Ventopia – Die fliegende Insel

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Vor mehr als 40 Jahren hat es angefangen: Damals hat die Elektronik zum ersten Mal Einzug gehalten bei Gesellschaftsspielen. Vor fast 20 Jahren gab es dann mit dem Spiel „Wer war’s“ von Ravensburger einen erfolgreichen großen Durchbruch. Das Spiel mit dem elektronischen Kasten wurde 2008 Kinderspiel des Jahres. Seither hat die Firma aus Oberschwaben immer wieder Spiele herausgebracht, die Elektronik und Spielbrett kombinieren. Ihr aktuelles Spiel, das beides verbindet, heißt „Ventopia – Die fliegende Insel“. Es ist die veränderte und überarbeitete Version des Spiels „Die Insel“ von Reiner Knizia, das 2005 ebenfalls bei Ravensburger erschienen ist. Die Illustration von „Ventopia“ hat Daniel Schüttler übernommen.

Wie funktioniert es?

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„Ventopia“ ist ein Spiel, das allein in einem Solomodus, kooperativ oder auch kompetitiv gespielt werden kann. Im Kern geht es aber in allen Varianten darum, dass wir die Insel „Ventopia“ vor ihrem Untergang bewahren. Die wird nämlich von der dunklen Herrscherin Nyxara bedroht, die ihre Monster nach „Ventopia“ schickt.

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Das kann sie, weil der schützende Lichtschild zusammengebrochen ist, um den wieder zu reparieren und „Ventopia“ zu retten, müssen wir verschiedene Lichtkristalle in drei Türme auf „Ventopia“ einsetzen. Unsere Aufgabe ist es das hinzubekommen, bevor alle sieben Monster Nyxaras die Insel erreicht haben. Es ist also ein Wettlauf gegen die Zeit.

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Auf dem Tisch liegt die Landkarte der Insel „Ventopia“ mit verschiedenen Orten und Wegen zwischen den Orten, auf denen wir unsere Spielfiguren bewegen. In einer Ecke dieses Plans erhebt sich ein Felsen, der das elektronische Hirn des Spiels beinhaltet.

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Hier melden wir uns zunächst mit den Figuren an und teilen mit, wie viele Personen mitspielen, außerdem wird hier der Modus festgelegt, ob kooperativ oder kompetitiv und die Schwierigkeitsstufe für das Spiel gewählt. Außerdem merkt sich der elektronische Felsen-Kasten auf welche Felder wir gehen, weil wir beim Betreten eines Feldes einen elektronischen Impuls auslösen. Wenn wir sehr oft Züge wiederholen oder länger nicht an einem Ort waren, dann hat das Auswirkungen aufs Spiel, weil die Elektronik das vermerkt und entsprechend reagiert.

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Das Herumlaufen von Feld zu Feld ist ein wesentliches Element von „Ventopia“. Zwei Felder weit kann ich regulär ziehen; will ich weiterkommen, muss ich dafür ein bereits gesammeltes Energie-Element wieder zurücklegen. Der Plan von „Ventopia“ zeigt zwar verschiedene Orte, aber wir wissen zunächst noch nicht, was wir an den einzelnen Orten bekommen und wie viel davon. Deshalb müssen wir zunächst einmal rausfinden, wo wir was auf der Insel erhalten können.

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Denn wir müssen erst Energie-Elemente sammeln, von denen es drei verschiedene gibt, die wir dann an anderer Stelle bei den drei Kristallwandlerinnen im Spiel in Lichtkristalle umtauschen, um dann zu den Türmen zu gehen, um die Lichtkristalle dort einzusetzen. Dabei wissen wir nicht, welche Farbe die Kristalle haben werden, denn sie werden zufällig gezogen.

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Am Ende müssen wir in jeden Lichtturm aber sieben verschiedene Kristalle einsetzen. Es sind also mehrere Schritte notwendig und wir brauchen auch ein wenig Glück. Da heißt es gut planen, was wir in welcher Reihenfolge tun, denn die Zeit arbeitet gegen uns, weil unsere Widersacherin Nyxara uns Monster in den Weg stellt, die wir dann auch noch bekämpfen müssen, denn sie blockieren Orte.

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Kommen wir an einen Ort, dann erfahren wir, was wir an diesem Ort bekommen können, dann markieren wir das mit einem entsprechenden Marker an diesem Ort. Das gilt für Energie-Elemente, aber auch für die Kristallwandlerinnen. Wir wissen nach dem ersten Besuch also, was es wo gibt, aber wir müssen uns immer noch merken, wo bestimmte Effekte eintreten und wo wir schon oft waren, denn je öfter wir einen Ort besuchen, desto weniger erhalten wir dort.
Wir gewinnen, wenn sich an allen drei Lichttürmen sieben verschiedene Lichtkristalle befinden. Wir verlieren, wenn vorher alle sieben Monster gleichzeitig auf dem Spielbrett sind.

Einschätzung

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Das Das Spiel ist sehr schön aufgemacht und bietet über einen Tutor Modus einen sehr leichten Einstieg. Wenn wir dann schon Erfahrung im Spiel haben, lässt sich der Schwierigkeitsgrad verändern und unserem Können anpassen. Aber, so ehrlich muss man sein, „Ventopia“ ist auf jeder Stufe herausfordernd. Das gilt besonders für die kooperative Variante. Dass man auch allein und gegeneinander spielen kann, finde ich schön.
Der Kampf gegen die Monster besteht übrigens in einem Reaktionsspiel, bei dem ich eine Taste drücken muss, wenn ein Licht blau leuchtet, was noch mal besonders schwierig ist. Das kann zu Frust führen. Planen und Absprache gehören zum Spiel, um es zu meistern und wir müssen uns merken, wo bestimmte Orte blockiert sind. Dafür lohnt es sich die Spielanleitung mit der Seite des Spielplans von „Ventopia“ offen liegen zu lassen. Denn hier sind alle Orte beschriftet. Wer nur auf den Spielplan schaut, kann da schon mal in die Irre gehen.

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Die Elektronik ist bei „Ventopia“ sehr hilfreich und auch sinnvoll eingesetzt. Sie macht das Spiel abwechslungsreich, weil jede Partie anders verläuft. Das passt für mich alles. Probleme bei der Elektronik, die es bei der ersten Auflage gegeben hat, sind inzwischen auch behoben. Insgesamt ist „Ventopia“ ein klassisches und herausforderndes Familienspiel, mit einem spannenden Thema, das eine schöne Kombination aus Brettspiel und Elektronik hat.

„Ventopia – Die fliegende Insel“
Autor: Reiner Knizia
Illustration: Daniel Schüttler
Verlag: Ravensburger
Für 1 – 4 Spieler
Ab 7 Jahren
Dauer: 45 Minuten
Preis: 35 Euro

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