Istanbul

© Pegasus Spiele

© Pegasus Spiele

Er hat Flair, ist irgendwie typisch orientalisch und für Mitteleuropäer ein echtes Geheimnis: Der türkische Basar in Istanbul. Auf ihn nimmt Rüdiger Dorn die geneigten Spieler mit. Natürlich nur im Spiel und nur für kurze Zeit in seinem gleichnamigen Spiel „Istanbul“, das zum Kennerspiel des Jahres 2014 gekürt wurde und das völlig zu Recht.

Bei „Istanbul“ übernimmt jeder Spieler die Rolle eines Kaufmannes, der die Aufgabe hat,möglichst als erster fünf kostbare Rubine zu bekommen. Diese Rubine sind auf dem Basar in „Istanbul“ zu bekommen. Der Basar besteht aus sechzehn Ortstafeln, die variabel in vier Viererreihen angeordnet werden können. Jedem Spieler steht ein Kaufmann zur Verfügung, der durch bis zu fünf Gehilfen unterstützt wird. Kaufmann und Gehilfen gibt es in Form von Scheiben, die aufeinandergesetzt einen Turm ergeben. An die siegbringenden Rubine kommt der Spieler nur durch den Verkauf oder den Tausch von Ware. Diese ist auf bestimmten Ortstafeln zu bekommen, auf denen Marktstände zu sehen sind. An anderen Ortstafeln können diese Waren wieder verkauft werden. Dem Kaufmann ist es erlaubt bis zu zwei Felder weit zu ziehen und dann auf der jeweiligen Ortstafel die dortige Aktion auszuführen. Dazu muss der Kaufmann aber einen Gehilfen dabei haben und ihn am Zielort absetzen. Gelangt der Kaufmann an einen Ort, an dem sich schon einer seiner Gehilfen befindet, so nimmt er den Gehilfen wieder auf und kann dort dann ebenfalls die Aktion des Ortes ausführen. Ohne Gehilfen gibt es keine Aktion. Interessante Aspekte für das Spiel bringen noch Familienmitglieder, die für den Kaufmann ebenfalls in Aktion treten können, wenn er sie aus der Polizeiwache befreit. Wer am geschicktesten seine Möglichkeiten beim Kauf und Verkauf nutzt und ein wenig Glück hat, wird die Rubine als erster sein eigen nennen.

„Istanbul“ versteht in vielfacher Hinsicht zu überzeugen. Da ist der variable Aufbau der Ortstafelndurch den immer wieder ein neuer Basar entsteht. Vorschläge in der Spielanleitung helfen beim Einstieg. Die Regeln sind klar und eindeutig und für ein Spiel dieser Tiefe überschaubar. Das gilt auch für die Spielzeit von knapp 60 Minuten. Sehr gut ist die Möglichkeit auf unterschiedlichen Wegen zum Erfolg zu kommen. Mehrere Strategien können zum gewünschten Ziel führen. Abgerundet wird das positive Gesamtbild durch die gelungene Grafik. Alles in allem ist es kein Wunder, dass „Istanbul“ zum Kennerspiel 2014 gekürt wurde.

© Pegasus Spiele

© Pegasus Spiele

„Istanbul“
Autor: Rüdiger Dorn
Verlag: Pegasus Spiele
Für 2 – 5 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 60 Minuten
Preis: ca. 30 Euro

Dieser Beitrag wurde unter Keine Kategorie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.