Lemminge

© Amigo Spiele

© Amigo Spiele

Lemminge haben einen eher zweifelhaften Ruf. Gelten sie im Allgemeinen und in Comics im Besonderen als selbstmordversessene Nagetiere. Damit wird den kleinen Kerlen unrecht getan. Zwar sterben Lemminge auf ihren Wanderungen auf der Suche nach neuen Lebensräumen. Freiwillig und gezielt tun sie das allerdings nicht. Dennoch geht es auch im gleichnamigen Spiel „Lemminge“, das im Frühjahr bei Amigo Spiele erschienen ist, am Ende wieder darum, dass sich die Lemminge von einer Klippe stürzen. Lebensbedrohlich ist das aber nicht.

Ziel des Spieles ist es, die eigenen beiden Lemminge als erste über die Klippe springen zu lassen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Dieser Weg wird durch Hindernisse in Form unterschiedlicher Geländetypen erschwert. Wer den kürzesten Weg nehmen will, benötigt Karten des entsprechenden Geländetyps. Von diesen Geländekarten bekommt jeder Spieler zu Beginn des Spiels gleich einige in die Hand. Im Spielverlauf können die Spieler nun jeweils eine Geländekarte ablegen, um einen ihrer Lemminge nach vorne zu bringen oder sie verzichten auf die Bewegung und ziehen Karten nach. Spielt ein Spieler eine Karte für eine Bewegung aus, so muss er sie auf den Kartenstapel des entsprechenden Geländetyps legen. Dieser Stapel wird leicht versetzt gelegt, wie ein Fächer. Ist die ausgelegte Karte gleich oder kleiner als die zuletzt gespielte Karte dieses Typs, werden die Werte aller Karten dieses Geländestapels zusammengezählt. Der Spieler darf seinen Lemming nun um so viele Felder nach vorne ziehen. Dabei muss er auf den passenden Geländetyp achten. Beim Ziehen schiebt der Lemmingunter Umständen andere Lemminge vor sich her. Ist der Wert der ausgespielten Karte höher als der Wert der zuletzt auf den entsprechenden Geländestapel gelegten Karte, darf nur der Wert der eben gespielten Karte genutzt werden. Gleichzeitig wird der übrige Kartenstapel entfernt und nur die letzte Karte bleibt liegen. Doch der Spieler darf sich ein Bonusplättchen des Geländetyps nehmen und so das Terrain verändern. Eventuell kann so das Vorankommen der Lemminge anderer Spieler erschwert werden. Wer die Karten clever nutzt und im richtigen Moment nachzieht, schafft es seine Lemminge vor den anderen ins Ziel zu bringen.

Eine Figur mit Hilfe von Karten eine Strecke laufen zu lassen, ist nicht neu. Ungewöhnlich ist allerdings die Art des Ausspielens und die Ermittlung der Wegstrecke, die bewältigt werden kann. Manche Elemente des Spiels – wie das Schieben fremder Lemminge – kommen aber erst ab vier Spielern wirklich zum Tragen. Insgesamt ist „Lemminge“ einfach und sehr schnell erklärt. es ist witzig und kurzweilig. Gerade für Familien oder auch Kinder ab acht Jahren sehr geeignet. Doch auch für Menschen, die viel spielen, kann „Lemminge“ seinen Reiz haben.

„Lemminge“
Autor: Sebastian Bleasdale
Verlag: Amigo Spiele
Für 2 – 5 Spieler
Ab 8 Jahren
Dauer: 30 Minuten
Preis: ca. 20 Euro

Dieser Beitrag wurde unter Keine Kategorie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.