Träxx

© NSV

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Komplexer, länger, umfangreicher, so müssen Spiele heute anscheinend sein, um eine bestimmte Schicht von Spielern noch ansprechen zu können. Doch es gibt auch eine Gegenbewegung: Einfache Spiele, die dabei gleichzeitig großen Spaß bringen. „Träxx“ vom Nürnberger-Spielkarten-Verlag NSV ist ein Spiel, das genau das bietet.

Wie funktioniert es?
Bei „Träxx“ gibt es für jeden Spieler ein eigenes Tableau. Darauf sind sechzig Sechseckfelder in sechs verschiedenen Farben zu sehen. Ziel ist es, möglichst viele Felder mit einem Stift so abzufahren, dass sie durch eine Linie miteinander verbunden werden. Dabei ist der Spielablauf recht einfach. Ein Stapel mit fünfzehn Karten wird gemischt und in die Mitte gelegt. Vom verdeckten Stapel wird die oberste Karte aufgedeckt. Die Karten zeigen vier bis fünf farbige Sechseckfelder. Jeder Spieler darf auf seinem Tableau nun genau Felder in den Farben abstreichen, die auf der Karte zu sehen sind. Dabei gilt: Die Felder müssen immer direkt an ein bereits abgestrichenes Feld angrenzen. So entsteht eine Linie mit zwei Endpunkten. Diese Linie muss dann jeweils an einem der beiden Enden verlängert werden. Es darf also keine Abzweigungen geben. Die Linie darf sich zudem nie kreuzen. Für alle Spieler gibt es jeweils einen festgelegten Startpunkt. Außerdem gibt es Felder mit Zahlenwerten. Diese sind besonders wertvoll und sollten möglichst als Erster erreicht werden. Pro Runde wird eine neue Karte aufgedeckt. Entsprechend können die Linien pro Runde verlängert werden. Dabei muss ein Spieler aber nicht alle Felder nutzen, die auf einer Karten zu sehen sind. Sind alle fünfzehn Karten aufgedeckt, endet das Spiel. Jedes nicht erreichte Feld bringt nun einen Minuspunkt. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Einschätzung
„Träxx“ ist ein kurzweiliges Spiel, das durch seine Einfachheit wirklich überzeugt. Dennoch hat „Träxx“ auch seinen taktischen Reiz. Wichtig ist es nämlich, sich mit seiner Linie nicht selbst einzubauen und dabei gleichzeitig möglichst als erster die wertvollen Zahlenfelder zu erreichen. „Träxx“ reizt wegen seiner kurzen Spieldauer auch zu mehreren Partien hintereinander. Dazu ist es mit jeder Spieleranzahl gleich gut spielbar. Auch das Preis Leistungsverhältnis stimmt absolut. Das Material ist solide, alleine die Stifte müssen ihre Lebensdauer noch beweisen. Insgesamt ist „Träxx“ ein ideales Familienspiel und auch für Gelegenheitsspieler gut geeignet. Nur Vielspielern dürfte die taktische Tiefe fehlen. Für die gibt es dann eben die komplexen, langen und umfangreichen Spiele.

„Träxx“
Autor: Steffen Benndorf und Reinhard Staupe
Verlag: NSV / Nürnberger-Spielkarten-Verlag
Für 1 – 4 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 15 Minuten
Preis: ca. 9 Euro

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