchkartenstapels an und starten die Sanduhr. Wir alle müssen nun jeweils auf unserem Wimmelbild das gesuchte Motiv finden. Dabei ist das gesuchte Motiv auf jedem Wimmelbild mehrfach zu finden.

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Ist die Zeit abgelaufen, müssen wir nun alle auf unseren kleinen Zahlenräder zunächst geheim einstellen, wie oft wir das gesuchte Motiv auf unserem Wimmelbild gefunden haben. Dann werden die Ergebnisse aufgedeckt. Nun wird auf der Rückseite der Suchkarte geschaut, wie oft es das gesuchte Motiv tatsächlich auf den Wimmelbildern gibt und wo sie jeweils zu finden waren.

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Je mehr ich gefunden habe, umso mehr Punkte gibt es und ich bewege meine Spielfigur auf der Punkteleiste entsprechend weit nach vorne. Wer jetzt auf die Idee kommen sollte, dann eben immer die höchste mögliche Nummer einzustellen, liegt verkehrt, denn wenn meine gewählte Zahl höher ist als der tatsächliche Wert auf der Suchkarte, dann bekomme ich gar keine Punkte. Es wäre also nicht klug, diese Strategie zu verfolgen. Im kooperativen Spiel wird dann noch geschaut, wie viele Monde es auf der Suchkarte gibt und zusätzlich wird der Mondwürfel gewürfelt und die Mondfigur auf der Punkteleiste entsprechend weit vorangerückt.

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Hier ist es das Ziel, dass möglichst keine Spielfigur von der Mondfigur eingeholt wird. Passiert das, verlieren wir zunächst Blitze. Sind keine Blitze mehr vorhanden, endet das Spiel sofort und wir haben verloren. Ansonsten endet eine Partie „Team Adlerauge“, wenn fünf Suchkarten gespielt wurden. Im Spiel gegeneinander wird dann geschaut, wer am weitesten vorne ist. Beim kooperativen Spiel müssen wir noch Blitze haben und im Ziel möglichst dicht zusammenbleiben.

 

 

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Einschätzung
„Team Adlerauge“ macht einfach richtig Spaß. Und das nicht nur Kindern, sondern auch bei Familien und selbst mit Erwachsenen kommt Laune auf. Die Pappstreifen als Taschenlampen funktionieren sehr gut. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Beleuchtung über dem Tisch nicht zu hell ist, weil ich sonst auch ohne Taschenlampe schon, was auf dem Wimmelbild erkennen kann. Der Zeitdruck sorgt für Spannung und in der kooperativen Variante auch der Mond, der uns verfolgt. Das ist für Kinder noch mal ein besonderer Spannungsfaktor.
Damit es nicht langweilig wird, gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen, mit denen wir in die Suche gehen können. Außerdem sind die Wimmelbilder unterschiedlich, so dass ich, wenn ich ein anderes Wimmelbild nehme, an anderer Stelle nach einem Motiv suchen muss. Das ist alles sehr gut umgesetzt. Die Illustrationen von Giulia Ghigini sind witzig und tragen zum gelungenen Gesamtbild bei.

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„Team Adlerauge hat mich voll überzeugt! Die grundsätzliche Idee des Spiels finde ich richtig gut! Wobei ich zugeben muss, dass die kompetitive Variante, in der wir gegeneinander spielen, mir mehr Spaß gemacht hat als die kooperative. Aber das ist eine persönliche Sache. Die kooperativ Variante kann gerade für Kinder die bessere Wahl sein. Insgesamt ein schönes und originelles Kinder- und Familienspiel, das mit einer schönen Idee und gelungenen Umsetzung punkten kann.

 

„Team Adlerauge“
Autor: Lorenzo Silva & Hjalmar Hach
Illustration: Giulia Ghigini
Verlag: Piatnik
Für 1 – 5 Spieler
Ab 6 Jahren
Dauer: 15 Minuten
Preis: 20 Euro

 

 

 

 

 

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