The Key – Mord im Oakdale Club

© HABA

Seit „Cluedo“ steht bei jedem detektivischen Krimispiel die Frage im Raum: Wer hat den Mord wo mit welchem Objekt getan? Ganz in dieser Tradition kommt auch „The Key – Mord im Oakdale Club“ daher. Eines von zurzeit drei Spielen in der „The Key“ Reihe von HABA. In diesem Fall sind drei Morde im wunderschönen Oakdale Golfclub geschehen.

Wie funktioniert es?
Für die begangenen Morde gibt es bereits drei Tatverdächtige. Doch den Ermittlern stellen sich einige drängende Fragen: wer hat welchen Mord verübt? Was war die Tatwaffe und wie hat das Fluchtfahrzeug ausgesehen? All das müssen die Spieler herausfinden und dazu Ermittlungen anstellen. Die richtige Lösung dieses Falls (oder genauer der Fälle) steckt in einem bunten Schlüssel. Daher auch der Name der Reihe: „The Key“. Vor Spielbeginn entscheiden sich der oder die Spieler – „The Key“ ist auch als Soloversion spielbar – für einen von neun farbigen Schlüsseln.

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Die Farbe des Schlüssels zeigt den Spielern, welche der Zahlreichen Ermittlungskarten ihnen tatsächlich weiterhelfen. Von diesen Karten gibt es 190 Stück. 100 Karten beinhalten Zeugenaussagen, mit Hinweisen zu Täter, Tatzeit, Tatwaffe, Tatort und Fluchtfahrzeug. Weitere 90 Karten sind Laborkarten, mit DNA-Spuren, Fundstücken vom Tatort und anderen Beweismitteln. Diese 190 Karten werden als gemischter Haufen verdeckt zwischen den Spielern ausgebreitet.

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Auf der Rückseite ist zu sehen, um welche Art von Hinweis es sich handelt, ob er überhaupt für den Fall relevant ist und wie viele Sieg-Punkte der Hinweis am Ende des Spiels kosten wird. Denn je mehr Hinweise ein Spieler benötigt und je höher die Gesamtpunktzahl auf den Karten, die ein Spieler im Laufe des Spiels sammelt, umso schlechter für ihn. Alle Spieler greifen bei den Ermittlungskarten gleichzeitig zu. Immer eine Karte darf ein Spieler zu sich nehmen. Eine Karte, die ein Spieler genommen hat, legt er nicht wieder zurück. Sie bleibt bis zum Ende des Spiels bei ihm. Auf der Vorderseite der Karte stehen dann Informationen, aus denen der Spieler Schlussfolgerungen ziehen können sollte, die ihn der Lösung der Fälle näherbringen. Diese Erkenntnisse trägt der Spieler hinter einem Sichtschirm auf einer Karte ein. Hier sind die möglichen Täter, Tatorte, Tatzeiten, Tatwaffen und Fluchtfahrzeuge abgebildet. Hilfreich sind auch noch Ermittlungsakten, von denen jeder Spieler eine besitzt und die die DNA der Täter zeigt und auch einen genauen Plan des Golfclubs.

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Durch Deduktion und Logik können nach und nach bestimmte Dinge ausgeschlossen werden. So bleibt am Ende für jeden der drei Morde immer genau ein Täter übrig, der zu einer bestimmten Zeit mit einer bestimmten Tatwaffe den Mord an einem bestimmten Ort verübt hat und danach mit einem bestimmten Fahrzeug geflohen ist. Aus der Kombination all dieser Parameter ergibt sich ein vierstelliger Zahlencode, den die Spieler an der Innenseite ihres Sichtschirms ermitteln können. Wer das zuerst geschafft hat, darf sich den farbigen Schlüssel aus der Tischmitte nehmen. Dieser Spieler darf nun keine weiteren Ermittlungskarten nehmen. Alle anderen Spieler können noch solange Karten nehmen, bis auch sie der Meinung sind, den richtigen Zahlencode gefunden zu haben. Sind alle Spieler mit ihren Ermittlungen fertig, wird das Lösungstableau zur Hand genommen.

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Dort sind verschiedene Zahlencodes zu sehen. Entdeckt der Spieler mit dem Schlüssel den von ihm ermittelten Code, so steckt er den Schlüssel in ein daneben befindliches Loch. Auf der Rückseite des Lösungstableaus können die Spieler dann sehen, ob der Code gestimmt hat. Am Ende gewinnt nun aber nicht zwangsläufig der Spieler, der den Schlüssel hatte. Er darf aber eine seiner Ermittlungskarten weglegen und hat dadurch weniger Punkte. Denn tatsächlich gewinnt am Ende der Spieler, der die wenigsten Sieg-Punkte durch Hinweiskarten benötigt hat, um auf die richtige Lösung zu kommen.

Einschätzung
„The Key – Mord im Oakdale Club“ ist ein kurzweiliges und sehr anregendes detektivisches Krimispiel für die gesamte Familie. Da können alle mitmachen und Spaß daran haben, so sie denn alt genug dafür sind. Es geht immerhin um drei Morde und dann müssen die Spieler auch die Hinweise der Ermittlungskarten richtig verstehen und sinnvoll kombinieren können. Das ist schon für manchen Erwachsenen eine Herausforderung.

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Kinder unter acht Jahren sind damit in der Regel überfordert. Aber der Anspruch des Spiels ist auch nicht so hoch, dass die Spieler Fähigkeiten wie Sherlock Holmes haben müssen, um die Fälle zu lösen. Wichtig ist vielmehr bei der Wahl der Ermittlungskarten klug vorzugehen und zu schauen, welche Information noch fehlt und auf welcher Ermittlungskarte diese Information am wahrscheinlichsten zu finden sein könnte. Das schützt nicht davor Karten zu nehmen, die einem Hinweise bringen, die man gar nicht mehr benötigt hätte. Klug kombinieren und geschickt Hinweise wählen, das ist der Schlüssel zum Erfolg. Insgesamt neun verschiedene Fälle können bei „The Key – Mord im Oakdale Club“ gespielt werden. Es ist also nicht nach einer Partie Schluss. Und tatsächlich bekommt man durchaus Lust, gleich noch einen Fall zu knacken. Außerdem sind in der „The Key“ Reihe bereits zwei weitere Spiele erschienen. Für Nachschub ist also gesorgt und der Spaß beim Ermitteln kann fortgesetzt werden.

„The Key – Mord im Oakdale Club“
Autor: Thomas Sing
Verlag: HABA
Für 1 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: 20 Euro

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