Vienna

© Schmidt Spiele

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Wien ist eine Reise wert: Der Prater, die Hofburg, Schloss Schönbrunn sind nur drei der vielen touristischen Sehenswürdigkeiten. Seine Blüte erlebte Österreichs Hauptstadt Ende des 19. Jahrhunderts. In jene Zeit und an jene berühmten Orte führt „Vienna“, das neue Familienspiel von Schmidt Spiele.

Wie funktioniert es?
In „Vienna“ versuchen die Spieler möglichst viele Siegpunkte zu gewinnen. Um das zu schaffen heißt es die eigenen Würfel möglichst geschickt einzusetzen. Jeder Spieler muss zu Beginn einer Runde alle seine Würfel werfen. Danach setzt er einen Würfel – oder zwei Würfel gemeinsam – auf eines der noch unbesetzten Felder des Spielplans. Die Felder sind mit Zahlenwerten von 1 – 12 versehen und zeigen zahlreiche bekannte Gebäude und Sehenswürdigkeiten Wiens, die an der berühmten Ringstraße aufgereiht sind. Jedes Gebäude bringt einen Bonus. Dabei gilt die Regel, dass ein Spieler seine Würfel nur nummerisch aufsteigend auf Felder legen darf. Will er eine niedrigere Würfelzahl auf ein Feld platzieren als zuvor, muss er dafür bezahlen. Nicht nur dafür ist Geld gut. Es hilft auch, um Würfelergebnisse zu verändern. Haben alle Spieler alle ihre Würfel gesetzt, wird der Ringstraße entlang jedes Feld des Spielplans abgearbeitet. Ist die Wertungsrunde vorbei beginnt eine neue Runde und die Spieler werfen wieder ihre Würfel und setzen diese ein. Grundsätzlich müssen sich die Spieler beim Setzen der Würfel immer entscheiden, ob sie direkt Siegpunkte und Geld einstreichen wollen, oder sich die Unterstützung von Verbündeten sichern. Sie stehen in Form von Personenkarten zur Verfügung, von denen einige in einer offenen Auslage bereitliegen. Sie helfen den Spielern in drei unterschiedlichen Kategorien Punkte zu sammeln. Das ist gerade auf lange Sicht sehr wichtig. Nachdem der erste Spieler nach einer Rundenwertung 25 Siegpunkte erreicht hat, endet das Spiel mit einer letzten Wertungsrunde, bei der noch einmal die Symbole der Personenkarten miteinander verglichen werden. Wer jetzt die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.

© Schmidt Spiele

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Einschätzung
„Vienna“ ist ein recht anspruchsvolles Familienspiel. Erfahrene Brettspieler wird es an „Kingsburg“ erinnern, bei dem ebenfalls Würfel auf Spielfelder gesetzt werden mussten, um dann deren Fähigkeiten zu nutzen. So gesehen ist „Vienna“ ein „Kingsburg“ light; was dem Spielvergnügen keinen Abbruch tut. Nicht nur wegen seiner angenehm kurzen Spieldauer hat „Vienna“ einen hohen Wiederspielreiz. Die Regeln sind übersichtlich und schnell erklärt. Die Wartezeiten selbst bei grübelnden Mitspielern halten sich in Grenzen. Verschiedene Strategien können bei „Vienna“ zum Erfolg führen; wobei die Personenkarten sehr stark sind und nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Zudem sollte man tunlichst vermeiden, immer als letzter die Würfel zu setzen. Und auch der Umgang mit dem Geld will gut überlegt sein. Originell finde ich die Idee eine Tag und Nachtseite als Spielbrett anzubieten. Da konnte sich Illustrator Michael Menzel austoben. Insgesamt stößt „Vienna“ in die Lücke zwischen Familienspiel und anspruchsvollem Spiel. Und diese Lücke füllt es gut aus.

„Vienna“
Autor: Johannes Schmidauer-König
Verlag: Schmidt Spiele
Für 3 – 5 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: ca. 45 Minuten
Preis: ca. 26 Euro

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